Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.03.2026 PDF
#648
Damit sie diese Macht im Sinne eines strategischen Konsums nutzen können, müssen sie vor allem wissen, was in einem Produkt enthalten ist, wie es hergestellt wurde und wo es herkommt.
#649
Die alltägliche Kaufentscheidung hat vielfältige Folgen für Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen weltweit.
#650
Wir wissen: Wir müssen anders essen, anders reisen und Energie anders erzeugen beispielsweise verbrauchen.
#651
Neue Konsummuster für mehr globale ökologische und soziale Gerechtigkeit brauchen deshalb unsere politische Unterstützung.
#652
Die Querschnittsaufgabe Verbraucherpolitik wollen wir durch einen Ausbau der Generaldirektion Verbraucherschutz in der Europäischen Kommission und ein Bündel verbraucherorientierter Vorhaben ausfüllen.
#653
Eine Richtlinie für Verbraucherinformation einführen Wir fordern umfassende und weitgehende Informationsansprüche, die Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber Unternehmen geltend machen können.
#654
Das deutsche Verbraucherinformationsgesetz ist voller Schlupflöcher und Antragshürden.
#655
Ein europäisch einheitlicher Rechtsrahmen gibt den grenzüberschreitend tätigen Unternehmen die nötige Handlungssicherheit und Klarheit.
#656
Und es verringert Bürokratie, wenn keine umfänglichen Überprüfungen zu nationalen Regelungen durchgeführt werden müssen.
#657
Ebenso wollen wir in einer solchen Richtlinie die unabhängige und flächendeckende Beratung von Verbraucherinnen und Verbrauchern europäisch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 65 absichern sowie ein Verbandsklagerecht bei Informationsanliegen der Verbraucherinnen und Verbraucher regeln.
#658
Sammelklagen europaweit möglich machen Wir wollen, dass Sammelklagen in allen europäischen Mitgliedstaaten möglich sind und unterstützen die Initiative der EUVerbraucherschutzkommissarin.
#659
Viele Konsumentinnen und Konsumenten scheuen bislang wegen möglicher hoher Kosten und scheinbar übermächtiger Gegner einen Rechtsstreit.
#660
Auch in Deutschland gibt es bislang keine Möglichkeit, sich als Gruppenkläger zusammenzuschließen und mit einer gemeinsamen Klage feststellen zu lassen, dass zum Beispiel Energiepreise unzulässig erhöht wurden oder Millionen Telefonkunden und -kundinnen jeweils ein paar Cent zu viel abgezogen wurden.
#661
Verbrauchervertrauen auf den Finanzmärkten wiederherstellen Wir wollen die Finanzmärkte fair und langfristig vertrauenswürdig gestalten.
#662
Spekulationen, neue Finanzprodukte und der so genannte »graue«, weil häufig unseriöse Kapitalmarkt haben das Verbrauchervertrauen untergraben.
#663
Die europäischen Staaten müssen die Finanzmärkte durch klare, grenzüberschreitende Regeln und Kontrollen besser regulieren.
#664
Schädliche Marktpraktiken müssen durch systematische Marktanalysen erkannt und Abhilfe geschaffen werden.
#665
Die europäischen Vorgaben für den Einlagenschutz bei Geldanlagen und die Verbraucherkreditrichtline müssen jetzt zügig in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden, damit Sparerinnen und Sparer die größtmögliche Sicherheit für ihr Erspartes bekommen und damit Werbung für Kreditgeschäfte künftig nur mit realistischen Zinssätzen gestattet ist.
#666
Wir fordern ein verpflichtendes Label für Finanzprodukte.
#667
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist dann ein echter Fortschritt erreicht, wenn Sicherheit, Rendite und Laufzeiten auf einen Blick erkennbar werden.
#668
Neuartige Finanzprodukte sollen durch eine europä- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 66 ische Einrichtung für Finanzdienstleistungen, eine Art »Finanz- TÜV«, bewertet und bei Bedenken einem extra Zulassungsverfahren unterworfen werden.
#669
Das Angebot an Verbraucher- und Schuldnerberatungen ist mit europäischer Unterstützung dringend auszubauen, um unverschuldete krisenbedingte Privatinsolvenzen abzumildern.
#670
Modernes Verbraucherrecht für Europa entwickeln Mit ihrem Richtlinienentwurf zur Vereinheitlichung des europäischen Verbraucherrechts auf niedrigem Niveau betreibt die EU-Kommission Raubbau an den nationalen Verbraucherrechten.
#671
Wir GRÜNE wollen das Verbraucherrecht aber nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner stutzen.
#672
Es überzeugt uns nicht, den grenzüberschreitenden Handel durch weniger Schutz bei Widerrufsrechten, Internetauktionen und Versandkosten zu befördern.
#673
Der Preis dafür, den vor allem Arme und Bildungsschwache zu zahlen hätten, ist uns zu hoch.
#674
Wir wollen stattdessen die europäischen Richtlinien auf ihre verbraucherfreundliche Netz- und Digitaltauglichkeit sowie auf nachhaltige Konsummuster überprüfen und mehr Schutz vor Abzocke bieten.
#675
Wissen, was drin ist Verbraucherrelevante Informationen müssen auf Produkten verpflichtend werden.
#676
Die Herstellungsbedingungen sind dabei ebenso von Interesse wie Gesundheitswert, Energieverbrauch und der Einsatz neuer umstrittener Technologien.
#677
Für sensible Güter wie Spielzeug fordern wir GRÜNE ein besonderes europäisches Sicherheitssiegel mit verpflichtender Drittzertifizierung.
#678
Wir GRÜNE wollen nachhaltigen Konsum fördern.


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