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vom 01.03.2026 PDF
#247
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Das ist eine gute Entwicklung, an der auch die GRÜNEN-Parteien in Europa einen erheblichen Anteil haben.
#248Immer mehr Menschen in Europa entdecken, dass sie durch ihr Kaufverhalten nicht nur etwas für den Klimaschutz BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 31 tun können, sondern auch mitentscheiden, was in den Regalen liegt und was nicht.
#249Und sie wissen, dass bewusster Konsum keineswegs mit einem Verlust an Lebensqualität einhergeht – im Gegenteil.
#250Wir wollen die Menschen in Europa durch eine gemeinsame Politik für gutes Klima und eine nachhaltige und sozialverträgliche Energieversorgung unterstützen.
#251So sorgen wir nicht nur für mehr Gerechtigkeit, sondern wir werden auch unabhängiger von der Rohstoffpolitik anderer Staaten.
#252Die EU muss wieder Vorreiterin im internationalen Klimaschutz werden Wir wollen, dass Europa wieder die treibende Kraft in der internationalen Klimapolitik wird.
#253Nur so können wir den nötigen Druck aufbauen und andere Staaten zum Mitmachen bewegen.
#254Wir brauchen heute ambitionierte internationale Ziele.
#255BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen in der Frage des Klimaschutzes auf eine europäische Lösung, die jetzt und nicht erst in fünf oder zehn Jahren mit konkreten Schritten angegangen wird.
#256Für den weltweiten Klimaschutz braucht es ein klares Signal von Seiten der Industrieländer.
#257wird klimapolitisch ein entscheidendes Jahr.
#258Europa muss in diesem Jahr bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen seiner Vorreiterrolle gerecht werden und sich für ein starkes Kyoto-Nachfolgeabkommen einsetzen.
#259Dazu muss Europa seine Wirtschaft nachhaltig und zukunftsfähig umbauen und seine Emissionen bis 2020 um mindestens 30 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent reduzieren.
#260Nur so lässt sich die Erderwärmung noch auf höchstens zwei Grad begrenzen.
#261Darüber hinaus müssen die Entwicklungs- und Schwellenländer bei Technologietransfer und Anpassung auch über geeignete Finanzinstrumente und nachhaltige CDM-Projekte intensiv unterstützt werden.
#262Ein Export jeglicher Reduktionsbemühungen in Entwicklungsländer, um zu Hause unverändert weiterwirtschaften zu können, wie es sowohl der Emissionshandel als auch die Richt- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 32 linie zur Lastenteilung (CDM) aktuell zulassen, setzt dagegen kein Zeichen des Aufbruchs.
#263Die EU-Emissionsziele dürfen nicht mit Verweis auf die Finanzkrise in Frage gestellt werden.
#264Die EU muss vielmehr die Rahmenbedingungen dafür setzen, dass die Konjunkturprogramme entscheidend zur Erreichung der Klimaziele beitragen.
#265Darüber hinaus muss auch über mögliche Sanktionsmechanismen gegenüber Staaten nachgedacht werden, die ihre Emissionsziele nicht erreichen.
#266Historischer Verantwortung gerecht werden Wir wollen darüber hinaus, dass die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf Grundlage ihrer historischen Verantwortung und ihrer wirtschaftlichen Fähigkeit zur Finanzierung notwendiger Anpassungs- und Reduktionsmaßnahmen in Entwicklungsländern beitragen.
#267Das Recht auf Entwicklung muss im Mittelpunkt dieser Politik stehen.
#268Wir unterstützen den Ansatz der »Greenhouse Development Rights«.
#269Dabei werden die Reichen aller Länder in die Reduktionsbemühungen einbezogen, während Menschen, die unter einer bestimmten Wohlstandsgrenze leben, das Recht auf Entwicklung haben.
#270Zur Umsetzung dieser Forderungen ist es notwendig, dass die Industrieländer ihr geistiges (Wissenstransfer) und materielles Know-how für umweltfreundliche Technik umfassend zur Verfügung stellen.
#271Emissionshandel verbessern Wir wollen einen europäischen Emissionshandel, um so das System vor kurzsichtiger nationaler Interessenpolitik zu schützen und einen funktionierenden Handel zu garantieren.
#272Das Ende 2008 beschlossene System, das lediglich auf einer 20-prozentigen CO2 Reduktion bis 2020 basiert, muss auf eine 30- prozentige Emissionsreduktion angehoben werden.
#273In diesem Zusammenhang wollen wir auch die Entscheidung revidieren, dass derzeit auch die verarbeitende Industrie von der Zertifi- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 33 kateversteigerung ausgenommen ist, bei der überhaupt keine Produktionsverlagerung droht.
#274Nur wenn das Prinzip der vollständigen Zertifikateversteigerung in allen Bereichen des Emissionshandels gilt, wird ein marktwirtschaftliches Funktionieren des Handelssystems möglich und ungerechtfertigte Gewinne werden verhindert.
#275Auch Flug- und Schiffsverkehr müssen in vollem Umfang in den Emissionshandel einbezogen werden, egal ob ein Schiff oder Flugzeug sich nur in der EU bewegt oder aber die EU-Grenzen überschreitet.
#276Die Einbeziehung innereuropäischer Flüge in den Emissionshandel kann hier nur der erste Schritt gewesen sein.
#277Perspektivisch soll der Emissionshandel international ausgeweitet werden mit dem Ziel, dass sich die Pro-Kopf-Emissionen weltweit auf einem nachhaltigen Niveau angleichen.
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