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vom 02.03.2026 PDF
#335
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Verbraucherinnen und Verbrauchern kann zum einen durch einen persönlichen Energietest ein verantwortlicher Umgang mit Energie und Ressourcen im Alltag erleichtert werden, zum anderen hilft eine Kennzeichnung, die deutlich macht, wie viel CO2 in der Produktionskette für jedes Produkt ausgestoßen wurde.
#336Nachhaltige Informationstechnik Wir wollen, dass die Informations- und Kommunikationsdienste durch eine ressourcenschonende, energieeffiziente und nachhaltige Technik ihren Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leisten.
#337Denn die zunehmende Digitalisierung unseres Lebens führt zu einem immer stärkeren Ressourcenverbrauch in diesem Bereich.
#338Besonders das Internet trägt mit einem enormen Stromverbrauch zum Klimawandel bei.
#339Zudem fordern wir endlich klare Regelungen zum Umgang mit Elektroschrott: Dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 38 globalen Verschieben von elektronischen Müllbergen muss politisch der Riegel vorgeschoben werden.
#340Dem Vorsorgegedanken muss beim Mobilfunk durch drastische Herabsetzung der Grenzwerte für Innenräume, Bevorzugung kabelgebundener Lösungen, Förderung strahlungsarmer Technologien, Minimierungspflicht für Strahlenbelastung und Warnhinweise für Kinder Rechnung getragen werden.
#341Vermeidung von Elektroschrott durch Normung von IT-Akkus und Zubehör.
#342Um Ressourcen und Klima zu schonen und Verbraucher zu entlasten, wollen wir Akkus und anderes Zubehör für Informationstechnologien wie Laptops, Mobiltelefone, Digitalkameras europaweit normen, um die bislang unübersichtliche und riesige Anzahl einzudämmen.
#343Mit dem »Top-Runner-Prinzip« Innovationen fördern Wir wollen das sogenannte »Top-Runner-Prinzip« in der EU durchsetzen und auf möglichst viele Produktgruppen anwenden.
#344Japan hat gezeigt, wie dadurch die Industrie zu Höchstleistungen angespornt wird: Die jeweils energieeffizientesten Geräte einer Produktklasse geben den Maßstab vor, den alle vergleichbaren Produkte innerhalb eines festgelegten Zeitraums erreichen müssen.
#345Energie sparen und Gebäude besser sanieren Wir wollen die EU-Richtlinie zur Gebäudesanierung und -dämmung weiterentwickeln und entsprechende Förderprogramme auflegen.
#346Dies kommt zugleich der Binnenwirtschaft zugute, denn Millionen von Euro fließen nicht länger durch einen notwendigen Import von Öl und Erdgas in die exportierenden Länder.
#347Stattdessen nützen sie regionalen Handwerksbetrieben, die die nötigen Sanierungsarbeiten ausführen, ebenso wie Verbraucherinnen und Verbrauchern durch Qualitätssteigerung der Gebäude bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten.
#348Außerdem werden wir die Initiative für eine EU-Richt- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 39 linie zur Schaffung lokaler Wärmenetze mit funktionierenden Langzeitspeichern ergreifen und damit eine Grundlage für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung von Haushalten und Unternehmen auf der Basis lokaler Wärmeressourcen aus Solarthermie, Geothermie, Biomasse oder auch Abwärme schaffen.
#349Wir wollen, dass der Niedrigstenergiehausstandard für Neubauten schnellstmöglich verpflichtend wird.
#350Mehr regulierten Wettbewerb auf dem Energiemarkt schaffen Wir wollen mehr Wettbewerb bei der Energieerzeugung und eine möglichst dezentrale Energieproduktion und -versorgung.
#351In Deutschland beherrscht das Energie-Oligopol aus RWE, EnBW, E.
#352On und Vattenfall 90 Prozent der Stromerzeugung und das gesamte Netz.
#353Obwohl E.
#354On und Vattenfall bereits den Verkauf ihrer Netze auf den Weg bringen, hat der deutsche Wirtschaftminister in Brüssel erbitterten Widerstand gegen die eigentumsrechtliche Trennung von Übertragungsnetz und Stromerzeugung (Ownership Unbundling) geleistet.
#355Der so durchgesetzte deutsche Sonderweg im Energiesektor ist wettbewerbspolitisch völlig falsch.
#356Wir wollen eine strikte Trennung von Stromerzeugung und Betrieb der Übertragungsnetze.
#357Nur ein von den Energiekonzernen unabhängiges Übertragungsnetz mit starker öffentlicher Regulierung sorgt dafür, dass ein fairer Wettbewerb auf dem Energiemarkt erreicht wird und neue klimafreundliche Energieerzeuger zu fairen Bedingungen angeschlossen werden.
#358Dazu wollen wir eine Deutsche Netzgesellschaft mit mehrheitlicher öffentlicher Beteiligung.
#359Eine konsequente Wettbewerbspolitik und Regulierung auf den Energiemärkten ist eine wichtige Voraussetzung für eine ökologische Wende bei der Stromerzeugung und eine verbraucherfreundliche Entwicklung auf dem Strom- und Gasmarkt.
#360Wir brauchen eine europäische Regulierung der Stromnetze, die faire Marktchancen für alle garantiert und dem öffentlichen Interesse in dieser wichtigen Infrastrukturfrage das erforder- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 40 liche Gewicht verleiht.
#361Um eine konsequente Wettbewerbspolitik auf den Energiemärkten durchzusetzen, brauchen wir eine Europäische Kommission, die vor dem Druck der Lobbyisten und einzelner Mitgliedstaaten nicht zurückweicht – und starke GRÜNE im Europaparlament, die die Kommission wettbewerbspolitisch vorantreiben.
#362Zukunftsfähige Stromversorgung: dezentral und europaweit vernetzt Wir wollen für die Energieversorgung der Zukunft eine zukunftsfähige Infrastruktur: Strom aus Erneuerbaren Energien wird vorrangig dezentral und teilweise mit zeitlichen Schwankungen erzeugt.
#363Wenn sinnvoll möglich, sollte der Strom deshalb lokal genutzt und andernfalls möglichst effizient übertragen werden.
#364Darum wollen wir ein intelligentes Stromnetz, das die dezentralen erneuerbaren Energiequellen optimal verknüpft.
#365Mit einem ergänzenden leistungsfähigen Hochspannungs- Gleichstromübertragungsnetz (HGÜ) kann der Strom nahezu verlustfrei über weite Strecken transportiert werden, etwa von Skandinavien oder Nordafrika nach Deutschland.
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