Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#432
Die Zerstörung dieser wertvollen Ökosysteme – wie die weltweiten Urwälder – trägt zu etwa 25 Prozent zu den von Menschen produzierten Treibhausgasen bei.
#433
Es ist daher konsequent, den Schutz von Wäldern in die internationalen Klimaverhandlungen einzubeziehen.
#434
Zudem belegen der Stern-Report (2006) und der von der britischen Regierung erst kürzlich vorgelegte Elisch-Review »Climate Change: Financing Global Forests« (2008), dass die drastische Drosselung der weltweiten Entwaldung einer der kostengünstigsten Wege ist, zum Klimaschutz beizutragen.
#435
Schutz, Wiederherstellung, Management und Erweiterung von natürlichen CO2-Speichern und -Senken, insbesondere von Wäldern und Mooren, sind daher hinsichtlich ihrer quantitativen Bedeutung für die globale Treibhausgasbilanz zentrale Instrumente für den Klimaschutz.
#436
Der Import von Tropenhölzern muss untersagt werden, wenn die Herkunft nicht verlässlich nachgewiesen werden kann.
#437
Die EU braucht ein verbindliches Urwaldschutzgesetz und keine Sorgfaltspflichten für Holzhändler.
#438
Der grüne Weg für ökologische Erneuerung und gesundes Leben Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind Umwelt- und Verbraucherschutz eine Querschnittsaufgabe.
#439
Wir verstehen darunter den Natur- und Artenschutz genauso wie die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Verkehr, Klimaschutz und Energie.
#440
Umwelt- und Verbraucherschutz müssen in alle Bereiche wirken.
#441
Produktion und Verbrauch müssen so gestaltet werden, dass sie nicht heute die Lebenschancen von morgen zerstören.
#442
Wir wollen auf europäischer Ebene vorausschauend handeln, denn wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Welt mit vielen Entfaltungschancen hinterlassen und auch übermorgen noch erfolgreich sein.
#443
Deshalb setzen wir auf eine Politik, die den Gedanken der Nachhaltigkeit ernst nimmt und kein bloßer Reparaturbetrieb ist.
#444
Unsere Umwelt ist nicht nur vom Klimawandel bedroht: Rohstoffe werden oft ohne Rücksicht auf den Ressourcenschutz abgebaut, Flächen werden versiegelt und jeden Tag stirbt ein Stück Natur.
#445
Luft, Wasser und Boden sind in Europa nach wie vor durch die Art und Weise, wie wir produzieren und verbrauchen, Landwirtschaft betreiben und unsere Mobilität organisieren, belastet – oftmals befeuert durch eine falsche EU-Politik.
#446
Der dramatische aber häufig unbemerkte Verlust von Arten von Tieren, Pflanzen und anderen Organismen ist eine globale Katastrophe, die irreversible Schäden erzeugt.
#447
Denn ausgerottete Arten und Biotope kommen nicht wieder.
#448
Und die Auswirkungen dieser Verluste betreffen uns alle.
#449
Erst die Vielfalt der Natur macht unsere Erde zu diesem einzigartigen Lebensraum.
#450
Wir wollen diesen Negativ-Trend aufhalten und umkehren.
#451
Denn der Schutz der Natur und die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen leiten unser politisches Handeln.
#452
Unsere Politik der Nachhaltigkeit stellt den Schutz von Ver- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 48 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 49 braucherinnen und Verbrauchern ins Zentrum.
#453
Denn steigende Umweltbelastungen machen Menschen krank.
#454
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN stehen für eine Politik, die die Gesundheit schützt und diese gegen jedwede Attacken von Lobbygruppen verteidigt.
#455
Die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln und ökologisch verträglichen Produkten gibt uns Recht: Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher will weder Gentechnik noch Chemie auf dem Teller.
#456
Dies ist nur eine der Herausforderungen, denen eine reformierte Europäische Agrarpolitik Rechnung tragen muss.
#457
Der Klimawandel und die weltweite Verknappung der Rohstoffe, des fruchtbaren Ackerlandes und des Wassers verlangen eine umgehende und weitreichende Neuausrichtung.
#458
Trotz Reformen steht die EU-Agrarpolitik weiterhin für eine Industrialisierung der Landwirtschaft.
#459
Quälerische Massentierhaltung, Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden sind dabei immer noch die Regel.
#460
Hinzu kommt eine gigantische Wasser- und Flächenverschwendung, die auch hervorgerufen wird durch übermäßigen Fleischkonsum.
#461
Vor allem Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern leiden unter den Folgen dieser falschen Politik, und die Zahl der Umweltflüchtlinge nimmt täglich zu.
#462
Gleichzeitig werden die Kosten für die Naturzerstörung in das Gesundheitswesen verlagert und belasten zukünftige Generationen.


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