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vom 01.03.2026 PDF
#1693
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Andere Themen der Gemeinsamen Strategie wie Frieden und Sicherheit, demokratische Staatsführung, Schutz der Menschenrechte, Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele, Energie und Klimawandel wurden vernachlässigt.
#1694Aber Europa hat eine historische Verantwortung und moralische Verpflichtung, unterstützend zu helfen und die erforderlichen Finanzmittel zur Bekämpfung der Armut und Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele bereitzustellen.
#1695EU-Politiken auf nachhaltige Entwicklung ausrichten Wir wollen die Entwicklungspolitik der EU überprüfen, um einen größeren Beitrag für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung zu erzielen.
#1696Politikbereiche wie Landwirtschaft, Handel und Fischerei wirken sich häufig negativ auf die Entwicklungschancen aus.
#1697Sie müssen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung reformiert werden.
#1698Schluss mit dem europäischen Agrardumping, der Abholzung der Wälder und dem nicht nachhaltigen Holzhandel sowie der Überfischung der Meere.
#1699Doppelungen in der Entwicklungspolitik zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission müssen vermieden und die Hilfe muss effizient eingesetzt werden.
#1700Im Mittelpunkt stehen dabei für uns GRÜNE Partnerschaften für ressourcenschonende und gerechte Entwicklung mit anderen Regionalakteurinnen und -akteuren, wie der Afrikanischen Union, und den Vereinten Nationen.
#1701Dabei dürfen die UN nicht einfach nur ausführendes Organ und die EU Zahlmeisterin bleiben, sondern wir wollen gemeinsame Konzepte, Methoden und Instrumente entwickeln wie zum Beispiel bei der Wahlbegleitung oder der nachhaltigen, gerechten und friedlichen Regulierung des Zugangs und des Gebrauchs von Ressourcen (resource governance).
#1702Millenniums-Entwicklungsziele erreichen Wir wollen eine gerechte Gestaltung der Globalisierung.
#1703Die Vereinten Nationen haben mit den Millennium-Entwicklungszielen die wichtigsten sozialen Herausforderungen und Aufgaben für die globale Solidarität formuliert.
#1704Wir GRÜNE halten an unserem Ziel fest, dass sich die Zahl der Menschen in absoluter Armut bis zum Jahr 2015 halbieren soll.
#1705Eine solidarische EU muss die treibende Kraft bei der Umsetzung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sein.
#1706Die EU-Mitgliedstaaten müssen ihre Versprechen einhalten und ihre Haushalte für die Entwicklungszusammenarbeit bis zum Jahr 2010 auf mindestens 0,51 Prozent und bis zum Jahr 2015 auf mindestens 0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts aufstocken.
#1707Angesichts aktueller Herausforderungen wie Hunger, Migration, durch Armut genährte gewalttätige Konflikte und der Notwendigkeit, Umweltzerstörung regional zu begegnen, ist es nicht nur eine historische Verantwortung, sondern im europäischen Interesse, Entwicklung wirksam und schnell zu fördern.
#1708Deshalb müssen endlich zusätzlich die viel diskutierten innovativen Finanzierungsinstrumente wie internationale Steuern und Abgaben eingeführt werden.
#1709Eine Flugticketabgabe oder eine Kerosinsteuer gehören genauso wie eine Abgeltungssteuer auf die internationale Agenda.
#1710Außerdem müssen wir den effektiven Einsatz von Entwicklungsgeldern stärken und die oft zu bürokratische Vergabepraxis von EU-Geldern für Nichtregierungsorganisationen lockern.
#1711Partnerschaft mit Afrika vertiefen Wir wollen die von den Staats- und Regierungschefs der EU und Afrikas auf ihrem Gipfeltreffen in Lissabon im Dezember 2007 vereinbarte Gemeinsame Strategie Afrika – EU erheblich vertiefen.
#1712Deren Schwerpunkt lag in den letzten Jahren zu einseitig auf der Verhandlung der Europäischen Partnerschaftsabkommen (EPAs), die von vielen afrikanischen Staaten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 156 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 157 enormen Kraftanstrengungen.
#1713Die Zahl der bedrohlich chronisch unterernährten Menschen ist sprunghaft angestiegen.
#1714Der weltweite Hunger hat mittlerweile eine Milliarde Menschen erfasst und bedroht sie an Leib und Leben.
#1715Wir werden uns mit Nachdruck für mehr Geld und bessere Konzepte für die ländliche Entwicklung in den vom Hunger betroffenen Ländern einsetzen.
#1716Besonders die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern müssen dabei unterstützt werden, auf klima- und ressourcenschonende Weise mehr Grundnahrungsmittel für lokale und regionale Märkte anbauen zu können.
#1717Instrumente wie zum Beispiel Mikrokredite, die vor allem an Frauen vergeben werden, tragen dazu bei, unabhängige Lebensgrundlagen zu schaffen und die ökonomische und gesellschaftliche Partizipation besonders von Frauen zu stärken.
#1718Ressourcennutzung zum Wohle aller gestalten Wir wollen den Zugang zu Ressourcen kooperativ sichern und transparent gestalten.
#1719Der ökonomische Aufstieg neuer weltpolitischer Akteure erhöht dramatisch die Nachfrage nach materiellen Ressourcen.
#1720Dies kommt zu der immensen Nachfrage der Industrieländer noch hinzu.
#1721Noch immer verbrauchen 15 Prozent der Weltbevölkerung 60 Prozent des Rohöls und Erdgases und mehr als die Hälfte anderer beschränkter materieller Ressourcen.
#1722Eine gewaltsame Durchsetzung von Ressourceninteressen lehnen wir ab.
#1723Zu oft kommen zudem in ressourcenreichen Ländern die Erträge nicht der Bevölkerung zugute.
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