Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#588
Tierversuche überflüssig machen Die EU-Tierversuchsrichtlinie muss revidiert und um die Bereiche Grundlagenforschung, Aus-, Fort- und Weiterbildung erweitert werden.
#589
Besonders belastende Tierversuche, Tierversuche für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 59 militärische Zwecke, für Alkohol- und Tabakforschung, gentechnische Manipulationen, Xeno-Transplantationen und das Klonen von Tieren müssen verboten werden.
#590
In einer europäischen Datenbank müssen alle Tierversuche dokumentiert werden, um Doppelforschungen zu vermeiden.
#591
Wir wollen Tierversuche mittelfristig durch Alternativen ersetzen, wie das bereits für Kosmetika festgeschrieben wurde.
#592
Mehr internationale ökologische Gerechtigkeit Wir wollen einen internationalen Umweltschutz, der sich nicht allein auf Verträge und Abkommen beschränkt.
#593
Die EU muss auf internationaler Ebene einen aktiven Beitrag zur ökologischen Gerechtigkeit leisten, indem Entwicklungsländer in die Lage versetzt werden, ihre Ressourcen zu schonen und ihre Wirtschaft zu entwickeln.
#594
Denn so, wie viele Umweltprobleme nicht mehr national sondern nur noch europäisch zu bewältigen sind, kann auch die EU nicht alles alleine lösen.
#595
Effektiver Umweltschutz hat immer eine globale Perspektive: Ob es um heimlich verkappten Giftmüll in den Ozeanen geht, der über den Fisch wieder auf unserem Speiseteller landet oder darum, dass Europas ausgedienter Wohlstands-Elektroschrott in den Küstenstaaten Asiens oder Afrikas entsorgt wird und dort Menschen krank macht.
#596
Die gerechte und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ist geboten, um einen notwendigen Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.
#597
Wir GRÜNEN kämpfen gegen Patente auf Leben.
#598
Ursprungsländer und insbesondere indigene Völker dürfen den Zugang zu und die Rechte über ihre natürlichen Lebensgrundlagen nicht verlieren.
#599
Der EU fällt dabei eine besondere Verantwortung zu, denn die EU kann in internationale Verhandlungen viel Gewicht einbringen.
#600
Dazu gehört für uns eine bessere Kohärenz der Agrarförderung mit den internationalen Abkommen wie dem »Menschenrecht auf Nahrung«, den Millenniumsentwicklungszielen, den Klimaschutzzielen, dem Kyoto-Protokoll, den Biodiversitätsabkommen und den Abkommen der Welthandelsor- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 60 ganisation.
#601
Nicht handelsbezogene Aspekte wie Umweltschutz und soziale Standards müssen im Rahmen der Schaffung eines qualifizierten Marktzugangs Einzug in die WTO-Verhandlungen halten.
#602
Fischerei-Abkommen mit Drittstaaten stehen wir ablehnend gegenüber.
#603
Denn es kann nicht sein, dass diese Abkommen wie bisher vor allem die Überkapazitäten der EU-Fangflotten quersubventionieren und gleichzeitig die Fanggründe der örtlichen Fischerinnen und Fischer durch industrialisierte europäische Fischereiflotten leergefischt werden.
#604
Recht auf Nahrung umsetzen Wir wollen die europäische Landwirtschaft nicht nur ökologisch, sondern auch sozial gerecht gestalten.
#605
Als ersten Schritt fordern wir die Abschaffung aller Exportsubventionen, unabhängig vom Fortgang der WTO-Verhandlungen.
#606
Für uns ist dieser Umbau vor allem auch eine moralische Verpflichtung, denn weltweit hungern mehr als 960 Millionen Menschen.
#607
Die Umsetzung der Millenniumserklärung muss zu einer Grundlage internationaler Politik werden.
#608
Danach muss die Zahl der hungernden Menschen bis zum Jahr 2015 halbiert werden.
#609
Die Nutzung pflanzlicher Rohstoffe für die Kraftstofferzeugung darf unter keinen Umständen zu Lasten der Nahrungsmittelsicherheit gehen.
#610
Zudem muss durch entsprechende Ernährungsaufklärung und eine Umstrukturierung der Agrarpolitik ein besseres Gleichgewicht zwischen pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen in unserer Nahrung erreicht werden.
#611
Denn zur Zeit werden auf rund einem Drittel der weltweit genutzten Agrarflächen Futtermittel für die Massentierhaltung angebaut.
#612
Verantwortung tragen vor allem Europa und die USA.
#613
Sie haben ihre eigene Viehhaltung subventioniert und die Entwicklungsländer jahrelang gedrängt, Futtermittel für den Export statt Lebensmittel für den eigenen Bedarf zu produzieren.
#614
Wir fordern deshalb, dass die internationale Entwicklungszusammenarbeit in Zukunft vor allem die kleinbäuerliche Land- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 61 wirtschaft und die Eigenversorgung im Süden stärkt.
#615
Zusätzlich dürfen Spekulationsgewinne die Preissteigerungen nicht länger anheizen.
#616
Diesen menschenverachtenden Geschäften muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.
#617
Unsere Maxime für einen nachhaltigen Konsum heißt aber auch, mit weniger Fleisch- und Milchprodukten auszukommen – und auf regionale wie saisonale Produktion zu achten.
#618
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 62 Der grüne Weg für Schutz, Transparenz und Rechte Europa ist auch eine Gemeinschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher.


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