Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1713
Die Zahl der bedrohlich chronisch unterernährten Menschen ist sprunghaft angestiegen.
#1714
Der weltweite Hunger hat mittlerweile eine Milliarde Menschen erfasst und bedroht sie an Leib und Leben.
#1715
Wir werden uns mit Nachdruck für mehr Geld und bessere Konzepte für die ländliche Entwicklung in den vom Hunger betroffenen Ländern einsetzen.
#1716
Besonders die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern müssen dabei unterstützt werden, auf klima- und ressourcenschonende Weise mehr Grundnahrungsmittel für lokale und regionale Märkte anbauen zu können.
#1717
Instrumente wie zum Beispiel Mikrokredite, die vor allem an Frauen vergeben werden, tragen dazu bei, unabhängige Lebensgrundlagen zu schaffen und die ökonomische und gesellschaftliche Partizipation besonders von Frauen zu stärken.
#1718
Ressourcennutzung zum Wohle aller gestalten Wir wollen den Zugang zu Ressourcen kooperativ sichern und transparent gestalten.
#1719
Der ökonomische Aufstieg neuer weltpolitischer Akteure erhöht dramatisch die Nachfrage nach materiellen Ressourcen.
#1720
Dies kommt zu der immensen Nachfrage der Industrieländer noch hinzu.
#1721
Noch immer verbrauchen 15 Prozent der Weltbevölkerung 60 Prozent des Rohöls und Erdgases und mehr als die Hälfte anderer beschränkter materieller Ressourcen.
#1722
Eine gewaltsame Durchsetzung von Ressourceninteressen lehnen wir ab.
#1723
Zu oft kommen zudem in ressourcenreichen Ländern die Erträge nicht der Bevölkerung zugute.
#1724
Wir wollen daher in Deutschland und Europa ansässige Unternehmen gesetzlich auf hohe Transparenz- und Menschenrechtsstandards verpflichtet.
#1725
Erneuerbare Energien müssen nicht zuletzt auch deswegen ausgebaut werden, weil sie die Abhängigkeit von zentral kontrollierbaren Ressourcen mindern.
#1726
Gesellschaftliche Reformen ermutigen Wir wollen gesellschaftliche Reformen in den ökonomischen, sozialen und politischen Strukturen in Entwicklungsländern fördern.
#1727
Sie sind neben einer gerechten und nachhaltigen Weltwirtschaftsordnung unabdingbar für eine nachhaltige und sozial gerechte Entwicklung.
#1728
Die Einhaltung der Menschenrechte, die Durchsetzung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und diskriminierten Gruppen, aber auch ein ressourcenschonender und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen sind entscheidende Grundlagen für Frieden und Entwicklung.
#1729
Verschuldungsproblem lösen Wir wollen das drängende Verschuldungsproblem in den Entwicklungsländern lösen.
#1730
Viele Entwicklungsstaaten sind hoch verschuldet.
#1731
Wir GRÜNE wollen ein transparentes und faires internationales Schiedsverfahren im Rahmen der UN und die jeweiligen Interessen zwischen Gläubigern und Schuldnern ausgleichen.
#1732
Illegitime Schulden sind dabei ein besonderes Problem, denn wenn wissentlich Kredite an Unrechtsregime (etwa das Apartheidsregime) vergeben wurden, dürfen die betroffenen Gesellschaften nicht auch noch für die Schulden, die ihrer eigenen Unterdrückung dienten, in Haftung genommen werden.
#1733
Norwegen geht mit gutem Beispiel voran und streicht solche illegitimen Schulden.
#1734
Es ist an der Zeit, dass die EU-Staaten diesem Beispiel folgen und die EU international zum Anwalt eines solchen Ansatzes wird.
#1735
Zukünftige Kredite beispielsweise durch den IWF dürfen außerdem nicht mehr an die Bedingung neoliberaler Reformen geknüpft werden.
#1736
Recht auf Nahrung garantieren Wir wollen das Recht auf Nahrung garantieren.
#1737
Besonders die sich dramatisch verschärfende Welternährungskrise zwingt zu BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 158 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 159 in der Finanzmarkt-, Klima-, Handels- und Entwicklungspolitik zusammen gedacht und an den universellen Menschenrechten ausgerichtet werden.
#1738
Eine besondere Verantwortung hat die Europäische Union in der internationalen Handelspolitik.
#1739
BÜNDNIS 90/DIE GRÜ- NEN setzen sich für ein faires, multilaterales Handelssystem im Dienste der Armutsbekämpfung, der gerechteren Verteilung des globalen Reichtums und der nachhaltigen Entwicklung ein.
#1740
Die Durchsetzung von Umwelt- und Sozialstandards im Welthandel ist dabei ein zentraler politischer Gestaltungsbereich auf dem Weg zu einer gerechten Globalisierung.
#1741
Staaten und Unternehmen müssen verpflichtet sein, soziale, ökologische und Menschenrechtsstandards einzuhalten.
#1742
Im Agrarbereich müssen handelsverzerrende direkte und indirekte Subventionen deutlich verringert und alle Formen der Exportsubventionierung so schnell wie möglich abgeschafft werden.
#1743
Das Dumping von Lebensmitteln auf den Märkten der Entwicklungsländer muss ein Ende haben.


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