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vom 02.03.2026 PDF
#606
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Für uns ist dieser Umbau vor allem auch eine moralische Verpflichtung, denn weltweit hungern mehr als 960 Millionen Menschen.
#607Die Umsetzung der Millenniumserklärung muss zu einer Grundlage internationaler Politik werden.
#608Danach muss die Zahl der hungernden Menschen bis zum Jahr 2015 halbiert werden.
#609Die Nutzung pflanzlicher Rohstoffe für die Kraftstofferzeugung darf unter keinen Umständen zu Lasten der Nahrungsmittelsicherheit gehen.
#610Zudem muss durch entsprechende Ernährungsaufklärung und eine Umstrukturierung der Agrarpolitik ein besseres Gleichgewicht zwischen pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen in unserer Nahrung erreicht werden.
#611Denn zur Zeit werden auf rund einem Drittel der weltweit genutzten Agrarflächen Futtermittel für die Massentierhaltung angebaut.
#612Verantwortung tragen vor allem Europa und die USA.
#613Sie haben ihre eigene Viehhaltung subventioniert und die Entwicklungsländer jahrelang gedrängt, Futtermittel für den Export statt Lebensmittel für den eigenen Bedarf zu produzieren.
#614Wir fordern deshalb, dass die internationale Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft vor allem die kleinbäuerliche Land- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 61 wirtschaft und die Eigenversorgung im Süden stärkt.
#615Zusätzlich dürfen Spekulationsgewinne die Preissteigerungen nicht länger anheizen.
#616Diesen menschenverachtenden Geschäften muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.
#617Unsere Maxime für einen nachhaltigen Konsum heißt aber auch, mit weniger Fleisch- und Milchprodukten auszukommen – und auf regionale wie saisonale Produktion zu achten.
#618BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 62 Der grüne Weg für Schutz, Transparenz und Rechte Europa ist auch eine Gemeinschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher.
#619Tag für Tag greift die europäische Politik in den Konsumentenalltag ein.
#620In den politischen Entscheidungsprozessen spielen Verbraucherinteressen jedoch nur selten eine spürbare Rolle.
#621Wir wollen Europas Verbraucherinnen und Verbraucher stärken und den gemeinsamen Marktplatz mit einer mutigen Verbraucherpolitik voranbringen.
#622Sicherer, ökologischer und fairer sollen Produkte, Dienstleistungen und Handelswege mit uns GRÜNEN in Europa werden.
#623Ziel grüner europäischer Verbraucherpolitik sind selbstbestimmte und gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich im europäischen Binnenmarkt souverän bewegen und verantwortungsbewusste Konsumentscheidungen treffen können.
#624Die handfesten Vorteile des Binnenmarktes entfalten sich nur mit mehr Transparenz und Fairness.
#625Nur wer das dauerhafte Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher besitzt, wird den europäischen Binnenmarkt zum Erfolg führen.
#626Und wer von den Menschen aktive Eigenvorsorge – zum Beispiel für das Alter – erwartet, muss auch für einen starken Verbraucherschutz auf den gemeinsamen Märkten sorgen.
#627Grüne Verbraucherpolitik legt einen weiteren Schwerpunkt auf die Organisation von Verbraucherinnen und Verbrauchern als Marktmacht.
#628Es geht um gleiche Augenhöhe im Marktgeschehen – zwischen VerbraucherInnen, HändlerInnen und ProduzentInnen.
#629Neben Informationsrechten, Transparenz und Kennzeichnungspflichten benötigen wir eine unabhängige und flächendeckende Verbraucherberatung sowie durchsetzungsstarke Verbraucherschutzorganisationen.
#630BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Verbraucherrechte als eine neue Generation der Bürgerrechte stärken und ausbauen.
#631BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 63 Gerade in einer globalisierten Welt mit intensiven Kommunikations- und Handelsbeziehungen gewinnen Verbraucherrechte an Bedeutung.
#632Am Ende muss Europa den Verbraucherinnen und Verbrauchern mehr dauerhafte Vorteile, Freiheiten und Sicherheit bringen.
#633Es ist das gute Recht von Verbraucherinnen und Verbrauchern, informiert zu werden, rechtlich Gehör zu finden und ihre Interessen vor Gericht vertreten zu können.
#634Grüne europäische Verbraucherpolitik ist auch Sozialpolitik.
#635Wir wollen Verbraucherinnen und Verbraucher vor ungerechtfertigt steigenden Kosten schützen.
#636Wenn wir beispielsweise mehr Wettbewerb statt Energiemonopole fordern, tun wir das nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern auch, um die Verbraucherinnen und Verbraucher vor explodierenden Kosten im Energiebereich zu schützen.
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