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vom 01.03.2026 PDF
#555
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Unsere Meere sind durch die zunehmenden Belastungen – Überfischung, Verschmutzung, Arten- und Lebensraumverlust – gefährdet.
#556Wir brauchen vernetzte Meeresschutzgebiete mit hohen Schutzstandards.
#557Europa muss sich am weltweiten Schutzgebietsnetz großflächig beteiligen und durch die Ausweisung der Natura-2000-Gebiete eine Vorreiterrolle übernehmen.
#558Die weiterhin zu hohen Schad- und Nährstoffeinträge vom Lande her müssen konsequent minimiert werden.
#559Eine gesamteuropäische Strategie soll endlich das Problem der gefährlichen und giftigen Munitionsaltlasten insbesondere in Nord- und Ostsee lösen.
#560Auch die Schifffahrt muss zur Meeressicherheit ihren Beitrag leisten.
#561Im Rahmen einer ökologischen Hafenpolitik und höherer Standards für die Schiffssicherheit können wirtschaftliche und ökologische Interessen zu einer nachhaltigen Nutzung der Meere noch intelligenter verbunden werden.
#562Solange die Unbedenklichkeit nicht nachgewiesen ist, sind wir entschieden gegen Ablagerung von CO2 im Meer und im Meeresboden.
#563BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 57 Fischereipolitik endlich reformieren Wir wollen die für 2012 erwartete Reform der gemeinsamen Fischereipolitik nutzen, um die gesamte Fischereipolitik einer Neubewertung zu unterziehen.
#564Um die Fischbestände innerhalb der EU-Gewässer zu sichern und eine nachhaltige Bewirtschaftung zu gewährleisten, fordern wir GRÜNE die schrittweise Umsetzung eines Rückwurfverbots für Beifänge.
#565Dies würde einen ökonomischen Anreiz schaffen, Beifänge zu vermeiden.
#566Außerdem wollen wir die Größe der Fangflotten den Fangmöglichkeiten anpassen.
#567Die Festlegung der Fangobergrenzen muss allein auf Grundlage wissenschaftlich-ökologischer Kriterien erfolgen.
#568Insgesamt müssen die meisten Fangquoten über längere Zeit deutlich gesenkt werden, um einen Kollaps der Meere zu verhindern.
#569Parallel dazu wollen wir ein nachhaltiges Fischereimanagement aufbauen, in dem ein Teil der Fangrechte versteigert wird und die Fischerinnen und Fischer Eigenverantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände übernehmen.
#570Zerstörerische Fischereipraktiken, wie die Grundschleppnetzfischerei, sind zu unterbinden.
#571Wir wollen die Einbindung des Europäischen Parlaments sowohl bei der Festlegung der Gesamtfangmengen wie auch der Ausgestaltung der EU-Fischereifonds.
#572Immerhin ist es uns 2007 und 2008 im Rahmen der von uns GRÜNEN verantworteten Berichte im Europäischen Parlament gelungen, das ganze Parlament für ein scharfes Vorgehen gegen das unverantwortliche Rückwerfen des Beifangs zu mobilisieren.
#573Zudem haben wir das Entstehen der Regeln im Kampf gegen das illegale, unregulierte und ungemeldete Fischen aktiv unterstützt und werden uns dafür einsetzen, dass sie national auch umgesetzt werden.
#574Sauberes Wasser und natürliche Gewässer Wir wollen die Wasser- und Gewässerqualität verbessern.
#575Nährstoff- und Pestizideinträge aus der Landwirtschaft müssen stark vermindert werden – ebenso gefährliche Chemikalien in BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 58 Gewässern und Trinkwasser.
#576Flüsse müssen aus ihrem Korsett befreit und wieder mit Auen und Grundwasser verbunden werden, damit sie auch in Zukunft als intakte Ökosysteme Lebensraum, sicheres Trinkwasser und natürlichen Hochwasserschutz bieten.
#577Land- und Wassernutzungsrechte müssen konsequent mit Gewässerschutzpflichten verknüpft werden.
#578Umwelt- und Ressourcenkosten sind von den Nutzern zu tragen.
#579Die EUWasserrahmenrichtlinie bietet hierfür einen guten Ansatz, doch muss ihre Umsetzung in den EU-Mitgliedsländern endlich konsequent verfolgt werden.
#580Den Bestrebungen, die öffentliche Wasserversorgung zu privatisieren, stellen wir uns entgegen.
#581Tierschutz in Europa stärken Wir wollen die EU-Tierschutzgesetzgebung konsequent vorantreiben.
#582Die gemeinsame Agrarpolitik darf tierquälerische Haltungen nicht länger offen oder verdeckt subventionieren.
#583Für alle Tiere, die in der Landwirtschaft genutzt werden, muss es anspruchsvolle und verbindliche Haltungsvorschriften geben.
#584Die Einhaltung von Tierschutzstandards ist als Kriterium für Beihilfen verbindlich zur Auflage zu machen.
#585Tiertransporte dürfen nur zum nächstgelegenen Schlachthof erfolgen und die Transportzeit muss auf acht Stunden begrenzt werden.
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