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vom 01.03.2026 PDF
#541
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Diese Technologien bergen große Chancen aber auch große Risiken.
#542Besonders in verbrauchernahen Bereichen wie Lebensmitteln, Kosmetika oder Textilien wollen wir möglichen Gefahren frühestmöglich und entschieden begegnen, um eine Wiederholung des Asbest-Desasters zu wiederholen.
#543Nanopartikel können besonders tief in die Haut eindringen, die Blut-Hirn-Schranke überwinden und noch nicht abschätzbare Reaktionen beim Menschen und anderen Organismen hervorrufen.
#544Wir GRÜNEN setzen uns ein für eine breite Debatte über alle Anwendungen der Nanotechnologie und die strikte Umsetzung des Vorsorgeprinzips.
#545Es gilt einen nanospezifischen Rechtsrahmen zu schaffen und der unkontrollierten und ungeprüften Vermarktung von Nanoprodukten Einhalt zu gebieten.
#546Nanoprodukte im verbrauchernahen Bereich dürfen solange nicht auf den Markt, bis geeignete Testmethoden zur Verfügung stehen und Risiken zweifelsfrei ausgeschlossen werden können.
#547Außerdem fordern wir die eindeutige, erkennbare Kennzeichnung von Nanoprodukten, mehr EU-Finanzierung für Risikoforschung sowie klare Haftungsregeln und Sicherstellung der Rückholbarkeit.
#548Wir lehnen die absichtliche Freisetzung von synthetischen Nanopartikeln in die Umwelt ebenso ab wie die militärische Nutzung von Nanotechnologien.
#549Energieverschwendung in der Ernährungswirtschaft stoppen Wir wollen die ungeheure Verschwendung in der europäischen Ernährungswirtschaft von drei Seiten bekämpfen: Abbau der Abhängigkeit von Öl und Chemie durch Ausbau der Sonnenund Bioenergien aus Reststoffen und Nebenproduktion vor Ort; kurze Wege für Lebensmittel und offensive Bildungs- und Forschungsarbeit für eine ausgewogene Ernährung.
#550Die Energieverschwendung, die in der übermäßigen Fleischerzeugung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 56 steckt, wollen wir durch gezielte Anforderungen an Stallbau und Fütterung sowie Fördermaßnahmen für ein ausgewogenes Verhältnis von Pflanzenerzeugung und Tierhaltung abbauen.
#551Ein gesundes Verhältnis zur richtigen Ernährung, vor allem von Kindern, wollen wir durch verstärkte Bildungsarbeit an Kindergärten, Schulen und in den Medien fördern.
#552Forschung für eine nachhaltige Ernährungssicherung soll sich statt auf Gentechnik und Chemie auf die Anpassung ökologischer Bewirtschaftung an die Herausforderungen des Klimawandels konzentrieren.
#553Eine ausgewogene Meerespolitik vorantreiben Wir wollen eine integrierte, räumlich und politisch übergreifende Meerespolitik, um den nachhaltigen Schutz und die nachhaltige Nutzung dauerhaft sicherstellen zu können.
#554Wir setzen uns daher für eine verstärkte Koordination zwischen EU, nationalen Regierungen, regionalen und lokalen Behörden ein.
#555Unsere Meere sind durch die zunehmenden Belastungen – Überfischung, Verschmutzung, Arten- und Lebensraumverlust – gefährdet.
#556Wir brauchen vernetzte Meeresschutzgebiete mit hohen Schutzstandards.
#557Europa muss sich am weltweiten Schutzgebietsnetz großflächig beteiligen und durch die Ausweisung der Natura-2000-Gebiete eine Vorreiterrolle übernehmen.
#558Die weiterhin zu hohen Schad- und Nährstoffeinträge vom Lande her müssen konsequent minimiert werden.
#559Eine gesamteuropäische Strategie soll endlich das Problem der gefährlichen und giftigen Munitionsaltlasten insbesondere in Nord- und Ostsee lösen.
#560Auch die Schifffahrt muss zur Meeressicherheit ihren Beitrag leisten.
#561Im Rahmen einer ökologischen Hafenpolitik und höherer Standards für die Schiffssicherheit können wirtschaftliche und ökologische Interessen zu einer nachhaltigen Nutzung der Meere noch intelligenter verbunden werden.
#562Solange die Unbedenklichkeit nicht nachgewiesen ist, sind wir entschieden gegen Ablagerung von CO2 im Meer und im Meeresboden.
#563BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 57 Fischereipolitik endlich reformieren Wir wollen die für 2012 erwartete Reform der gemeinsamen Fischereipolitik nutzen, um die gesamte Fischereipolitik einer Neubewertung zu unterziehen.
#564Um die Fischbestände innerhalb der EU-Gewässer zu sichern und eine nachhaltige Bewirtschaftung zu gewährleisten, fordern wir GRÜNE die schrittweise Umsetzung eines Rückwurfverbots für Beifänge.
#565Dies würde einen ökonomischen Anreiz schaffen, Beifänge zu vermeiden.
#566Außerdem wollen wir die Größe der Fangflotten den Fangmöglichkeiten anpassen.
#567Die Festlegung der Fangobergrenzen muss allein auf Grundlage wissenschaftlich-ökologischer Kriterien erfolgen.
#568Insgesamt müssen die meisten Fangquoten über längere Zeit deutlich gesenkt werden, um einen Kollaps der Meere zu verhindern.
#569Parallel dazu wollen wir ein nachhaltiges Fischereimanagement aufbauen, in dem ein Teil der Fangrechte versteigert wird und die Fischerinnen und Fischer Eigenverantwortung für die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände übernehmen.
#570Zerstörerische Fischereipraktiken, wie die Grundschleppnetzfischerei, sind zu unterbinden.
#571Wir wollen die Einbindung des Europäischen Parlaments sowohl bei der Festlegung der Gesamtfangmengen wie auch der Ausgestaltung der EU-Fischereifonds.
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