Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#465
Die EU hat sich in der Vergangenheit immer auch als Impulsgeber erwiesen und zum Teil Regelungen erlassen, die über Standards ihrer Mitgliedstaaten lagen.
#466
Immer wieder war es das Europäische Parlament, das – oft auf Initiative der GRÜNEN- Fraktion – für die fortschrittlichen und weitergehenden Regelungen in der Umweltpolitik gegenüber Europäischem Rat und der Europäischen Kommission gekämpft hat.
#467
Ohne uns GRÜNE gäbe es beispielsweise kein Verbot von krebserregenden- oder erbgutschädigenden Pestiziden in der Landwirtschaft.
#468
Der Schutz von Natur und menschlicher Gesundheit ist keine überflüssige Bürokratie, wie der europäische Bürokratieabbauexperte Edmund Stoiber weismachen will.
#469
Wir setzen Umwelt und Verbraucherschutz nicht gegen die Wirtschaft, sondern verankern beides als Querschnittsthema in den EUPolitiken.
#470
Natur schützen, biologische Vielfalt erhalten Wir wollen die Natur und die biologische Vielfalt schützen.
#471
In der öffentlichen Debatte spielt der Verlust der biologischen Vielfalt kaum eine Rolle, dabei geschieht er vor unseren Augen: In Europa sind bis zu 24 Prozent aller Schmetterlinge, Vögel und Säugetiere bereits ausgestorben, jeden Tag sterben weltweit 150 Arten aus.
#472
Entlang den Zielen der UN-Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) unterstützen wir GRÜNE aus vollen Kräften den Schutz der biologischen Vielfalt um ihrer selbst willen, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und ihrer Lebensgrundlagen sowie die gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen.
#473
Eine intakte Umwelt ist für uns Lebensgrundlage und hat einen nicht zu beziffernden Nutzen und Wert.
#474
Wir stehen für eine Politik und für eine gesellschaftliche Haltung, die Schutz und nachhaltige Nutzung unserer natürlichen Lebensgrundlagen vereint.
#475
Einseitige Maßnahmen, die sich nur auf den Schutz einer gesonderten Art beziehen, greifen zu kurz.
#476
Wir fordern deshalb die Integration des Biodiversitätsschutzes in alle Politikbereiche.
#477
Dazu ist ein systematischer Ansatz notwendig.
#478
Es gilt, Biodiversitätspolitik als Querschnittsaufgabe zu verstehen und konsequent umzusetzen.
#479
Fast 20 Prozent der Gesamtfläche der Europäischen Union sind heute sogenannte Natura-2000-Gebiete.
#480
Das bedeutet, dass wir ein europäisches Schutzgebiet haben, das rund BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 50 900.
#481
Quadratkilometer groß ist – eine gute Voraussetzung, den Verlust von Biodiversität aufzuhalten, aber nur der Anfang einer europäischen Politik zum Schutz der Natur.
#482
Wir GRÜNE fordern eine Stärkung des Natura 2000-Netzes, insbesondere durch einen stärkeren Schutz, langfristige Finanzierungsmechanismen sowie umfassende Management- und Monitoringsysteme.
#483
Das Natura-2000-Netzwerk alleine kann den Rückgang der biologischen Vielfalt nicht aufhalten.
#484
Deshalb ist es essentiell wichtig, die einzelnen Natura-2000-Gebiete miteinander – zum Beispiel durch ein Wildwegenetz – zu verbinden.
#485
Den Schutz biologischer Vielfalt als Querschnittsaufgabe begreifen, heißt auch, dass außerhalb der gekennzeichneten Schutzgebiete der Erhalt der biologischen Vielfalt hohe Priorität genießt.
#486
Dazu ist auch ein Paradigmenwechsel hin zu einer nachhaltigen Landnutzung nötig.
#487
Umweltrecht umsetzen, Verbandsklagerecht einführen, Nachhaltigkeit stärken Wir wollen, dass gemäß der Aarhus-Konvention durch eine entsprechende Richtlinie einen umfassenden Zugang für Bürgerinnen und Bürger zu Gerichten ermöglichen.
#488
Wir wollen ein Verbandsklagerecht in der EU, damit nicht mehr nur Einzelbürgerinnen und -bürger gegen Versäumnisse auf nationaler oder lokaler Ebene klagen können, wie es erfolgreich im Falle der Klage gegen die Feinstaubbelastung in München der Fall war.
#489
In den vergangenen Jahren haben auf europäischer Ebene zahlreiche Gesetzgebungsverfahren, gerade auf Druck der GRÜ- NEN, zu erheblichen Verbesserungen geführt.
#490
Auf nationaler Ebene fehlt jedoch bis heute in vielen Fällen die Umsetzung.
#491
Wir GRÜNEN setzen uns dafür ein, dass der in Göteborg 2001 gestartete EU-Nachhaltigkeitsprozess konsequent und gleichberechtigt zur Lissabon-Strategie weiterentwickelt wird und seine Ziele stärker in den nationalen Politiken verwirklicht werden.
#492
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 51 Ökologische und soziale Nachhaltigkeit zur Regel machen Wir wollen eine zukunftsfähige europäische Agrarpolitik, die auf einer nachhaltigen Wirtschafts- und Ernährungsweise basiert, also einen Ausstieg aus der alten Subventionslogik.
#493
Die derzeitige Agrarpolitik fördert eine industrialisierte Landwirtschaft.
#494
kologische und tiergerechte Verfahren werden damit in die Nische gedrängt – sie sollten aber zur Regel werden.
#495
Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass EU-Mittel im Rahmen eines transparenten Verfahrens qualifiziert vergeben werden.


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