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vom 01.03.2026 PDF
#583
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Für alle Tiere, die in der Landwirtschaft genutzt werden, muss es anspruchsvolle und verbindliche Haltungsvorschriften geben.
#584Die Einhaltung von Tierschutzstandards ist als Kriterium für Beihilfen verbindlich zur Auflage zu machen.
#585Tiertransporte dürfen nur zum nächstgelegenen Schlachthof erfolgen und die Transportzeit muss auf acht Stunden begrenzt werden.
#586Wir GRÜNEN wollen ein EU-Tierschutz-Label, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, sich bewusst für Produkte aus tiergerechter Haltung zu entscheiden.
#587Um Tierschutz umfassend weiter zu entwickeln, setzen wir uns für die Errichtung eines interdisziplinären europäischen Kompetenzzentrums für Tierschutz ein.
#588Tierversuche überflüssig machen Die EU-Tierversuchsrichtlinie muss revidiert und um die Bereiche Grundlagenforschung, Aus-, Fort- und Weiterbildung erweitert werden.
#589Besonders belastende Tierversuche, Tierversuche für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 59 militärische Zwecke, für Alkohol- und Tabakforschung, gentechnische Manipulationen, Xeno-Transplantationen und das Klonen von Tieren müssen verboten werden.
#590In einer europäischen Datenbank müssen alle Tierversuche dokumentiert werden, um Doppelforschungen zu vermeiden.
#591Wir wollen Tierversuche mittelfristig durch Alternativen ersetzen, wie das bereits für Kosmetika festgeschrieben wurde.
#592Mehr internationale ökologische Gerechtigkeit Wir wollen einen internationalen Umweltschutz, der sich nicht allein auf Verträge und Abkommen beschränkt.
#593Die EU muss auf internationaler Ebene einen aktiven Beitrag zur ökologischen Gerechtigkeit leisten, indem Entwicklungsländer in die Lage versetzt werden, ihre Ressourcen zu schonen und ihre Wirtschaft zu entwickeln.
#594Denn so, wie viele Umweltprobleme nicht mehr national sondern nur noch europäisch zu bewältigen sind, kann auch die EU nicht alles alleine lösen.
#595Effektiver Umweltschutz hat immer eine globale Perspektive: Ob es um heimlich verkappten Giftmüll in den Ozeanen geht, der über den Fisch wieder auf unserem Speiseteller landet oder darum, dass Europas ausgedienter Wohlstands-Elektroschrott in den Küstenstaaten Asiens oder Afrikas entsorgt wird und dort Menschen krank macht.
#596Die gerechte und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ist geboten, um einen notwendigen Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.
#597Wir GRÜNEN kämpfen gegen Patente auf Leben.
#598Ursprungsländer und insbesondere indigene Völker dürfen den Zugang zu und die Rechte über ihre natürlichen Lebensgrundlagen nicht verlieren.
#599Der EU fällt dabei eine besondere Verantwortung zu, denn die EU kann in internationale Verhandlungen viel Gewicht einbringen.
#600Dazu gehört für uns eine bessere Kohärenz der Agrarförderung mit den internationalen Abkommen wie dem »Menschenrecht auf Nahrung«, den Millenniumsentwicklungszielen, den Klimaschutzzielen, dem Kyoto-Protokoll, den Biodiversitätsabkommen und den Abkommen der Welthandelsor- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 60 ganisation.
#601Nicht handelsbezogene Aspekte wie Umweltschutz und soziale Standards müssen im Rahmen der Schaffung eines qualifizierten Marktzugangs Einzug in die WTO-Verhandlungen halten.
#602Fischerei-Abkommen mit Drittstaaten stehen wir ablehnend gegenüber.
#603Denn es kann nicht sein, dass diese Abkommen wie bisher vor allem die Überkapazitäten der EU-Fangflotten quersubventionieren und gleichzeitig die Fanggründe der örtlichen Fischerinnen und Fischer durch industrialisierte europäische Fischereiflotten leergefischt werden.
#604Recht auf Nahrung umsetzen Wir wollen die europäische Landwirtschaft nicht nur ökologisch, sondern auch sozial gerecht gestalten.
#605Als ersten Schritt fordern wir die Abschaffung aller Exportsubventionen, unabhängig vom Fortgang der WTO-Verhandlungen.
#606Für uns ist dieser Umbau vor allem auch eine moralische Verpflichtung, denn weltweit hungern mehr als 960 Millionen Menschen.
#607Die Umsetzung der Millenniumserklärung muss zu einer Grundlage internationaler Politik werden.
#608Danach muss die Zahl der hungernden Menschen bis zum Jahr 2015 halbiert werden.
#609Die Nutzung pflanzlicher Rohstoffe für die Kraftstofferzeugung darf unter keinen Umständen zu Lasten der Nahrungsmittelsicherheit gehen.
#610Zudem muss durch entsprechende Ernährungsaufklärung und eine Umstrukturierung der Agrarpolitik ein besseres Gleichgewicht zwischen pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen in unserer Nahrung erreicht werden.
#611Denn zur Zeit werden auf rund einem Drittel der weltweit genutzten Agrarflächen Futtermittel für die Massentierhaltung angebaut.
#612Verantwortung tragen vor allem Europa und die USA.
#613Sie haben ihre eigene Viehhaltung subventioniert und die Entwicklungsländer jahrelang gedrängt, Futtermittel für den Export statt Lebensmittel für den eigenen Bedarf zu produzieren.
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