Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 01.03.2026 PDF
#1749
Für die EU-Kommission spielen Umwelt-, Sozialstandards, Klima- und Umweltschutz, Ernährungssouveränität sowie der Ausbau und Frauen in der Entwicklungspolitik stärken Wir wollen, dass in der Entwicklungspolitik die Emanzipation von Frauen als Ansatz stark ausgebaut wird.
#1750
Die Durchsetzung und Einhaltung von Frauenrechten, der Schutz vor Gewalt und das Empowerment von Frauen in der Entwicklungspolitik sowie ihre aktive Einbeziehung in die Entwicklung und Gestaltung des Landes müssen eine wesentliche Grundlage der Entwicklungspolitik werden.
#1751
Hierzu ist es unabdingbar, dass in allen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit die Prinzipien des Gender Mainstreaming umgesetzt werden.
#1752
EU-MenschenrechtskommissarIn einsetzen Wir wollen Menschenrechte konsequent innerhalb und außerhalb der EU durchsetzen, um damit die Glaubwürdigkeit europäischer Außenpolitik zu stärken.
#1753
Wir fordern eine/n EUMenschenrechtskommissarIn, der/die die Umsetzung internationaler Menschenrechtskonventionen in allen EU-Mitgliedsländern überprüft.
#1754
Europäische Firmen, die Menschenrechte mit Füßen treten, unterminieren die Glaubwürdigkeit der EU ebenso wie schale Kompromisse der 27 Mitgliedsstaaten, wenn es um Rechte von Schwulen und Lesben geht oder die EU eine Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik betreibt, die nicht dem Völkerrecht und den Menschenrechtsabkommen entspricht.
#1755
Auch Deutschland hat einzelne Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und des Europarats noch immer nicht ratifiziert oder umgesetzt.
#1756
Handelspolitik auf Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Transparenz verpflichten Wir wollen die Globalisierung nach den Geboten der ökologischen Nachhaltigkeit, der sozialen Gerechtigkeit und des Ausgleichs zwischen Arm und Reich weltweit gestalten.
#1757
Dazu brauchen wir eine nachhaltige internationale Strukturpolitik, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 160 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 161 ropäischen Parlament, dem Rat und der Kommission verfolgen unter dem irreführenden Motto »Globales Europa« allerdings das Gegenteil.
#1758
Konservative und liberale Kräfte in der EU-Kommission setzen auf Deregulierung und stärken bilaterale Abkommen, statt im multilateralen Rahmen zu gestalten.
#1759
Interkulturellen Dialog stärken Wir wollen den interkulturellen Dialog in Europa ausbauen, um den europäischen Gedanken zu stärken.
#1760
Dafür wollen wir europäische Kulturinstitutionen ausbauen, die europäischen Stiftungen analog der deutschen Stiftungen in der Auslandsarbeit finanziell ausstatten, Austauschprogramme ausweiten und eigene Kulturreferentinnen und -referenten in den EU-Außenvertretungen einsetzen.
#1761
Auf bereits bestehenden europäischen Netzwerken wie dem Zusammenschluss nationaler Kulturinstitute (EUNIC) wollen wir aufsetzen.
#1762
Mittel für außereuropäische Fenster in den EU-Programmen Lebenslanges Lernen, Media, Jugend und Kultur müssen erhöht und ergänzt werden, beispielsweise durch Freiwilligenprogramme im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.
#1763
Außerdem sollen neue Programme explizit für den nicht-akademischen Bereich geschaffen werden.
#1764
Europa in einer sich wandelnden Welt Die Vereinten Nationen stärken Wir wollen die Vereinten Nationen stärken.
#1765
Europa kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
#1766
Neben einer institutionellen Stärkung der UN ist eine Fortentwicklung des Völkerrechts im globalen Dialog notwendig, wie etwa durch die auf dem Weltgipfel 2005 beschlossene »Responsibility to Protect«.
#1767
Danach können nur die UN das Mandat für die Durchsetzung der die Bewahrung öffentlicher Dienstleistungen nur eine untergeordnete Rolle.
#1768
Das wollen wir im Europäischen Parlament ändern und dafür sorgen, dass diese Themen in der europäischen Handelspolitik eine starke Rolle spielen.
#1769
Eine ökologisch-solidarische Weltordnung ist das Gegenteil des »Recht des Stärkeren«.
#1770
Das erprobte Konzept des fairen Handels, aber auch das FSC-Siegel für nachhaltige Holzprodukte sind hierfür Vorbilder.
#1771
Dies wollen wir in der EU weiter ausbauen.
#1772
Dies sollte die EU durch gezielte Förderprogramme und Subventionen stützen; eine Akzeptanz und Verbreitung solcher Produkte, auch über den engeren Kreis des alternativen Einzelhandels hinaus, sollte das Ziel sein.
#1773
Zudem möchten wir GRÜNE ein weiteres Siegel, vergleichbar mit dem Bio-Siegel, das die Einhaltung sozialer und gerechter Standards bei Herkunft und Herstellung zertifiziert, einführen.
#1774
WTO reformieren Wir wollen anerkannte Umwelt-, Arbeits- und Kulturnormen sowie geografische Bezeichnungen und Ursprungsbezeichnungen viel stärker schützen, statt diese durch die Welthandelsorganisation (WTO) in Frage zu stellen.
#1775
Für die WTO müssen deswegen die relevanten Konventionen der UN bindend werden und die WTO muss grundlegend reformiert werden.
#1776
Wir GRÜNEN halten es zudem für erstrebenswert den Wirtschaftsrat der UN gegenüber der WTO zu stärken und langfristig Kompetenzen umzuschichten.
#1777
Die Handelsliberalisierung ist teilweise zu weitgetrieben worden und darf nicht länger einseitig im Zentrum stehen.
#1778
Auch die Industriepolitik sich entwickelnder Staaten darf nicht generell durch eine Interpretation des Schutzes geistigen Eigentums behindert werden, der vor allem Firmen nutzt.
#1779
Mittels der WTO dürfen Entwicklungsländern keine überzogenen Freihandelsabkommen aufgedrängt werden, die die nachhaltige Entwicklung von aufkommenden Industrien und der Landwirtschaft von Entwicklungsländern unterminieren.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: