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vom 01.03.2026 PDF
#516
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Starker Umweltschutz ist präventive Gesundheitspolitik.
#517Der besondere Schutz sensibler Gruppen, wie Kinder, steht für uns an erster Stelle.
#518Wir brauchen mehr Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren durch Chemiebelastung und mehr Mittel zu ihrer Erforschung.
#519Und wir brauchen bessere Unterstützung für Betroffene.
#520Wir wollen erreichen, dass die Konzentrationen des gesundheitsschädlichen Feinstaubs in der Luft reduziert werden und dass auch für die besonders gefährlichen kleinen Feinstaubpartikel verbindliche Grenzwerte eingeführt werden.
#521Kampf gegen Pestizide Wir wollen ein Konzept zur Festlegung von sicheren Obergrenzen für Pestizidrückstände in Nahrungsmitteln.
#522Dabei muss die inzwischen übliche Mehrfachbelastung mit unterschiedlichen Pestizidrückständen endlich berücksichtigt werden.
#523Kinder und sensible Personengruppen müssen zum Maßstab werden, wenn die EU Rückstandshöchstmengen von Pestiziden in Nahrungsmitteln festlegt.
#524Wir wollen, dass die EU eine aktivere Rolle übernimmt, wenn es darum geht, die Menschen vor gefährlichen Pestiziden zu schützen: Gefährliche Pestizide müssen ganz klar verboten werden.
#525Von der Müll- zur Kreislaufwirtschaft Wir wollen weg von der Müll- und hin zu einer Kreislaufwirtschaft.
#526Für uns hat die Müllvermeidung oberste Priorität.
#527Ressourcen müssen geschont und unnötige Emissionen vermieden werden.
#528Wir wollen deshalb europaweit ambitionierte und verbindliche Zielvorgaben für die Müllvermeidung einführen und die Recyclingquoten weiter erhöhen.
#529Die europäische Umdeklaration von Müllverbrennungsanlagen zu Verwertungsanlagen lehnen wir ab.
#530Gegen den grenzüberschreitenden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 54 »Mülltourismus« werden wir entschieden vorgehen.
#531Mit der Einführung einer Bedarfsprüfung bei der Genehmigung von Müllverbrennungsanlagen wollen wir außerdem den weiteren Ausbau von regionalen Überkapazitäten verhindern.
#532Bestehende Müllverbrennungsanlagen müssen regelmäßig an den Stand der besten verfügbaren Technik angepasst werden.
#533Vielfalt auf dem Acker – freies Saatgut Vielfalt ist unabdingbar, um die Ernährungssicherheit in einer sich wandelnden Umwelt gewährleisten zu können.
#534Die EU-Programme zur Erhaltung der genetischen Ressourcen sind jedoch unzureichend und lassen kleinere Initiativen, die sich dem Erhalt der pflanzen- und tiergenetischen Vielfalt verschrieben haben, nicht zum Zuge kommen.
#535Landwirtinnen und Landwirte, sowie Gärtnerinnen und Gärtner, die traditionelle Sorten anbauen und vermarkten wollen, dürfen nicht in die Illegalität gedrängt werden.
#536Wir setzen uns ein für Gesetzesrahmen und Förderprogramme, die die genetische Vielfalt als Lebensgrundlage fördern.
#537Kein Patent auf Leben – Überarbeitung der Biopatentrichtlinie Wir wollen der Patenterteilungspraxis des Europäischen Patentamtes endlich Grenzen setzen und fordern die Überarbeitung der umstrittenen und veralteten EU-Biopatentrichtlinie, damit nicht weiter Patente auf Leben vergeben werden können.
#538Denn auf dieser Grundlage erteilt das Europäische Patentamt seine Patente und nutzt dabei Schlupflöcher, wie für die Patenterteilung auf biologische Züchtungsverfahren.
#539Diese Entwicklung sorgt langfristig für einen unzulässigen Monopolanspruch weniger Konzerne auf Pflanzen und Tiere, schränkt die Züchtung ein und entzieht der Landwirtschaft ihre Produktionsgrundlage.
#540BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 55 Rechtsrahmen für Anwendung der Nanotechnologie schaffen Schleichend und ohne öffentliche Debatte kommen Nanotechnologien zunehmend zum Einsatz.
#541Diese Technologien bergen große Chancen aber auch große Risiken.
#542Besonders in verbrauchernahen Bereichen wie Lebensmitteln, Kosmetika oder Textilien wollen wir möglichen Gefahren frühestmöglich und entschieden begegnen, um eine Wiederholung des Asbest-Desasters zu wiederholen.
#543Nanopartikel können besonders tief in die Haut eindringen, die Blut-Hirn-Schranke überwinden und noch nicht abschätzbare Reaktionen beim Menschen und anderen Organismen hervorrufen.
#544Wir GRÜNEN setzen uns ein für eine breite Debatte über alle Anwendungen der Nanotechnologie und die strikte Umsetzung des Vorsorgeprinzips.
#545Es gilt einen nanospezifischen Rechtsrahmen zu schaffen und der unkontrollierten und ungeprüften Vermarktung von Nanoprodukten Einhalt zu gebieten.
#546Nanoprodukte im verbrauchernahen Bereich dürfen solange nicht auf den Markt, bis geeignete Testmethoden zur Verfügung stehen und Risiken zweifelsfrei ausgeschlossen werden können.
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