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vom 01.03.2026 PDF
#67
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Die Folgen der Krise treffen deshalb jeden und jede.
#68Grund ist eine falsche Finanzmarktpolitik, gerade auch in Europa: Deregulierung im blinden Glauben an sich selbst regulierende Märkte, eine schwache Finanzaufsicht, kurzfristige Gewinnmaximierung und Interessenkonflikte bei wichtigen Institutionen haben die Märkte in eine fast auswegslose Krise geführt.
#69Deshalb braucht es einen Neuanfang, eine neue Finanzmarktarchitektur.
#70Dies allein wird jedoch die Wirtschaftskrise nicht beenden.
#71Es wäre falsch zu glauben, dass mit dem Ende der Verwerfungen auf den Finanzmärkten auch automatisch die Wirtschaftskrise vorbei wäre.
#72Es braucht einen neuen Impuls für wirtschaftliche BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 18 Dynamik.
#73Gleichzeitig wartet die Klimakrise nicht.
#74Es wäre fatal, das drängendste Problem – die Finanz- und Wirtschaftskrise – zu Lasten des wichtigsten Problems – des Klimawandels – zu lösen.
#75Die neue wirtschaftliche Dynamik muss deshalb dadurch entstehen, dass wir konsequent in Klimaschutz investieren.
#76Und es wäre falsch zu vergessen, dass auch diese Krise wieder die Ärmsten am schärfsten treffen wird, nämlich die Menschen in den Entwicklungsländern.
#77Schon jetzt ist zu beobachten, dass wegen der Wirtschaftskrise die Gelder zur Bekämpfung der Ernährungskrise zurückgenommen werden.
#78Wir GRÜNEN streiten dagegen für ein solidarisches Europa.
#79BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen deshalb auf einen Neuanfang in der Wirtschafts- und Finanzpolitik.
#80Wir wollen herauskommen aus den immer wiederkehrenden Krisen eines falschen Wirtschaftsmodells.
#81Die jetzige tiefe Krise ist dafür eine Chance, die wir nicht verstreichen lassen dürfen.
#82Wir setzen als Teil einer weltweiten Bewegung deshalb auf einen Grünen New Deal, auf eine neue Art des Wirtschaftens mit konsequenter Finanzmarktregulierung, Investitionen in Klimaschutz, Bildung und Soziales für zukunftsfähige Arbeitsplätze sowie einer neuen Form des sozialen Ausgleichs bei uns sowie zwischen Nord und Süd.
#83Der UN-Generalsekretär wirbt für einen weltweiten Grünen New Deal.
#84Die USA bewegen sich – endlich – in die richtige Richtung.
#85Als starke Kraft in Europa wollen wir GRÜNEN dafür sorgen, dass auch Europa diese Krise als Chance nutzt und umsteuert durch einen Grünen New Deal.
#86GRÜNE Prioritäten für Europa Wir deutsche GRÜNE haben uns in der Europäischen Grünen Partei (EGP) mit 36 GRÜNEN Parteien aus 33 Ländern Europas zu einer starken ökologischen, sozialen und demokratischen Kraft BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 19 zusammengeschlossen.
#87Wir vertreten nicht eine lockere Ansammlung nationaler Interessen.
#88Wir wollen gemeinsam Europa erneuern.
#89Dabei arbeiten wir nicht nur innerhalb der EU zusammen, sondern gerade auch mit den GRÜNEN-Parteien europäischer Länder außerhalb der EU und mit anderen Partnerinnen und Partnern in der wachsenden globalen Grünen Bewegung.
#90Klima schützen, die Energiekrise überwinden Wir wollen den Klimawandel bekämpfen.
#91Konsequent, ohne faule Kompromisse.
#92Der weltweite Temperaturanstieg muss auf höchstens zwei Grad Celsius begrenzt werden.
#93Gleichzeitig zwingt uns die wachsende Konkurrenz um endliche Energievorräte der Erde zu einer zukunftsfähigen Energiepolitik.
#94Bis zum Jahr 2050 muss Europa seine Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent reduzieren.
#95Das ist zu leisten, wenn wir unseren Umgang mit Energie ab sofort umstellen auf Nachhaltigkeit.
#96Das heißt: Wir müssen weg von Öl und Kohle.
#97Wir brauchen die drei E’s: die konsequente Förderung und den Umstieg auf Erneuerbare Energien, mehr Energieeffizienz und mehr Energieeinsparung.
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