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vom 01.03.2026 PDF
#480
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Das bedeutet, dass wir ein europäisches Schutzgebiet haben, das rund BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 50 900.
#481Quadratkilometer groß ist – eine gute Voraussetzung, den Verlust von Biodiversität aufzuhalten, aber nur der Anfang einer europäischen Politik zum Schutz der Natur.
#482Wir GRÜNE fordern eine Stärkung des Natura 2000-Netzes, insbesondere durch einen stärkeren Schutz, langfristige Finanzierungsmechanismen sowie umfassende Management- und Monitoringsysteme.
#483Das Natura-2000-Netzwerk alleine kann den Rückgang der biologischen Vielfalt nicht aufhalten.
#484Deshalb ist es essentiell wichtig, die einzelnen Natura-2000-Gebiete miteinander – zum Beispiel durch ein Wildwegenetz – zu verbinden.
#485Den Schutz biologischer Vielfalt als Querschnittsaufgabe begreifen, heißt auch, dass außerhalb der gekennzeichneten Schutzgebiete der Erhalt der biologischen Vielfalt hohe Priorität genießt.
#486Dazu ist auch ein Paradigmenwechsel hin zu einer nachhaltigen Landnutzung nötig.
#487Umweltrecht umsetzen, Verbandsklagerecht einführen, Nachhaltigkeit stärken Wir wollen, dass gemäß der Aarhus-Konvention durch eine entsprechende Richtlinie einen umfassenden Zugang für Bürgerinnen und Bürger zu Gerichten ermöglichen.
#488Wir wollen ein Verbandsklagerecht in der EU, damit nicht mehr nur Einzelbürgerinnen und -bürger gegen Versäumnisse auf nationaler oder lokaler Ebene klagen können, wie es erfolgreich im Falle der Klage gegen die Feinstaubbelastung in München der Fall war.
#489In den vergangenen Jahren haben auf europäischer Ebene zahlreiche Gesetzgebungsverfahren, gerade auf Druck der GRÜ- NEN, zu erheblichen Verbesserungen geführt.
#490Auf nationaler Ebene fehlt jedoch bis heute in vielen Fällen die Umsetzung.
#491Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass der in Göteborg 2001 gestartete EU-Nachhaltigkeitsprozess konsequent und gleichberechtigt zur Lissabon-Strategie weiterentwickelt wird und seine Ziele stärker in den nationalen Politiken verwirklicht werden.
#492BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 51 Ökologische und soziale Nachhaltigkeit zur Regel machen Wir wollen eine zukunftsfähige europäische Agrarpolitik, die auf einer nachhaltigen Wirtschafts- und Ernährungsweise basiert, also einen Ausstieg aus der alten Subventionslogik.
#493Die derzeitige Agrarpolitik fördert eine industrialisierte Landwirtschaft.
#494kologische und tiergerechte Verfahren werden damit in die Nische gedrängt – sie sollten aber zur Regel werden.
#495Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass EU-Mittel im Rahmen eines transparenten Verfahrens qualifiziert vergeben werden.
#496kologische Praxis, die Schaffung von Arbeitsplätzen, tiergerechte Haltungsverfahren und herausragende Leistungen bei klimaverträglicher Bewirtschaftung sowie Innovation im Klimaschutz müssen gefördert werden.
#497Wir haben wesentlich dazu beigetragen, dass Europas Landwirtschaft kleine Schritte in Richtung Ökologie gegangen ist, wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen.
#498Wir setzen uns auch dafür ein, dass weder bei uns noch in Entwicklungsländern bäuerliche Existenzen durch subventionierte Überproduktion oder Exporte zerstört werden.
#499Zudem ist es erforderlich, dass ErzeugerInnen und ihre Organisationen einen rechtlichen Rahmen haben, um ihre Erzeugungsmenge flexibel dem Bedarf anpassen zu können - damit faire Preise möglich sind und Überproduktion vermieden wird.
#500Parlamentarische Kontrolle und Transparenz in der Agrarpolitik Wir wollen mehr Mitentscheidungsmöglichkeiten und die damit verbundene Transparenz, um den notwendigen Umbau von einer agrarindustriellen zu einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft und einen vernünftigen Agrarhaushalt Wirklichkeit werden zu lassen.
#501Für mehr demokratische Rechte in der Agrarpolitik braucht es das Europäische Parlament und den Reformvertrag von Lissabon.
#502Solange dieser nicht ratifiziert ist, gibt es keine parlamentarische Mitentscheidung und die natio- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 52 nalen Regierungen können weiter hinter verschlossenen Türen klüngeln.
#503Böden schützen, nicht belasten Wir wollen eine europäische Richtlinie für Bodenschutz, die ihren Namen auch verdient.
#504Es braucht eine europäische Antwort auf die zunehmende Verschlechterung der Bodenqualität, denn alle EU-Mitgliedstaaten haben dieselben Probleme mit dem Verlust fruchtbarer Böden durch Versiegelung, Verschmutzung, Erosion, Humusverlust und Austrocknung.
#505Gute Bodenqualität braucht einheitliche und hohe Standards in ganz Europa.
#506In der zurückliegenden Wahlperiode ist die Verabschiedung europaweiter Schutzreglungen vor allem am massiven Widerstand aus Deutschland gescheitert.
#507Die schwarz-rote Bundesregierung hat die Interessen von Bauernverbänden und Bodenspekulanten geschützt, aber nicht die Böden.
#508Die Versiegelung der Fläche ist weiterhin ein Problem von höchster Dringlichkeit.
#509Fortschritte, dem Verlust wertvoller Flächen Einhalt zu gebieten, sind nicht zu erkennen.
#510So hat alleine Deutschland einen Flächenverbrauch für Siedlungs- und Verkehrsfläche von durchschnittlich 113 Hektar pro Tag.
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