Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#240
Wir wollen den Emissionshandel weiterentwickeln, indem wir die Zertifikate vollständig versteigern und nach dem Luft- jetzt auch den Schiffsverkehr in das Handelssystem mit einbeziehen.
#241
Ein Europa, das im Klimaschutz vorangeht, legt zugleich eine Grundlage für den dringend erforderlichen Fortschritt in der internationalen Klimapolitik.
#242
Dies legt gleichzeitig die Grundlage für Beschäftigung und wirtschaftlichen Erfolg.
#243
Denn der Aufbruch ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien fördert das regionale Handwerk, schafft neue Arbeit, stärkt Innovationen in wichtigen Zukunftsmärkten und macht uns weniger abhängig von steigenden Energie- und Rohstoffpreisen.
#244
Gerade beim Erdöl und Erdgas werden sich in den nächsten Jahren durch die Verknappung der fossilen Ressourcen drastische Preiserhöhungen einstellen.
#245
Die Menschen in Deutschland und in Europa haben sich längst bewegt.
#246
Das zeigt die rapide ansteigende Nachfrage nach grünem Strom, nach spritsparenden Autos oder nach Bioprodukten in den letzten Jahren.
#247
Das ist eine gute Entwicklung, an der auch die GRÜNEN-Parteien in Europa einen erheblichen Anteil haben.
#248
Immer mehr Menschen in Europa entdecken, dass sie durch ihr Kaufverhalten nicht nur etwas für den Klimaschutz BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 31 tun können, sondern auch mitentscheiden, was in den Regalen liegt und was nicht.
#249
Und sie wissen, dass bewusster Konsum keineswegs mit einem Verlust an Lebensqualität einhergeht – im Gegenteil.
#250
Wir wollen die Menschen in Europa durch eine gemeinsame Politik für gutes Klima und eine nachhaltige und sozialverträgliche Energieversorgung unterstützen.
#251
So sorgen wir nicht nur für mehr Gerechtigkeit, sondern wir werden auch unabhängiger von der Rohstoffpolitik anderer Staaten.
#252
Die EU muss wieder Vorreiterin im internationalen Klimaschutz werden Wir wollen, dass Europa wieder die treibende Kraft in der internationalen Klimapolitik wird.
#253
Nur so können wir den nötigen Druck aufbauen und andere Staaten zum Mitmachen bewegen.
#254
Wir brauchen heute ambitionierte internationale Ziele.
#255
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen in der Frage des Klimaschutzes auf eine europäische Lösung, die jetzt und nicht erst in fünf oder zehn Jahren mit konkreten Schritten angegangen wird.
#256
Für den weltweiten Klimaschutz braucht es ein klares Signal von Seiten der Industrieländer.
#257
wird klimapolitisch ein entscheidendes Jahr.
#258
Europa muss in diesem Jahr bei den Klimaverhandlungen in Kopenhagen seiner Vorreiterrolle gerecht werden und sich für ein starkes Kyoto-Nachfolgeabkommen einsetzen.
#259
Dazu muss Europa seine Wirtschaft nachhaltig und zukunftsfähig umbauen und seine Emissionen bis 2020 um mindestens 30 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent reduzieren.
#260
Nur so lässt sich die Erderwärmung noch auf höchstens zwei Grad begrenzen.
#261
Darüber hinaus müssen die Entwicklungs- und Schwellenländer bei Technologietransfer und Anpassung auch über geeignete Finanzinstrumente und nachhaltige CDM-Projekte intensiv unterstützt werden.
#262
Ein Export jeglicher Reduktionsbemühungen in Entwicklungsländer, um zu Hause unverändert weiterwirtschaften zu können, wie es sowohl der Emissionshandel als auch die Richt- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 32 linie zur Lastenteilung (CDM) aktuell zulassen, setzt dagegen kein Zeichen des Aufbruchs.
#263
Die EU-Emissionsziele dürfen nicht mit Verweis auf die Finanzkrise in Frage gestellt werden.
#264
Die EU muss vielmehr die Rahmenbedingungen dafür setzen, dass die Konjunkturprogramme entscheidend zur Erreichung der Klimaziele beitragen.
#265
Darüber hinaus muss auch über mögliche Sanktionsmechanismen gegenüber Staaten nachgedacht werden, die ihre Emissionsziele nicht erreichen.
#266
Historischer Verantwortung gerecht werden Wir wollen darüber hinaus, dass die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten auf Grundlage ihrer historischen Verantwortung und ihrer wirtschaftlichen Fähigkeit zur Finanzierung notwendiger Anpassungs- und Reduktionsmaßnahmen in Entwicklungsländern beitragen.
#267
Das Recht auf Entwicklung muss im Mittelpunkt dieser Politik stehen.
#268
Wir unterstützen den Ansatz der »Greenhouse Development Rights«.
#269
Dabei werden die Reichen aller Länder in die Reduktionsbemühungen einbezogen, während Menschen, die unter einer bestimmten Wohlstandsgrenze leben, das Recht auf Entwicklung haben.
#270
Zur Umsetzung dieser Forderungen ist es notwendig, dass die Industrieländer ihr geistiges (Wissenstransfer) und materielles Know-how für umweltfreundliche Technik umfassend zur Verfügung stellen.


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