Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.03.2026 PDF
#637
Grüne Verbraucherpolitik hat vor allem die schwächeren Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer im Fokus.
#638
Dazu gehören Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sowie Menschen, die beispielsweise aufgrund geringerer Bildung oder Sprachbarrieren besonders leicht zum Opfer unseriöser Wirtschaftsakteure werden.
#639
Wir setzen uns für klare rechtliche Rahmenbedingungen ein, damit Unternehmen die Schwäche dieser Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer nicht zu ihrem Vorteil nutzen können.
#640
Es waren GRÜNE, die den Hebel an den ungerechten Agrarstrukturen und -subventionen angesetzt und den ökologischen Landbau in der EU vorangebracht haben.
#641
Ohne GRÜNEN-Einsatz hätte niemand gegen den massiven Widerstand der Chemieindustrie und der Agrarverbände ein Verbot hochgefährlicher Pestizide erreicht.
#642
GRÜNE kämpfen europaweit für den Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft.
#643
Wir wollen die Menschen vor gesundheitlichen Gefahren und steigenden Umweltbelastungen schützen.
#644
Außerdem kämpfen die GRÜNEN im Europäischen Parlament für konsequenten Datenschutz und dafür, dass die wirtschaftlichen Verbraucherinteressen nicht nur bei Auslandstarifen für Handys, sondern systematisch bei Energiefragen, Fahrgastrechten oder Konsumgütern wie Spielzeug BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 64 zur Geltung kommen.
#645
Bei Finanzdienstleistungen muss die EU-Kommission dringend Lehren aus der Krise ziehen und die Menschen in Zukunft besser vor dem Verlust ihrer Ersparnisse und vor Falschberatung schützen.
#646
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verstehen sich als die Partei, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine politische Stimme gibt, ihre Rechte stärkt und Möglichkeiten eröffnet, sich aktiv einzumischen.
#647
Wir wollen Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen, wie viel Macht sie mit ihrem Einkaufskorb haben.
#648
Damit sie diese Macht im Sinne eines strategischen Konsums nutzen können, müssen sie vor allem wissen, was in einem Produkt enthalten ist, wie es hergestellt wurde und wo es herkommt.
#649
Die alltägliche Kaufentscheidung hat vielfältige Folgen für Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen weltweit.
#650
Wir wissen: Wir müssen anders essen, anders reisen und Energie anders erzeugen beispielsweise verbrauchen.
#651
Neue Konsummuster für mehr globale ökologische und soziale Gerechtigkeit brauchen deshalb unsere politische Unterstützung.
#652
Die Querschnittsaufgabe Verbraucherpolitik wollen wir durch einen Ausbau der Generaldirektion Verbraucherschutz in der Europäischen Kommission und ein Bündel verbraucherorientierter Vorhaben ausfüllen.
#653
Eine Richtlinie für Verbraucherinformation einführen Wir fordern umfassende und weitgehende Informationsansprüche, die Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber Unternehmen geltend machen können.
#654
Das deutsche Verbraucherinformationsgesetz ist voller Schlupflöcher und Antragshürden.
#655
Ein europäisch einheitlicher Rechtsrahmen gibt den grenzüberschreitend tätigen Unternehmen die nötige Handlungssicherheit und Klarheit.
#656
Und es verringert Bürokratie, wenn keine umfänglichen Überprüfungen zu nationalen Regelungen durchgeführt werden müssen.
#657
Ebenso wollen wir in einer solchen Richtlinie die unabhängige und flächendeckende Beratung von Verbraucherinnen und Verbrauchern europäisch BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 65 absichern sowie ein Verbandsklagerecht bei Informationsanliegen der Verbraucherinnen und Verbraucher regeln.
#658
Sammelklagen europaweit möglich machen Wir wollen, dass Sammelklagen in allen europäischen Mitgliedstaaten möglich sind und unterstützen die Initiative der EUVerbraucherschutzkommissarin.
#659
Viele Konsumentinnen und Konsumenten scheuen bislang wegen möglicher hoher Kosten und scheinbar übermächtiger Gegner einen Rechtsstreit.
#660
Auch in Deutschland gibt es bislang keine Möglichkeit, sich als Gruppenkläger zusammenzuschließen und mit einer gemeinsamen Klage feststellen zu lassen, dass zum Beispiel Energiepreise unzulässig erhöht wurden oder Millionen Telefonkunden und -kundinnen jeweils ein paar Cent zu viel abgezogen wurden.
#661
Verbrauchervertrauen auf den Finanzmärkten wiederherstellen Wir wollen die Finanzmärkte fair und langfristig vertrauenswürdig gestalten.
#662
Spekulationen, neue Finanzprodukte und der so genannte »graue«, weil häufig unseriöse Kapitalmarkt haben das Verbrauchervertrauen untergraben.
#663
Die europäischen Staaten müssen die Finanzmärkte durch klare, grenzüberschreitende Regeln und Kontrollen besser regulieren.
#664
Schädliche Marktpraktiken müssen durch systematische Marktanalysen erkannt und Abhilfe geschaffen werden.
#665
Die europäischen Vorgaben für den Einlagenschutz bei Geldanlagen und die Verbraucherkreditrichtline müssen jetzt zügig in den Mitgliedstaaten umgesetzt werden, damit Sparerinnen und Sparer die größtmögliche Sicherheit für ihr Erspartes bekommen und damit Werbung für Kreditgeschäfte künftig nur mit realistischen Zinssätzen gestattet ist.
#666
Wir fordern ein verpflichtendes Label für Finanzprodukte.
#667
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist dann ein echter Fortschritt erreicht, wenn Sicherheit, Rendite und Laufzeiten auf einen Blick erkennbar werden.


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