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vom 01.03.2026 PDF
#503
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Böden schützen, nicht belasten Wir wollen eine europäische Richtlinie für Bodenschutz, die ihren Namen auch verdient.
#504Es braucht eine europäische Antwort auf die zunehmende Verschlechterung der Bodenqualität, denn alle EU-Mitgliedstaaten haben dieselben Probleme mit dem Verlust fruchtbarer Böden durch Versiegelung, Verschmutzung, Erosion, Humusverlust und Austrocknung.
#505Gute Bodenqualität braucht einheitliche und hohe Standards in ganz Europa.
#506In der zurückliegenden Wahlperiode ist die Verabschiedung europaweiter Schutzreglungen vor allem am massiven Widerstand aus Deutschland gescheitert.
#507Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Interessen von Bauernverbänden und Bodenspekulanten geschützt, aber nicht die Böden.
#508Die Versiegelung der Fläche ist weiterhin ein Problem von höchster Dringlichkeit.
#509Fortschritte, dem Verlust wertvoller Flächen Einhalt zu gebieten, sind nicht zu erkennen.
#510So hat alleine Deutschland einen Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche von durchschnittlich 113 Hektar pro Tag.
#511Dieses entspricht mehr als 150 Fußballfeldern.
#512Im Kampf gegen den rasanten Flächenverbrauch kann die Prioritätensetzung nur lauten: Ernährungssicherung und Erhalt der biologischen Vielfalt vor gewerblicher Versiegelung um jeden Preis sowie intensives Flächenrecycling.
#513Besserer Schutz vor gefährlichen Stoffen Die EU-Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt vor toxischen Substanzen hinken den Gefahren hinterher.
#514Wir lehnen die Verwendung von riskanten Stoffen in Lebensmitteln, Kosmetika, Kinderspielzeug und anderen Alltagsprodukten ab.
#515Wir setzen uns für eine konsequente Umsetzung der EU-Chemika- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 53 lienpolitik REACH und eine Verbesserung der Auskunftsrechte über gefährliche Produkte ein.
#516Starker Umweltschutz ist präventive Gesundheitspolitik.
#517Der besondere Schutz sensibler Gruppen, wie Kinder, steht für uns an erster Stelle.
#518Wir brauchen mehr Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren durch Chemiebelastung und mehr Mittel zu ihrer Erforschung.
#519Und wir brauchen bessere Unterstützung für Betroffene.
#520Wir wollen erreichen, dass die Konzentrationen des gesundheitsschädlichen Feinstaubs in der Luft reduziert werden und dass auch für die besonders gefährlichen kleinen Feinstaubpartikel verbindliche Grenzwerte eingeführt werden.
#521Kampf gegen Pestizide Wir wollen ein Konzept zur Festlegung von sicheren Obergrenzen für Pestizidrückstände in Nahrungsmitteln.
#522Dabei muss die inzwischen übliche Mehrfachbelastung mit unterschiedlichen Pestizidrückständen endlich berücksichtigt werden.
#523Kinder und sensible Personengruppen müssen zum Maßstab werden, wenn die EU Rückstandshöchstmengen von Pestiziden in Nahrungsmitteln festlegt.
#524Wir wollen, dass die EU eine aktivere Rolle übernimmt, wenn es darum geht, die Menschen vor gefährlichen Pestiziden zu schützen: Gefährliche Pestizide müssen ganz klar verboten werden.
#525Von der Müll- zur Kreislaufwirtschaft Wir wollen weg von der Müll- und hin zu einer Kreislaufwirtschaft.
#526Für uns hat die Müllvermeidung oberste Priorität.
#527Ressourcen müssen geschont und unnötige Emissionen vermieden werden.
#528Wir wollen deshalb europaweit ambitionierte und verbindliche Zielvorgaben für die Müllvermeidung einführen und die Recyclingquoten weiter erhöhen.
#529Die europäische Umdeklaration von Müllverbrennungsanlagen zu Verwertungsanlagen lehnen wir ab.
#530Gegen den grenzüberschreitenden BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 54 »Mülltourismus« werden wir entschieden vorgehen.
#531Mit der Einführung einer Bedarfsprüfung bei der Genehmigung von Müllverbrennungsanlagen wollen wir außerdem den weiteren Ausbau von regionalen Überkapazitäten verhindern.
#532Bestehende Müllverbrennungsanlagen müssen regelmäßig an den Stand der besten verfügbaren Technik angepasst werden.
#533Vielfalt auf dem Acker – freies Saatgut Vielfalt ist unabdingbar, um die Ernährungssicherheit in einer sich wandelnden Umwelt gewährleisten zu können.
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