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vom 02.03.2026 PDF
#682
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Waschmaschinen mit einem Energieverbrauch von mehr als 0,35 Kilowattstunden pro Kilogramm Wäsche oder Autos mit über 120 Gramm pro Kilometer CO2-Ausstoß soll in den Europäischen Aktionsplan Nachhaltiges Konsumieren aufgenommen werden.
#683Zur besseren Orientierung im Konsumdschungel wollen wir ein europäisches Nachhaltigkeitssiegel einführen.
#684Es soll die ökologischen und sozialen Auswirkungen einer Ware deutlich erkennbar machen, eine Herstellung ohne Kinderarbeit garantieren und somit wie ein zweites Preisschild den praktischen Gewinn für Mensch und Umwelt verdeutlichen.
#685Nachhaltiger Konsum braucht zudem eine aktive Politik der Verbraucheraufklärung seitens der EU-Kommission.
#686Statt technischer Regelwerke und ausufernder Bürokratie muss das Bildungs- und Beratungsangebot der Verbraucherverbände erweitert werden.
#687EU-Forschungsmittel sollten zudem auch in verbraucherrelevante Forschungsvorhaben fließen, die die Belange der Konsumentinnen und Konsumenten in den Mittelpunkt stellen.
#688Gesunde und natürliche Lebensmittel für alle garantieren Sichere Lebensmittel sind für uns eine Grundvoraussetzung.
#689Wir lehnen – wie die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher – Gentechnik und Chemie auf dem Teller ab.
#690Qualität, Gesundheit und Genuss bei Lebensmitteln sind uns ein besonderes Anliegen.
#691Regionaltypische, traditionell verarbeitete, biologisch angebaute und naturbelassene Lebensmittel brauchen einen besonderen Stellenwert, der für alle erkennbar gekennzeichnet sein muss.
#692Gesunde Ernährung wollen wir durch eine Kennzeichnung in den Ampelfarben rot-gelb-grün EU-weit sichtbar machen.
#693Rot bedeutet dabei, dass ein Produkt viel Zucker, Fett oder Salz enthält.
#694Bei Grün können Sie hingegen bedenkenlos zugreifen.
#695Gesunde Lebensmittel für alle bedeutet auch, dass diese für alle bezahlbar sind und in Schulen und Kindergärten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 68 selbstverständlicher Bestandteil der gemeinsamen Mahlzeiten werden.
#696Wir wollen gesunde, ökologisch verträgliche und regional erzeugte Produkte, die man am Biosiegel erkennt, noch attraktiver machen.
#697Neue Technologien bei der Bearbeitung von Lebensmitteln wollen wir nach dem Vorsorgeprinzip bewerten.
#698Entsprechend bearbeitete Produkte dürfen erst auf den Markt gelangen, wenn das Risiko ausreichend erforscht und klare Haftungsregeln erlassen sind.
#699Sogenannte Nahrungsergänzungsmittel müssen außerdem einen Wirkungsnachweis erbringen.
#700Solange nanotechnologisch veränderte Lebensmittel nicht ausgereift sind, sollten sie nicht in den Verkehr gebracht werden (Moratorium).
#701Um Wahlfreiheit sicherzustellen, fordern wir die unmissverständliche Kennzeichnung veränderter Lebensmittel.
#702Lebensmittel mit Azofarbstoffen, die häufig in Bonbons, Limonaden und ähnlichem vorkommen, wollen wir verbieten, denn sie schaden der Gesundheit unserer Kinder.
#703Agro-Gentechnik ist nicht verantwortbar Wir wollen keine Nutzung der Agro-Gentechnik, sondern ein EU-weites Verbot für Gentech-Pflanzen, die Mensch, Umwelt und gentechnikfreie Produktion sowohl in der konventionellen als auch biologischen Landwirtschaft gefährden, wie zum Beispiel Gen-Mais MON 810 oder die sogenannte Terminatortechnologie.
#704Agro-Gentechnik ist eine Risikotechnologie, die nicht verantwortbar ist, denn einmal in die Natur freigesetzte Organismen sind nicht mehr rückholbar.
#705Die übergroße Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt Gentechnik ab.
#706Wir wollen eine klare Gen-Kennzeichnung und Kennzeichnungslücken im EU-Recht schließen.
#707Denn die Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Recht zu wissen, was auf ihrem Teller liegt.
#708Das gilt auch für Produkte wie Fleisch, Milch oder Käse.
#709Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissen, ob ihre Lebensmittel von Tieren stammen, die mit gentechnisch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 69 verändertem Futter gefüttert wurden.
#710Gentechnik ist ein Geschäft – nicht für die Menschen, sondern für eine paar Wirtschaftsunternehmen, die in gentechnisch veränderte Organismen und Biotechnologie investiert haben.
#711Nur wenige Unternehmen – wie Monsanto, DuPont oder Novartis – teilen sich den gesamten Markt für gentechnisch verändertes Saatgut und kontrollieren zugleich große Teile des Weltmarkts für Pestizide.
#712Wir wollen nicht, dass der Schutz von Mensch und Umwelt Wettbewerbsinteressen untergeordnet wird.
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