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vom 01.03.2026 PDF
#1823
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Die gemeinsame Kommissions- und Ratsstrategie zur Umsetzung dieser Resolutionen muss Beispiel sein für Deutschland: Hier brauchen wir endlich einen nationalen Aktionsplan.
#1824EU-Außeninstrumente besser aufeinander abstimmen Wir wollen die zahlreichen außenpolitischen Instrumente der EU besser aufeinander abstimmen: von der Entwicklungshilfe, über Polizeimissionen und Krisenprävention im Rahmen des Stabilitätsinstruments bis zur Handelspolitik.
#1825Ein gemeinsamer europäischer Auswärtiger Dienst gibt einmalig die Chance, von Anfang an Strukturen so aufzubauen, dass Entwicklungszusammenarbeit, Krisenprävention, interkultureller Dialog und traditionelle Außenpolitik effektiv verzahnt werden.
#1826Wir GRÜNE werden uns dafür einsetzen, dass diese Chance genutzt wird.
#1827BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 166 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 167 Priorität für eine europäische Außen- und Sicherheitspolitik – Wertschätzung transatlantischer Gemeinschaft Wir wollen in der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik eine klare Priorität für Krisenprävention und zivile Konfliktbewältigung setzen.
#1828Gleichzeitig muss die EU in der Lage sein, in Arbeitsteilung mit der Nordatlantischen Vertragsorganisation (NATO), die Sicherheit Europas auch mit militärischen Mitteln zu gewährleisten.
#1829Sie muss in der Lage sein, Europa zu stabilisieren und ihren Beitrag für UN-Missionen zur Wahrung von Frieden und Sicherheit zu leisten.
#1830Wir sagen Ja zur Effektivierung und Harmonisierung der Streitkräfte innerhalb der EU, was einen Beitrag zur Senkung der Verteidigungsausgaben und zur Reduzierung der nationalen Streitkräfte leisten soll.
#1831Nach dem Ende der Block-Konfrontation muss die NATO ihre Aufgaben neu ausrichten.
#1832Wir lehnen den Ausbau der NATO zu einer Konkurrenzorganisation der Vereinten Nationen ab.
#1833Wir sind uns der Problematik hochgerüsteter Bündnisse sehr bewusst.
#1834Rüstung wird von außen immer auch als potenzielle Bedrohung gesehen und provoziert Gegenrüstung.
#1835Dennoch bleibt die NATO notwendig, weil es zur Zeit keinen anderen Akteur gibt, der die gemeinsame Sicherheit Europas garantieren kann und der als Staatenbündnis einer Re-Nationalisierung der Sicherheitspolitik entgegenwirkt.
#1836Die NATO muss dabei in eine multilaterale Sicherheitsarchitektur integriert werden, die auf dem Prinzip gemeinsamer Sicherheit beruht und militärische Einsätze an ein Mandat des UN-Sicherheitsrats bindet.
#1837Mitentscheidend für die Zukunft der NATO wird sein, dass sich die europäischen NATO-Partner und die USA darin auf Augenhöhe begegnen.
#1838Parlamentsvorbehalt muss bei Militärmissionen bestehen bleiben Wir wollen nicht, dass die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten ihre Parlamente und das Europäische Parlament vor verteidigungspolitische Tatsachen stellen.
#1839Der Bundestag muss weiterhin über jede deutsche Beteiligung an militärischen EU-Einsätzen abstimmen.
#1840Bei europäischen Militärmissionen muss auch das Europäische Parlament parlamentarische Kontrollrechte haben.
#1841Zentrales Ziel muss weiterhin eine bessere Koordinierung der zivilen und militärischen Operationen sein und dabei die zivilen Einsätze durch eine Vermischung mit den militärischen nicht zu gefährden, zudem muss jede EU-Mission muss in ein gesamtpolitisches Konzept gebettet sein, das alle Faktoren nicht nur des betroffenen Landes, sondern auch der Region berücksichtigt.
#1842Multilaterale Strukturen stärken Wir wollen einen kooperativen Multilateralismus gestalten.
#1843Die EU muss besser darin werden, regionenübergreifende Koalitionen zu bilden, um eine Polarisierung der UN und damit einhergehende Lähmung zu verhindern.
#1844Eine Reform des internationalen Systems kann nur erfolgreich sein, wenn Staaten bereit sind, Einfluss und Verantwortung mit den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern in internationalen Organisationen zu teilen.
#1845Grüne Friedenspolitik zielt auch auf eine Stärkung der OSZE, denn eine nachhaltige Politik für Frieden und Sicherheit in Europa darf nicht allein auf die EU beschränkt bleiben.
#1846Sie ist die einzige multilaterale Sicherheitsorganisation, die den gesamten euroasiatischen Raum sowie die USA und Kanada abdeckt.
#1847Angesichts dessen und aufgrund ihrer Tätigkeiten im Bereich des Menschenrechtsschutzes, der Unterstützung von Demokratisierungsprozessen und des Minderheitenschutzes leistet die OSZE einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Krisenmanagement.
#1848Für uns GRÜNE ist eine verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Regionalorganisationen, wie der Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) oder der Afrikanischen Union, unverzichtbar.
#1849Wir wollen auch die Zusammenarbeit mit den BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 168 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 169 lateinamerikanischen Staaten und Regionalbündnissen stärken und besser koordinieren.
#1850Die europäische Unterstützung des Aufbaus friedensschaffender Kapazitäten der Afrikanischen Union ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung.
#1851Humanitären Krisen vorbeugen – Schutzverantwortung wahrnehmen Die Europäische Union muss sich aktiv an der Vorbeugung humanitärer Krisen und an der Wahrnehmung der Schutzverantwortung beteiligen.
#1852Auf dem Weltgipfel der UN Ende 2005 wurde durch die Staats- und Regierungschefs die »Responsibility to Protect« (R2P) beschlossen.
#1853Wo ein Staat die Schutzverantwortung gegenüber seiner Bevölkerung nicht ausüben kann oder will, ist die internationale Gemeinschaft in der Mitverantwortung.
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