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vom 01.03.2026 PDF
#195
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Regierungen und Interessengruppen, die kein Interesse an politischem Fortschritt haben, und denen eine EU als erweiterte Freihandelszone eigentlich am liebsten wäre, haben aufgrund des in vielen Bereichen geltenden Einstimmigkeitsprinzips noch immer zu viele Vetomöglichkeiten.
#196Im Bereich des Binnenmarktes wiederum werden die meisten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 27 Entscheidungen mit Mehrheit getroffen.
#197So manche Regierung nimmt deshalb den Umweg über «Brüssel«, um eine Politik durchzusetzen, für die sie im heimischen Parlament keine Mehrheit bekommen hätte.
#198Frech, wenn sie dann – wieder daheim – die EU für die Politik kritisiert, die sie eben noch im Ministerrat mitbeschlossen hat.
#199Auf solche Art wird »Europa« oder »Brüssel « zum Sündenbock gemacht und ein Keil zwischen die Europäische Union und ihre Bürgerinnen und Bürger getrieben.
#200Wir GRÜNE wollen nicht zulassen, dass Frau Merkel sich vollmundig als Klimakanzlerin feiern lässt, obwohl sie im Rat der Regierungschefs die Richtlinie über den Emissionshandel im Flugverkehr blockierte.
#201Gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy hat die Bundesregierung die geplanten Regeln zur Reduzierung des Spritverbrauchs von Neuwagen verwässert – zum Schaden von Umwelt, Autofahrerinnen und Autofahrern.
#202Notwendige Schritte zur CO2-Reduzierung im Straßenverkehr wurden kurzerhand auf das Jahr 2015 vertagt.
#203Die SPD führt das soziale Europa zwar groß im Munde, ihr deutscher Arbeitsminister Scholz hat aber selbst dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Höchstarbeitszeit auf 65 und mehr Wochenstunden ausgeweitet werden soll.
#204Auch die LINKE trägt mit ihrem anti-europäischen Populismus dazu bei, die Überwindung der beklagten Defizite zu behindern.
#205Jede Macht braucht Kontrolle, auch europäische.
#206Deshalb braucht die EU wesentlich mehr Transparenz und eine europäische Öffentlichkeit.
#207Dafür streiten wir.
#208Politische Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo es Sinn macht das heißt möglichst nahe an den betroffenen Menschen.
#209Das ist der Inhalt des Subsidiaritätsprinzips.
#210Dazu gehört eine gestaltungs- und leistungsstarke kommunale Selbstverwaltung.
#211Viel Grün ins Parlament Die Rolle des Parlamentes hat sich verändert.
#212Viel stärker als BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 28 früher ist es inzwischen an der Gesetzgebung beteiligt und in der Lage, mit einem eigenständigen politischen Profil ein Gegengewicht zu bilden zur Europäischen Kommission und zum Ministerrat, also den nationalen Regierungen.
#213Dafür bedarf es aber eines selbstbewussten und kritischen Europäischen Parlaments – also eines Parlaments mit starken GRÜNEN.
#214Wir stellen in diesem Programm dar, welche Wege wir in Europa einschlagen wollen, um die EU besser zu machen.
#215Sie können mit Ihrer Wahl dazu beitragen, Europa grün zu erneuern.
#216Starke GRÜNE im Europaparlament – das macht einen wichtigen Unterschied.
#217Helfen Sie mit, den Grünen New Deal für Europa zu verwirklichen.
#218Dafür brauchen wir Ihr Engagement und am 7.
#219Juni 2009 Ihre Stimme.
#220BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 29 Der grüne Weg für gutes Klima, wirtschaftlichen Erfolg und Sicherheit Klimapolitik ist im 21. Jahrhundert eines der strategisch wichtigsten Politikfelder.
#221Denn Klimapolitik ist mehr als nur eine Politik für besseres Wetter.
#222Klimapolitik ist auch Energie- und Verkehrspolitik, Sozial-, Wirtschafts-, Außen- und Entwicklungspolitik.
#223Immer deutlicher wird, dass vom Klimawandel nicht nur unsere Ökosysteme betroffen sind, sondern auch unser Wirtschaftssystem.
#224Als erstes und am härtesten werden die Entwicklungsländer unter den Folgen leiden.
#225Die Industrieländer müssen ihrer historischen Klimaverantwortung gerecht werden und effektiven Klimaschutz verwirklichen.
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