Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#488
Wir wollen ein Verbandsklagerecht in der EU, damit nicht mehr nur Einzelbürgerinnen und -bürger gegen Versäumnisse auf nationaler oder lokaler Ebene klagen können, wie es erfolgreich im Falle der Klage gegen die Feinstaubbelastung in München der Fall war.
#489
In den vergangenen Jahren haben auf europäischer Ebene zahlreiche Gesetzgebungsverfahren, gerade auf Druck der GRÜ- NEN, zu erheblichen Verbesserungen geführt.
#490
Auf nationaler Ebene fehlt jedoch bis heute in vielen Fällen die Umsetzung.
#491
Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass der in Göteborg 2001 gestartete EU-Nachhaltigkeitsprozess konsequent und gleichberechtigt zur Lissabon-Strategie weiterentwickelt wird und seine Ziele stärker in den nationalen Politiken verwirklicht werden.
#492
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 51 Ökologische und soziale Nachhaltigkeit zur Regel machen Wir wollen eine zukunftsfähige europäische Agrarpolitik, die auf einer nachhaltigen Wirtschafts- und Ernährungsweise basiert, also einen Ausstieg aus der alten Subventionslogik.
#493
Die derzeitige Agrarpolitik fördert eine industrialisierte Landwirtschaft.
#494
kologische und tiergerechte Verfahren werden damit in die Nische gedrängt – sie sollten aber zur Regel werden.
#495
Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass EU-Mittel im Rahmen eines transparenten Verfahrens qualifiziert vergeben werden.
#496
kologische Praxis, die Schaffung von Arbeitsplätzen, tiergerechte Haltungsverfahren und herausragende Leistungen bei klimaverträglicher Bewirtschaftung sowie Innovation im Klimaschutz müssen gefördert werden.
#497
Wir haben wesentlich dazu beigetragen, dass Europas Landwirtschaft kleine Schritte in Richtung Ökologie gegangen ist, wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen.
#498
Wir setzen uns auch dafür ein, dass weder bei uns noch in Entwicklungsländern bäuerliche Existenzen durch subventionierte Überproduktion oder Exporte zerstört werden.
#499
Zudem ist es erforderlich, dass ErzeugerInnen und ihre Organisationen einen rechtlichen Rahmen haben, um ihre Erzeugungsmenge flexibel dem Bedarf anpassen zu können - damit faire Preise möglich sind und Überproduktion vermieden wird.
#500
Parlamentarische Kontrolle und Transparenz in der Agrarpolitik Wir wollen mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten und die damit verbundene Transparenz, um den notwendigen Umbau von einer agrarindustriellen zu einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft und einen vernünftigen Agrarhaushalt Wirklichkeit werden zu lassen.
#501
Für mehr demokratische Rechte in der Agrarpolitik braucht es das Europäische Parlament und den Reformvertrag von Lissabon.
#502
Solange dieser nicht ratifiziert ist, gibt es keine parlamentarische Mitentscheidung und die natio- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 52 nalen Regierungen können weiter hinter verschlossenen Türen klüngeln.
#503
Böden schützen, nicht belasten Wir wollen eine europäische Richtlinie für Bodenschutz, die ihren Namen auch verdient.
#504
Es braucht eine europäische Antwort auf die zunehmende Verschlechterung der Bodenqualität, denn alle EU-Mitgliedstaaten haben dieselben Probleme mit dem Verlust fruchtbarer Böden durch Versiegelung, Verschmutzung, Erosion, Humusverlust und Austrocknung.
#505
Gute Bodenqualität braucht einheitliche und hohe Standards in ganz Europa.
#506
In der zurückliegenden Wahlperiode ist die Verabschiedung europaweiter Schutzreglungen vor allem am massiven Widerstand aus Deutschland gescheitert.
#507
Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Interessen von Bauernverbänden und Bodenspekulanten geschützt, aber nicht die Böden.
#508
Die Versiegelung der Fläche ist weiterhin ein Problem von höchster Dringlichkeit.
#509
Fortschritte, dem Verlust wertvoller Flächen Einhalt zu gebieten, sind nicht zu erkennen.
#510
So hat alleine Deutschland einen Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche von durchschnittlich 113 Hektar pro Tag.
#511
Dieses entspricht mehr als 150 Fußballfeldern.
#512
Im Kampf gegen den rasanten Flächenverbrauch kann die Prioritätensetzung nur lauten: Ernährungssicherung und Erhalt der biologischen Vielfalt vor gewerblicher Versiegelung um jeden Preis sowie intensives Flächenrecycling.
#513
Besserer Schutz vor gefährlichen Stoffen Die EU-Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt vor toxischen Substanzen hinken den Gefahren hinterher.
#514
Wir lehnen die Verwendung von riskanten Stoffen in Lebensmitteln, Kosmetika, Kinderspielzeug und anderen Alltagsprodukten ab.
#515
Wir setzen uns für eine konsequente Umsetzung der EU-Chemika- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 53 lienpolitik REACH und eine Verbesserung der Auskunftsrechte über gefährliche Produkte ein.
#516
Starker Umweltschutz ist präventive Gesundheitspolitik.
#517
Der besondere Schutz sensibler Gruppen, wie Kinder, steht für uns an erster Stelle.
#518
Wir brauchen mehr Aufklärung über die gesundheitlichen Gefahren durch Chemiebelastung und mehr Mittel zu ihrer Erforschung.


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