Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#421
In diesem Zusammenhang soll die EU eine energische Initiative zur Verankerung von Nachhaltigkeits- und Vorsorgeprinzipien in den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) ergreifen.
#422
Neben anspruchsvollen Standards bei der Bioenergie-Erzeugung wollen wir drohende Zielkonflikte auch durch ergänzende Maßnahmen entschärfen.
#423
So setzen wir uns für neue, innovative Finanzierungsinstrumente zur Stärkung des Urwaldschutzes und für eine Stärkung des europäischen Naturschutzrechts ein.
#424
Durch die Ausweitung der öffentlichen Entwicklungshilfe auf mindestens 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts wollen wir unseren Beitrag zur Bekämpfung des Hungerproblems leisten.
#425
Abfälle nutzen statt Regenwälder zu zerstören Wir wollen keine Konkurrenz zwischen Nahrungs- und Energieproduktion: Essen auf dem Teller hat Vorrang vor Sprit im Tank.
#426
Die landwirtschaftliche Produktion darf nicht zur Zerstörung der Regenwälder und dem Verlust der Artenvielfalt führen.
#427
Weil die Flächen, die zum nachhaltigen Anbau von Bioenergien zur Verfügung stehen, begrenzt sind, spielt Effizienz bei der Erzeugung und Nutzung eine entscheidende Rolle.
#428
Wir setzen deshalb verstärkt auf Ganzpflanzennutzung, Kaskadennutzung sowie die Erzeugung von Biogas statt weniger effizienter Flüssigtreibstoffe.
#429
Wir wollen vorrangig das energetische Potenzial nutzen, das Reststoffe und Abfälle etwa aus der Ernährungs- und Landwirtschaft bieten, sowie die Energiegewinnung aus Kläranlagen, Deponien und Grubengas.
#430
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 46 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 47 Schutz und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt Wir wollen durch den Erhalt der biologischen Vielfalt einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
#431
Lebensräume wie Wälder oder Moore binden große Mengen an CO2 und regulieren so unser Klima auf natürliche Weise.
#432
Die Zerstörung dieser wertvollen Ökosysteme – wie die weltweiten Urwälder – trägt zu etwa 25 Prozent zu den von Menschen produzierten Treibhausgasen bei.
#433
Es ist daher konsequent, den Schutz von Wäldern in die internationalen Klimaverhandlungen einzubeziehen.
#434
Zudem belegen der Stern-Report (2006) und der von der britischen Regierung erst kürzlich vorgelegte Elisch-Review »Climate Change: Financing Global Forests« (2008), dass die drastische Drosselung der weltweiten Entwaldung einer der kostengünstigsten Wege ist, zum Klimaschutz beizutragen.
#435
Schutz, Wiederherstellung, Management und Erweiterung von natürlichen CO2-Speichern und -Senken, insbesondere von Wäldern und Mooren, sind daher hinsichtlich ihrer quantitativen Bedeutung für die globale Treibhausgasbilanz zentrale Instrumente für den Klimaschutz.
#436
Der Import von Tropenhölzern muss untersagt werden, wenn die Herkunft nicht verlässlich nachgewiesen werden kann.
#437
Die EU braucht ein verbindliches Urwaldschutzgesetz und keine Sorgfaltspflichten für Holzhändler.
#438
Der grüne Weg für ökologische Erneuerung und gesundes Leben Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind Umwelt- und Verbraucherschutz eine Querschnittsaufgabe.
#439
Wir verstehen darunter den Natur- und Artenschutz genauso wie die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Verkehr, Klimaschutz und Energie.
#440
Umwelt- und Verbraucherschutz müssen in alle Bereiche wirken.
#441
Produktion und Verbrauch müssen so gestaltet werden, dass sie nicht heute die Lebenschancen von morgen zerstören.
#442
Wir wollen auf europäischer Ebene vorausschauend handeln, denn wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Welt mit vielen Entfaltungschancen hinterlassen und auch übermorgen noch erfolgreich sein.
#443
Deshalb setzen wir auf eine Politik, die den Gedanken der Nachhaltigkeit ernst nimmt und kein bloßer Reparaturbetrieb ist.
#444
Unsere Umwelt ist nicht nur vom Klimawandel bedroht: Rohstoffe werden oft ohne Rücksicht auf den Ressourcenschutz abgebaut, Flächen werden versiegelt und jeden Tag stirbt ein Stück Natur.
#445
Luft, Wasser und Boden sind in Europa nach wie vor durch die Art und Weise, wie wir produzieren und verbrauchen, Landwirtschaft betreiben und unsere Mobilität organisieren, belastet – oftmals befeuert durch eine falsche EU-Politik.
#446
Der dramatische aber häufig unbemerkte Verlust von Arten von Tieren, Pflanzen und anderen Organismen ist eine globale Katastrophe, die irreversible Schäden erzeugt.
#447
Denn ausgerottete Arten und Biotope kommen nicht wieder.
#448
Und die Auswirkungen dieser Verluste betreffen uns alle.
#449
Erst die Vielfalt der Natur macht unsere Erde zu diesem einzigartigen Lebensraum.
#450
Wir wollen diesen Negativ-Trend aufhalten und umkehren.
#451
Denn der Schutz der Natur und die Bewahrung unserer Lebensgrundlagen leiten unser politisches Handeln.


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