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vom 01.03.2026 PDF
#220
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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 29 Der grüne Weg für gutes Klima, wirtschaftlichen Erfolg und Sicherheit Klimapolitik ist im 21. Jahrhundert eines der strategisch wichtigsten Politikfelder.
#221Denn Klimapolitik ist mehr als nur eine Politik für besseres Wetter.
#222Klimapolitik ist auch Energie- und Verkehrspolitik, Sozial-, Wirtschafts-, Außen- und Entwicklungspolitik.
#223Immer deutlicher wird, dass vom Klimawandel nicht nur unsere Ökosysteme betroffen sind, sondern auch unser Wirtschaftssystem.
#224Als erstes und am härtesten werden die Entwicklungsländer unter den Folgen leiden.
#225Die Industrieländer müssen ihrer historischen Klimaverantwortung gerecht werden und effektiven Klimaschutz verwirklichen.
#226Wir GRÜNE sind Vorreiter für Klimaschutz und nachhaltige Energiepolitik.
#227Unsere Antworten heißen: Umstellung auf Erneuerbare Energien, Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung.
#228Wir wollen, dass Europa mit einer intelligenten Energie- und Klimapolitik zum Schrittmacher wird.
#229Europa hat sich verpflichtet alles zu tun, dass die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzt wird.
#230Dafür muss der CO2-Ausstoß der Welt halbiert werden.
#231Für Europa heißt dies: 80 Prozent Reduktion bis 2050.
#232Spätestens dann müssen wir einhundert Prozent unserer Energie erneuerbar bereitstellen.
#233Wir streben an, diese Ziel bereits 2040 zu erreichen.
#234Deshalb werden wir uns anstrengen, Strom 2030 komplett erneuerbar zu erzeugen.
#235Wem, wie der CDU/CSU, nichts anderes einfällt, auf steigende Strompreise mit einer Verlängerung der Laufzeiten bei Atomkraftwerken zu reagieren, wer, wie die FDP, gegen die Ökosteuer in Deutschland polemisiert oder wer sich, wie SPD und CDU/CSU, nicht traut, auch einmal den großen Lobbygruppen der Energiewirtschaft und der Automobilindustrie die Stirn zu Präambel BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 30 bieten, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.
#236Wir brauchen heute die entscheidenden Weichenstellungen, wenn wir die Menschen nicht alleine lassen und sie den steigenden Energiepreisen hilflos ausliefern wollen.
#237Diese Weichen müssen europäisch gestellt werden: Durch die Entflechtung der Energiemonopole, durch klare Verpflichtungen, durch Standards, die zu Innovationen anreizen, und durch zielgenaue Forschungspolitik, die die Forschungsschwerpunkte auf Erneuerbare Energien, Effizienzsteigerung und Energieeinsparung statt auf Atomspaltung und Kernfusion setzt.
#238Wir brauchen eine Förderpolitik, die der Bedeutung der Erneuerbaren Energien Rechnung trägt, ohne dass die Gewinnung von Pflanzenkraftstoffen der Produktion von Nahrungsmitteln Konkurrenz macht.
#239Insbesondere brauchen wir klare ehrgeizige und verbindliche Vorgaben zum Klimaschutz.
#240Wir wollen den Emissionshandel weiterentwickeln, indem wir die Zertifikate vollständig versteigern und nach dem Luft- jetzt auch den Schiffsverkehr in das Handelssystem mit einbeziehen.
#241Ein Europa, das im Klimaschutz vorangeht, legt zugleich eine Grundlage für den dringend erforderlichen Fortschritt in der internationalen Klimapolitik.
#242Dies legt gleichzeitig die Grundlage für Beschäftigung und wirtschaftlichen Erfolg.
#243Denn der Aufbruch ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien fördert das regionale Handwerk, schafft neue Arbeit, stärkt Innovationen in wichtigen Zukunftsmärkten und macht uns weniger abhängig von steigenden Energie- und Rohstoffpreisen.
#244Gerade beim Erdöl und Erdgas werden sich in den nächsten Jahren durch die Verknappung der fossilen Ressourcen drastische Preiserhöhungen einstellen.
#245Die Menschen in Deutschland und in Europa haben sich längst bewegt.
#246Das zeigt die rapide ansteigende Nachfrage nach grünem Strom, nach spritsparenden Autos oder nach Bioprodukten in den letzten Jahren.
#247Das ist eine gute Entwicklung, an der auch die GRÜNEN-Parteien in Europa einen erheblichen Anteil haben.
#248Immer mehr Menschen in Europa entdecken, dass sie durch ihr Kaufverhalten nicht nur etwas für den Klimaschutz BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 31 tun können, sondern auch mitentscheiden, was in den Regalen liegt und was nicht.
#249Und sie wissen, dass bewusster Konsum keineswegs mit einem Verlust an Lebensqualität einhergeht – im Gegenteil.
#250Wir wollen die Menschen in Europa durch eine gemeinsame Politik für gutes Klima und eine nachhaltige und sozialverträgliche Energieversorgung unterstützen.
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