Dokument lesen
-
vom 01.03.2026 PDF
#531
Fenster schließen und zurück
Mit der Einführung einer Bedarfsprüfung bei der Genehmigung von Müllverbrennungsanlagen wollen wir außerdem den weiteren Ausbau von regionalen Überkapazitäten verhindern.
#532Bestehende Müllverbrennungsanlagen müssen regelmäßig an den Stand der besten verfügbaren Technik angepasst werden.
#533Vielfalt auf dem Acker – freies Saatgut Vielfalt ist unabdingbar, um die Ernährungssicherheit in einer sich wandelnden Umwelt gewährleisten zu können.
#534Die EU-Programme zur Erhaltung der genetischen Ressourcen sind jedoch unzureichend und lassen kleinere Initiativen, die sich dem Erhalt der pflanzen- und tiergenetischen Vielfalt verschrieben haben, nicht zum Zuge kommen.
#535Landwirtinnen und Landwirte, sowie Gärtnerinnen und Gärtner, die traditionelle Sorten anbauen und vermarkten wollen, dürfen nicht in die Illegalität gedrängt werden.
#536Wir setzen uns ein für Gesetzesrahmen und Förderprogramme, die die genetische Vielfalt als Lebensgrundlage fördern.
#537Kein Patent auf Leben – Überarbeitung der Biopatentrichtlinie Wir wollen der Patenterteilungspraxis des Europäischen Patentamtes endlich Grenzen setzen und fordern die Überarbeitung der umstrittenen und veralteten EU-Biopatentrichtlinie, damit nicht weiter Patente auf Leben vergeben werden können.
#538Denn auf dieser Grundlage erteilt das Europäische Patentamt seine Patente und nutzt dabei Schlupflöcher, wie für die Patenterteilung auf biologische Züchtungsverfahren.
#539Diese Entwicklung sorgt langfristig für einen unzulässigen Monopolanspruch weniger Konzerne auf Pflanzen und Tiere, schränkt die Züchtung ein und entzieht der Landwirtschaft ihre Produktionsgrundlage.
#540BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 55 Rechtsrahmen für Anwendung der Nanotechnologie schaffen Schleichend und ohne öffentliche Debatte kommen Nanotechnologien zunehmend zum Einsatz.
#541Diese Technologien bergen große Chancen aber auch große Risiken.
#542Besonders in verbrauchernahen Bereichen wie Lebensmitteln, Kosmetika oder Textilien wollen wir möglichen Gefahren frühestmöglich und entschieden begegnen, um eine Wiederholung des Asbest-Desasters zu wiederholen.
#543Nanopartikel können besonders tief in die Haut eindringen, die Blut-Hirn-Schranke überwinden und noch nicht abschätzbare Reaktionen beim Menschen und anderen Organismen hervorrufen.
#544Wir GRÜNEN setzen uns ein für eine breite Debatte über alle Anwendungen der Nanotechnologie und die strikte Umsetzung des Vorsorgeprinzips.
#545Es gilt einen nanospezifischen Rechtsrahmen zu schaffen und der unkontrollierten und ungeprüften Vermarktung von Nanoprodukten Einhalt zu gebieten.
#546Nanoprodukte im verbrauchernahen Bereich dürfen solange nicht auf den Markt, bis geeignete Testmethoden zur Verfügung stehen und Risiken zweifelsfrei ausgeschlossen werden können.
#547Außerdem fordern wir die eindeutige, erkennbare Kennzeichnung von Nanoprodukten, mehr EU-Finanzierung für Risikoforschung sowie klare Haftungsregeln und Sicherstellung der Rückholbarkeit.
#548Wir lehnen die absichtliche Freisetzung von synthetischen Nanopartikeln in die Umwelt ebenso ab wie die militärische Nutzung von Nanotechnologien.
#549Energieverschwendung in der Ernährungswirtschaft stoppen Wir wollen die ungeheure Verschwendung in der europäischen Ernährungswirtschaft von drei Seiten bekämpfen: Abbau der Abhängigkeit von Öl und Chemie durch Ausbau der Sonnenund Bioenergien aus Reststoffen und Nebenproduktion vor Ort; kurze Wege für Lebensmittel und offensive Bildungs- und Forschungsarbeit für eine ausgewogene Ernährung.
#550Die Energieverschwendung, die in der übermäßigen Fleischerzeugung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 56 steckt, wollen wir durch gezielte Anforderungen an Stallbau und Fütterung sowie Fördermaßnahmen für ein ausgewogenes Verhältnis von Pflanzenerzeugung und Tierhaltung abbauen.
#551Ein gesundes Verhältnis zur richtigen Ernährung, vor allem von Kindern, wollen wir durch verstärkte Bildungsarbeit an Kindergärten, Schulen und in den Medien fördern.
#552Forschung für eine nachhaltige Ernährungssicherung soll sich statt auf Gentechnik und Chemie auf die Anpassung ökologischer Bewirtschaftung an die Herausforderungen des Klimawandels konzentrieren.
#553Eine ausgewogene Meerespolitik vorantreiben Wir wollen eine integrierte, räumlich und politisch übergreifende Meerespolitik, um den nachhaltigen Schutz und die nachhaltige Nutzung dauerhaft sicherstellen zu können.
#554Wir setzen uns daher für eine verstärkte Koordination zwischen EU, nationalen Regierungen, regionalen und lokalen Behörden ein.
#555Unsere Meere sind durch die zunehmenden Belastungen – Überfischung, Verschmutzung, Arten- und Lebensraumverlust – gefährdet.
#556Wir brauchen vernetzte Meeresschutzgebiete mit hohen Schutzstandards.
#557Europa muss sich am weltweiten Schutzgebietsnetz großflächig beteiligen und durch die Ausweisung der Natura-2000-Gebiete eine Vorreiterrolle übernehmen.
#558Die weiterhin zu hohen Schad- und Nährstoffeinträge vom Lande her müssen konsequent minimiert werden.
#559Eine gesamteuropäische Strategie soll endlich das Problem der gefährlichen und giftigen Munitionsaltlasten insbesondere in Nord- und Ostsee lösen.
#560Auch die Schifffahrt muss zur Meeressicherheit ihren Beitrag leisten.
#561Im Rahmen einer ökologischen Hafenpolitik und höherer Standards für die Schiffssicherheit können wirtschaftliche und ökologische Interessen zu einer nachhaltigen Nutzung der Meere noch intelligenter verbunden werden.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: