Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#572
Immerhin ist es uns 2007 und 2008 im Rahmen der von uns GRÜNEN verantworteten Berichte im Europäischen Parlament gelungen, das ganze Parlament für ein scharfes Vorgehen gegen das unverantwortliche Rückwerfen des Beifangs zu mobilisieren.
#573
Zudem haben wir das Entstehen der Regeln im Kampf gegen das illegale, unregulierte und ungemeldete Fischen aktiv unterstützt und werden uns dafür einsetzen, dass sie national auch umgesetzt werden.
#574
Sauberes Wasser und natürliche Gewässer Wir wollen die Wasser- und Gewässerqualität verbessern.
#575
Nährstoff- und Pestizideinträge aus der Landwirtschaft müssen stark vermindert werden – ebenso gefährliche Chemikalien in BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 58 Gewässern und Trinkwasser.
#576
Flüsse müssen aus ihrem Korsett befreit und wieder mit Auen und Grundwasser verbunden werden, damit sie auch in Zukunft als intakte Ökosysteme Lebensraum, sicheres Trinkwasser und natürlichen Hochwasserschutz bieten.
#577
Land- und Wassernutzungsrechte müssen konsequent mit Gewässerschutzpflichten verknüpft werden.
#578
Umwelt- und Ressourcenkosten sind von den Nutzern zu tragen.
#579
Die EUWasserrahmenrichtlinie bietet hierfür einen guten Ansatz, doch muss ihre Umsetzung in den EU-Mitgliedsländern endlich konsequent verfolgt werden.
#580
Den Bestrebungen, die öffentliche Wasserversorgung zu privatisieren, stellen wir uns entgegen.
#581
Tierschutz in Europa stärken Wir wollen die EU-Tierschutzgesetzgebung konsequent vorantreiben.
#582
Die gemeinsame Agrarpolitik darf tierquälerische Haltungen nicht länger offen oder verdeckt subventionieren.
#583
Für alle Tiere, die in der Landwirtschaft genutzt werden, muss es anspruchsvolle und verbindliche Haltungsvorschriften geben.
#584
Die Einhaltung von Tierschutzstandards ist als Kriterium für Beihilfen verbindlich zur Auflage zu machen.
#585
Tiertransporte dürfen nur zum nächstgelegenen Schlachthof erfolgen und die Transportzeit muss auf acht Stunden begrenzt werden.
#586
Wir GRÜNEN wollen ein EU-Tierschutz-Label, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, sich bewusst für Produkte aus tiergerechter Haltung zu entscheiden.
#587
Um Tierschutz umfassend weiter zu entwickeln, setzen wir uns für die Errichtung eines interdisziplinären europäischen Kompetenzzentrums für Tierschutz ein.
#588
Tierversuche überflüssig machen Die EU-Tierversuchsrichtlinie muss revidiert und um die Bereiche Grundlagenforschung, Aus-, Fort- und Weiterbildung erweitert werden.
#589
Besonders belastende Tierversuche, Tierversuche für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 59 militärische Zwecke, für Alkohol- und Tabakforschung, gentechnische Manipulationen, Xeno-Transplantationen und das Klonen von Tieren müssen verboten werden.
#590
In einer europäischen Datenbank müssen alle Tierversuche dokumentiert werden, um Doppelforschungen zu vermeiden.
#591
Wir wollen Tierversuche mittelfristig durch Alternativen ersetzen, wie das bereits für Kosmetika festgeschrieben wurde.
#592
Mehr internationale ökologische Gerechtigkeit Wir wollen einen internationalen Umweltschutz, der sich nicht allein auf Verträge und Abkommen beschränkt.
#593
Die EU muss auf internationaler Ebene einen aktiven Beitrag zur ökologischen Gerechtigkeit leisten, indem Entwicklungsländer in die Lage versetzt werden, ihre Ressourcen zu schonen und ihre Wirtschaft zu entwickeln.
#594
Denn so, wie viele Umweltprobleme nicht mehr national sondern nur noch europäisch zu bewältigen sind, kann auch die EU nicht alles alleine lösen.
#595
Effektiver Umweltschutz hat immer eine globale Perspektive: Ob es um heimlich verkappten Giftmüll in den Ozeanen geht, der über den Fisch wieder auf unserem Speiseteller landet oder darum, dass Europas ausgedienter Wohlstands-Elektroschrott in den Küstenstaaten Asiens oder Afrikas entsorgt wird und dort Menschen krank macht.
#596
Die gerechte und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ist geboten, um einen notwendigen Beitrag zur Armutsbekämpfung zu leisten.
#597
Wir GRÜNEN kämpfen gegen Patente auf Leben.
#598
Ursprungsländer und insbesondere indigene Völker dürfen den Zugang zu und die Rechte über ihre natürlichen Lebensgrundlagen nicht verlieren.
#599
Der EU fällt dabei eine besondere Verantwortung zu, denn die EU kann in internationale Verhandlungen viel Gewicht einbringen.
#600
Dazu gehört für uns eine bessere Kohärenz der Agrarförderung mit den internationalen Abkommen wie dem »Menschenrecht auf Nahrung«, den Millenniumsentwicklungszielen, den Klimaschutzzielen, dem Kyoto-Protokoll, den Biodiversitätsabkommen und den Abkommen der Welthandelsor- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 60 ganisation.
#601
Nicht handelsbezogene Aspekte wie Umweltschutz und soziale Standards müssen im Rahmen der Schaffung eines qualifizierten Marktzugangs Einzug in die WTO-Verhandlungen halten.
#602
Fischerei-Abkommen mit Drittstaaten stehen wir ablehnend gegenüber.


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