Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#549
Energieverschwendung in der Ernährungswirtschaft stoppen Wir wollen die ungeheure Verschwendung in der europäischen Ernährungswirtschaft von drei Seiten bekämpfen: Abbau der Abhängigkeit von Öl und Chemie durch Ausbau der Sonnenund Bioenergien aus Reststoffen und Nebenproduktion vor Ort; kurze Wege für Lebensmittel und offensive Bildungs- und Forschungsarbeit für eine ausgewogene Ernährung.
#550
Die Energieverschwendung, die in der übermäßigen Fleischerzeugung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 56 steckt, wollen wir durch gezielte Anforderungen an Stallbau und Fütterung sowie Fördermaßnahmen für ein ausgewogenes Verhältnis von Pflanzenerzeugung und Tierhaltung abbauen.
#551
Ein gesundes Verhältnis zur richtigen Ernährung, vor allem von Kindern, wollen wir durch verstärkte Bildungsarbeit an Kindergärten, Schulen und in den Medien fördern.
#552
Forschung für eine nachhaltige Ernährungssicherung soll sich statt auf Gentechnik und Chemie auf die Anpassung ökologischer Bewirtschaftung an die Herausforderungen des Klimawandels konzentrieren.
#553
Eine ausgewogene Meerespolitik vorantreiben Wir wollen eine integrierte, räumlich und politisch übergreifende Meerespolitik, um den nachhaltigen Schutz und die nachhaltige Nutzung dauerhaft sicherstellen zu können.
#554
Wir setzen uns daher für eine verstärkte Koordination zwischen EU, nationalen Regierungen, regionalen und lokalen Behörden ein.
#555
Unsere Meere sind durch die zunehmenden Belastungen – Überfischung, Verschmutzung, Arten- und Lebensraumverlust – gefährdet.
#556
Wir brauchen vernetzte Meeresschutzgebiete mit hohen Schutzstandards.
#557
Europa muss sich am weltweiten Schutzgebietsnetz großflächig beteiligen und durch die Ausweisung der Natura-2000-Gebiete eine Vorreiterrolle übernehmen.
#558
Die weiterhin zu hohen Schad- und Nährstoffeinträge vom Lande her müssen konsequent minimiert werden.
#559
Eine gesamteuropäische Strategie soll endlich das Problem der gefährlichen und giftigen Munitionsaltlasten insbesondere in Nord- und Ostsee lösen.
#560
Auch die Schifffahrt muss zur Meeressicherheit ihren Beitrag leisten.
#561
Im Rahmen einer ökologischen Hafenpolitik und höherer Standards für die Schiffssicherheit können wirtschaftliche und ökologische Interessen zu einer nachhaltigen Nutzung der Meere noch intelligenter verbunden werden.
#562
Solange die Unbedenklichkeit nicht nachgewiesen ist, sind wir entschieden gegen Ablagerung von CO2 im Meer und im Meeresboden.
#563
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 57 Fischereipolitik endlich reformieren Wir wollen die für 2012 erwartete Reform der gemeinsamen Fischereipolitik nutzen, um die gesamte Fischereipolitik einer Neubewertung zu unterziehen.
#564
Um die Fischbestände innerhalb der EU-Gewässer zu sichern und eine nachhaltige Bewirtschaftung zu gewährleisten, fordern wir GRÜNE die schrittweise Umsetzung eines Rückwurfverbots für Beifänge.
#565
Dies würde einen ökonomischen Anreiz schaffen, Beifänge zu vermeiden.
#566
Außerdem wollen wir die Größe der Fangflotten den Fangmöglichkeiten anpassen.
#567
Die Festlegung der Fangobergrenzen muss allein auf Grundlage wissenschaftlich-ökologischer Kriterien erfolgen.
#568
Insgesamt müssen die meisten Fangquoten über längere Zeit deutlich gesenkt werden, um einen Kollaps der Meere zu verhindern.
#569
Parallel dazu wollen wir ein nachhaltiges Fischereimanagement aufbauen, in dem ein Teil der Fangrechte versteigert wird und die Fischerinnen und Fischer Eigenverantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände übernehmen.
#570
Zerstörerische Fischereipraktiken, wie die Grundschleppnetzfischerei, sind zu unterbinden.
#571
Wir wollen die Einbindung des Europäischen Parlaments sowohl bei der Festlegung der Gesamtfangmengen wie auch der Ausgestaltung der EU-Fischereifonds.
#572
Immerhin ist es uns 2007 und 2008 im Rahmen der von uns GRÜNEN verantworteten Berichte im Europäischen Parlament gelungen, das ganze Parlament für ein scharfes Vorgehen gegen das unverantwortliche Rückwerfen des Beifangs zu mobilisieren.
#573
Zudem haben wir das Entstehen der Regeln im Kampf gegen das illegale, unregulierte und ungemeldete Fischen aktiv unterstützt und werden uns dafür einsetzen, dass sie national auch umgesetzt werden.
#574
Sauberes Wasser und natürliche Gewässer Wir wollen die Wasser- und Gewässerqualität verbessern.
#575
Nährstoff- und Pestizideinträge aus der Landwirtschaft müssen stark vermindert werden – ebenso gefährliche Chemikalien in BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 58 Gewässern und Trinkwasser.
#576
Flüsse müssen aus ihrem Korsett befreit und wieder mit Auen und Grundwasser verbunden werden, damit sie auch in Zukunft als intakte Ökosysteme Lebensraum, sicheres Trinkwasser und natürlichen Hochwasserschutz bieten.
#577
Land- und Wassernutzungsrechte müssen konsequent mit Gewässerschutzpflichten verknüpft werden.
#578
Umwelt- und Ressourcenkosten sind von den Nutzern zu tragen.
#579
Die EUWasserrahmenrichtlinie bietet hierfür einen guten Ansatz, doch muss ihre Umsetzung in den EU-Mitgliedsländern endlich konsequent verfolgt werden.


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