Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#508
Die Versiegelung der Fläche ist weiterhin ein Problem von höchster Dringlichkeit.
#509
Fortschritte, dem Verlust wertvoller Flächen Einhalt zu gebieten, sind nicht zu erkennen.
#510
So hat alleine Deutschland einen Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche von durchschnittlich 113 Hektar pro Tag.
#511
Dieses entspricht mehr als 150 Fußballfeldern.
#512
Im Kampf gegen den rasanten Flächenverbrauch kann die Prioritätensetzung nur lauten: Ernährungssicherung und Erhalt der biologischen Vielfalt vor gewerblicher Versiegelung um jeden Preis sowie intensives Flächenrecycling.
#513
Besserer Schutz vor gefährlichen Stoffen Die EU-Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt vor toxischen Substanzen hinken den Gefahren hinterher.
#514
Wir lehnen die Verwendung von riskanten Stoffen in Lebensmitteln, Kosmetika, Kinderspielzeug und anderen Alltagsprodukten ab.
#515
Wir setzen uns für eine konsequente Umsetzung der EU-Chemika- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 53 lienpolitik REACH und eine Verbesserung der Auskunftsrechte über gefährliche Produkte ein.
#516
Starker Umweltschutz ist präventive Gesundheitspolitik.
#517
Der besondere Schutz sensibler Gruppen, wie Kinder, steht für uns an erster Stelle.
#518
Wir brauchen mehr Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren durch Chemiebelastung und mehr Mittel zu ihrer Erforschung.
#519
Und wir brauchen bessere Unterstützung für Betroffene.
#520
Wir wollen erreichen, dass die Konzentrationen des gesundheitsschädlichen Feinstaubs in der Luft reduziert werden und dass auch für die besonders gefährlichen kleinen Feinstaubpartikel verbindliche Grenzwerte eingeführt werden.
#521
Kampf gegen Pestizide Wir wollen ein Konzept zur Festlegung von sicheren Obergrenzen für Pestizidrückstände in Nahrungsmitteln.
#522
Dabei muss die inzwischen übliche Mehrfachbelastung mit unterschiedlichen Pestizidrückständen endlich berücksichtigt werden.
#523
Kinder und sensible Personengruppen müssen zum Maßstab werden, wenn die EU Rückstandshöchstmengen von Pestiziden in Nahrungsmitteln festlegt.
#524
Wir wollen, dass die EU eine aktivere Rolle übernimmt, wenn es darum geht, die Menschen vor gefährlichen Pestiziden zu schützen: Gefährliche Pestizide müssen ganz klar verboten werden.
#525
Von der Müll- zur Kreislaufwirtschaft Wir wollen weg von der Müll- und hin zu einer Kreislaufwirtschaft.
#526
Für uns hat die Müllvermeidung oberste Priorität.
#527
Ressourcen müssen geschont und unnötige Emissionen vermieden werden.
#528
Wir wollen deshalb europaweit ambitionierte und verbindliche Zielvorgaben für die Müllvermeidung einführen und die Recyclingquoten weiter erhöhen.
#529
Die europäische Umdeklaration von Müllverbrennungsanlagen zu Verwertungsanlagen lehnen wir ab.
#530
Gegen den grenzüberschreitenden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 54 »Mülltourismus« werden wir entschieden vorgehen.
#531
Mit der Einführung einer Bedarfsprüfung bei der Genehmigung von Müllverbrennungsanlagen wollen wir außerdem den weiteren Ausbau von regionalen Überkapazitäten verhindern.
#532
Bestehende Müllverbrennungsanlagen müssen regelmäßig an den Stand der besten verfügbaren Technik angepasst werden.
#533
Vielfalt auf dem Acker – freies Saatgut Vielfalt ist unabdingbar, um die Ernährungssicherheit in einer sich wandelnden Umwelt gewährleisten zu können.
#534
Die EU-Programme zur Erhaltung der genetischen Ressourcen sind jedoch unzureichend und lassen kleinere Initiativen, die sich dem Erhalt der pflanzen- und tiergenetischen Vielfalt verschrieben haben, nicht zum Zuge kommen.
#535
Landwirtinnen und Landwirte, sowie Gärtnerinnen und Gärtner, die traditionelle Sorten anbauen und vermarkten wollen, dürfen nicht in die Illegalität gedrängt werden.
#536
Wir setzen uns ein für Gesetzesrahmen und Förderprogramme, die die genetische Vielfalt als Lebensgrundlage fördern.
#537
Kein Patent auf Leben – Überarbeitung der Biopatentrichtlinie Wir wollen der Patenterteilungspraxis des Europäischen Patentamtes endlich Grenzen setzen und fordern die Überarbeitung der umstrittenen und veralteten EU-Biopatentrichtlinie, damit nicht weiter Patente auf Leben vergeben werden können.
#538
Denn auf dieser Grundlage erteilt das Europäische Patentamt seine Patente und nutzt dabei Schlupflöcher, wie für die Patenterteilung auf biologische Züchtungsverfahren.


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