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vom 01.03.2026 PDF
#494
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kologische und tiergerechte Verfahren werden damit in die Nische gedrängt – sie sollten aber zur Regel werden.
#495Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass EU-Mittel im Rahmen eines transparenten Verfahrens qualifiziert vergeben werden.
#496kologische Praxis, die Schaffung von Arbeitsplätzen, tiergerechte Haltungsverfahren und herausragende Leistungen bei klimaverträglicher Bewirtschaftung sowie Innovation im Klimaschutz müssen gefördert werden.
#497Wir haben wesentlich dazu beigetragen, dass Europas Landwirtschaft kleine Schritte in Richtung Ökologie gegangen ist, wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen.
#498Wir setzen uns auch dafür ein, dass weder bei uns noch in Entwicklungsländern bäuerliche Existenzen durch subventionierte Überproduktion oder Exporte zerstört werden.
#499Zudem ist es erforderlich, dass ErzeugerInnen und ihre Organisationen einen rechtlichen Rahmen haben, um ihre Erzeugungsmenge flexibel dem Bedarf anpassen zu können - damit faire Preise möglich sind und Überproduktion vermieden wird.
#500Parlamentarische Kontrolle und Transparenz in der Agrarpolitik Wir wollen mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten und die damit verbundene Transparenz, um den notwendigen Umbau von einer agrarindustriellen zu einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft und einen vernünftigen Agrarhaushalt Wirklichkeit werden zu lassen.
#501Für mehr demokratische Rechte in der Agrarpolitik braucht es das Europäische Parlament und den Reformvertrag von Lissabon.
#502Solange dieser nicht ratifiziert ist, gibt es keine parlamentarische Mitentscheidung und die natio- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 52 nalen Regierungen können weiter hinter verschlossenen Türen klüngeln.
#503Böden schützen, nicht belasten Wir wollen eine europäische Richtlinie für Bodenschutz, die ihren Namen auch verdient.
#504Es braucht eine europäische Antwort auf die zunehmende Verschlechterung der Bodenqualität, denn alle EU-Mitgliedstaaten haben dieselben Probleme mit dem Verlust fruchtbarer Böden durch Versiegelung, Verschmutzung, Erosion, Humusverlust und Austrocknung.
#505Gute Bodenqualität braucht einheitliche und hohe Standards in ganz Europa.
#506In der zurückliegenden Wahlperiode ist die Verabschiedung europaweiter Schutzreglungen vor allem am massiven Widerstand aus Deutschland gescheitert.
#507Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Interessen von Bauernverbänden und Bodenspekulanten geschützt, aber nicht die Böden.
#508Die Versiegelung der Fläche ist weiterhin ein Problem von höchster Dringlichkeit.
#509Fortschritte, dem Verlust wertvoller Flächen Einhalt zu gebieten, sind nicht zu erkennen.
#510So hat alleine Deutschland einen Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche von durchschnittlich 113 Hektar pro Tag.
#511Dieses entspricht mehr als 150 Fußballfeldern.
#512Im Kampf gegen den rasanten Flächenverbrauch kann die Prioritätensetzung nur lauten: Ernährungssicherung und Erhalt der biologischen Vielfalt vor gewerblicher Versiegelung um jeden Preis sowie intensives Flächenrecycling.
#513Besserer Schutz vor gefährlichen Stoffen Die EU-Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt vor toxischen Substanzen hinken den Gefahren hinterher.
#514Wir lehnen die Verwendung von riskanten Stoffen in Lebensmitteln, Kosmetika, Kinderspielzeug und anderen Alltagsprodukten ab.
#515Wir setzen uns für eine konsequente Umsetzung der EU-Chemika- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 53 lienpolitik REACH und eine Verbesserung der Auskunftsrechte über gefährliche Produkte ein.
#516Starker Umweltschutz ist präventive Gesundheitspolitik.
#517Der besondere Schutz sensibler Gruppen, wie Kinder, steht für uns an erster Stelle.
#518Wir brauchen mehr Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren durch Chemiebelastung und mehr Mittel zu ihrer Erforschung.
#519Und wir brauchen bessere Unterstützung für Betroffene.
#520Wir wollen erreichen, dass die Konzentrationen des gesundheitsschädlichen Feinstaubs in der Luft reduziert werden und dass auch für die besonders gefährlichen kleinen Feinstaubpartikel verbindliche Grenzwerte eingeführt werden.
#521Kampf gegen Pestizide Wir wollen ein Konzept zur Festlegung von sicheren Obergrenzen für Pestizidrückstände in Nahrungsmitteln.
#522Dabei muss die inzwischen übliche Mehrfachbelastung mit unterschiedlichen Pestizidrückständen endlich berücksichtigt werden.
#523Kinder und sensible Personengruppen müssen zum Maßstab werden, wenn die EU Rückstandshöchstmengen von Pestiziden in Nahrungsmitteln festlegt.
#524Wir wollen, dass die EU eine aktivere Rolle übernimmt, wenn es darum geht, die Menschen vor gefährlichen Pestiziden zu schützen: Gefährliche Pestizide müssen ganz klar verboten werden.
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