Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#391
Gerade angesichts explodierender Energiepreise wird die Nachfrage nach effizienten Fahrzeugen steigen.
#392
Wir GRÜNE fordern daher, dass es zu einer Verschärfung des CO2-Grenzwerts für 2020 auf 80 g/km ohne Schlupflöcher kommt und schon 2010 ein ambitionierter Folgegrenzwert für 2030 festgelegt wird, mit dem die langfristigen Klimaschutzziele der EU auch im Straßenverkehr erfüllt werden können.
#393
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 43 Das Auto der Zukunft fährt grün.
#394
Wir sehen in der Elektromobilität mit Ökostrom den Weg zu einer klimafreundlichen Nullemissionsmobilität von Autos, Bussen und Bahnen.
#395
Wir wollen insbesondere die Markteinführung von »green cars« befördern: Unser Ziel sind mindestens zwei Millionen Elektroautos bis 2020.
#396
Dies brächte einen Innovationsschub im Autobau, der sich wirtschaftlich lohnt und der in den Geldbeuteln der Bürgerinnen und Bürger durch sinkenden Spritverbrauch spürbar wäre.
#397
Außerdem fordern wir aus Klima- und Verkehrssicherheitsgründen europaweit die Absenkung der zulässigen Geschwindigkeiten – maximal Tempo 120 auf Autobahnen, maximal Tempo 80 auf zweispurigen Landstraßen und in der Regel Tempo 30 in Innenstädten und Wohngebieten – zumal dies etwa neun Prozent CO2-Einsparung mit sich bringen würde.
#398
Lärm aktiv bekämpfen Lärm macht krank.
#399
Deshalb wollen wir der zunehmenden Lärmbelästigung infolge des steigenden Verkehrsaufkommens durch aktive Lärmschutzmaßnahmen begegnen.
#400
Wir benötigen schärfere europäische Lärmgrenzwerte für Flugzeuge, Kraftfahrzeuge, Schienfahrzeuge sowie Straßen und Schienenwege damit Lärm gar nicht erst entsteht.
#401
Die EU-Umgebungslärm- Richtlinie muss endlich durch verbindliche und überprüfbare Maßnahmen umgesetzt werden.
#402
Wir fordern europaweit einheitliche und sanktionsbewehrte Schallimmissionsgrenzwerte an Flughäfen ebenso wie scharfe europaweite Regelungen für Nachtflugverbote.
#403
Nachwachsende Rohstoffe nur verantwortungsvoll nutzen Wir wollen nachwachsende Rohstoffe als eine wichtige Ressource für die Energiegewinnung und für den Ersatz von Erdöl in der Chemischen Industrie fördern.
#404
Die Nutzung von nachhaltig angebauter Biomasse ist eine Chance, Klimaschutz und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 44 Energiesicherheit zu verbinden mit neuen Impulsen für eine umwelt- und sozialverträgliche ländliche Entwicklung bei uns und in den Ländern des Südens und zur Armutsbekämpfung.
#405
Aber wir wollen auch die Schattenseiten dieser energetischen Nutzung berücksichtigen: Ein ständig steigender Anteil der globalen Agrarinvestitionen und Ackerflächen wird mittlerweile zur Erzeugung von Treibstoffen verwendet.
#406
Das gefährdet die Welternährung und den Erhalt der biologischen Vielfalt.
#407
Denn neben der Nachfrage nach Treibstoffen wächst auch die Nachfrage nach Futtermitteln und Nahrungsmitteln.
#408
Gerade in den Schwellenländern entsteht eine gefährliche Konkurrenz um Land und Wasser.
#409
Tropische Wälder werden abgeholzt und Savannen beackert, mit zum Teil irreversiblen Schäden und gewaltigen zusätzlichen Freisetzungen von Treibhausgasen.
#410
Um den Energiehunger der Reichen zu befriedigen gehen internationale Energiekonzerne oft skrupellos gegen die einheimische Bevölkerung vor.
#411
Millionen Menschen laufen Gefahr, von ihrem Land vertrieben zu werden und damit Einkommen und Lebensgrundlage zu verlieren.
#412
Für uns ist der Grundsatz »Nahrungsmittel zuerst« (Food first) oberstes Gebot.
#413
Der Pflanzentreibstoff-Boom darf nicht die globale Ernährungssicherheit gefährden und den Hunger in der Welt verstärken.
#414
Wir wollen unterstützend nur diejenigen Energieunternehmen fördern, die in ökologisch und sozial tragfähige und dezentrale Energieerzeugungssysteme investieren.
#415
Es bringt nichts, den überhöhten Konsum von Mineralöl im Verkehr und in der Agrarindustrie durch Kraftstoff aus biogenen Rohstoffen zu ersetzen oder zu ergänzen.
#416
Nur eine Strategie, die auf Effizienz, Einsparung und nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe setzt, kann zum Erfolg führen.
#417
Nachhaltige Standards bei der Biomasseproduktion Wir wollen klare ökologische und soziale Standards für die Erzeugung pflanzlicher Rohstoffe.
#418
Die Vorgaben der EU-Richtlinie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 45 für Erneuerbare Energien müssen in entsprechende nationale Nachhaltigkeitsverordnungen umgesetzt werden.
#419
Wir brauchen dringend eine international anerkannte Folgenabschätzung und Zertifizierung für den Pflanzenanbau im Hinblick auf die globale Ernährungssicherung, den Erhalt der biologischen Vielfalt, insbesondere der ökologisch sensiblen Regionen und der Urwälder.
#420
Werden die Kriterien der Zertifizierung und der Nachhaltigkeitsverordnung nicht erfüllt, darf es nicht zu Produktion oder Import kommen.
#421
In diesem Zusammenhang soll die EU eine energische Initiative zur Verankerung von Nachhaltigkeits- und Vorsorgeprinzipien in den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) ergreifen.


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