Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#443
Deshalb setzen wir auf eine Politik, die den Gedanken der Nachhaltigkeit ernst nimmt und kein bloßer Reparaturbetrieb ist.
#444
Unsere Umwelt ist nicht nur vom Klimawandel bedroht: Rohstoffe werden oft ohne Rücksicht auf den Ressourcenschutz abgebaut, Flächen werden versiegelt und jeden Tag stirbt ein Stück Natur.
#445
Luft, Wasser und Boden sind in Europa nach wie vor durch die Art und Weise, wie wir produzieren und verbrauchen, Landwirtschaft betreiben und unsere Mobilität organisieren, belastet – oftmals befeuert durch eine falsche EU-Politik.
#446
Der dramatische aber häufig unbemerkte Verlust von Arten von Tieren, Pflanzen und anderen Organismen ist eine globale Katastrophe, die irreversible Schäden erzeugt.
#447
Denn ausgerottete Arten und Biotope kommen nicht wieder.
#448
Und die Auswirkungen dieser Verluste betreffen uns alle.
#449
Erst die Vielfalt der Natur macht unsere Erde zu diesem einzigartigen Lebensraum.
#450
Wir wollen diesen Negativ-Trend aufhalten und umkehren.
#451
Denn der Schutz der Natur und die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen leiten unser politisches Handeln.
#452
Unsere Politik der Nachhaltigkeit stellt den Schutz von Ver- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 48 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 49 braucherinnen und Verbrauchern ins Zentrum.
#453
Denn steigende Umweltbelastungen machen Menschen krank.
#454
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN stehen für eine Politik, die die Gesundheit schützt und diese gegen jedwede Attacken von Lobbygruppen verteidigt.
#455
Die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln und ökologisch verträglichen Produkten gibt uns Recht: Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher will weder Gentechnik noch Chemie auf dem Teller.
#456
Dies ist nur eine der Herausforderungen, denen eine reformierte Europäische Agrarpolitik Rechnung tragen muss.
#457
Der Klimawandel und die weltweite Verknappung der Rohstoffe, des fruchtbaren Ackerlandes und des Wassers verlangen eine umgehende und weitreichende Neuausrichtung.
#458
Trotz Reformen steht die EU-Agrarpolitik weiterhin für eine Industrialisierung der Landwirtschaft.
#459
Quälerische Massentierhaltung, Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden sind dabei immer noch die Regel.
#460
Hinzu kommt eine gigantische Wasser- und Flächenverschwendung, die auch hervorgerufen wird durch übermäßigen Fleischkonsum.
#461
Vor allem Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern leiden unter den Folgen dieser falschen Politik, und die Zahl der Umweltflüchtlinge nimmt täglich zu.
#462
Gleichzeitig werden die Kosten für die Naturzerstörung in das Gesundheitswesen verlagert und belasten zukünftige Generationen.
#463
Unterstützt von der »großen Koalition« im Europäischen Parlament werden umweltschonende Wirtschaftsweisen wie der ökologischen Landbau und die artgerechte Tierhaltung in Nischen gedrängt.
#464
Weil die EU inzwischen rund 80 Prozent aller umweltpolitischen Regelungen in Deutschland bestimmt, muss es weiterhin starke GRÜNE geben, die im Interesse von Umwelt, Verbraucherinnen und Verbrauchern Politik machen.
#465
Die EU hat sich in der Vergangenheit immer auch als Impulsgeber erwiesen und zum Teil Regelungen erlassen, die über Standards ihrer Mitgliedstaaten lagen.
#466
Immer wieder war es das Europäische Parlament, das – oft auf Initiative der GRÜNEN- Fraktion – für die fortschrittlichen und weitergehenden Regelungen in der Umweltpolitik gegenüber Europäischem Rat und der Europäischen Kommission gekämpft hat.
#467
Ohne uns GRÜNE gäbe es beispielsweise kein Verbot von krebserregenden- oder erbgutschädigenden Pestiziden in der Landwirtschaft.
#468
Der Schutz von Natur und menschlicher Gesundheit ist keine überflüssige Bürokratie, wie der europäische Bürokratieabbauexperte Edmund Stoiber weismachen will.
#469
Wir setzen Umwelt und Verbraucherschutz nicht gegen die Wirtschaft, sondern verankern beides als Querschnittsthema in den EUPolitiken.
#470
Natur schützen, biologische Vielfalt erhalten Wir wollen die Natur und die biologische Vielfalt schützen.
#471
In der öffentlichen Debatte spielt der Verlust der biologischen Vielfalt kaum eine Rolle, dabei geschieht er vor unseren Augen: In Europa sind bis zu 24 Prozent aller Schmetterlinge, Vögel und Säugetiere bereits ausgestorben, jeden Tag sterben weltweit 150 Arten aus.
#472
Entlang den Zielen der UN-Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) unterstützen wir GRÜNE aus vollen Kräften den Schutz der biologischen Vielfalt um ihrer selbst willen, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und ihrer Lebensgrundlagen sowie die gerechte Aufteilung der Vorteile aus der Nutzung genetischer Ressourcen.
#473
Eine intakte Umwelt ist für uns Lebensgrundlage und hat einen nicht zu beziffernden Nutzen und Wert.


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