Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

Dokument lesen

-

vom 01.03.2026 PDF
#1690
Um international und besonders in den Entwicklungsländern Erneuerbare Energien zu fördern, muss sich die EU für die neugegründete Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) einsetzen und deren Integration in die Vereinten Nationen vorantreiben.
#1691
IRENA soll Industrie- und Entwicklungsländer beim Ausbau von Erneuerbaren Energien beraten und unterstützen.
#1692
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 154 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 155 Nichtregierungsorganisationen aus der berechtigten Sorge darüber abgelehnt werden, dass sie deren Wirtschaft schutzlos dem globalen Wettbewerb ausliefern und die ländliche Entwicklung weiter verschlechtern würden.
#1693
Andere Themen der Gemeinsamen Strategie wie Frieden und Sicherheit, demokratische Staatsführung, Schutz der Menschenrechte, Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele, Energie und Klimawandel wurden vernachlässigt.
#1694
Aber Europa hat eine historische Verantwortung und moralische Verpflichtung, unterstützend zu helfen und die erforderlichen Finanzmittel zur Bekämpfung der Armut und Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele bereitzustellen.
#1695
EU-Politiken auf nachhaltige Entwicklung ausrichten Wir wollen die Entwicklungspolitik der EU überprüfen, um einen größeren Beitrag für eine gerechte Gestaltung der Globalisierung zu erzielen.
#1696
Politikbereiche wie Landwirtschaft, Handel und Fischerei wirken sich häufig negativ auf die Entwicklungschancen aus.
#1697
Sie müssen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung reformiert werden.
#1698
Schluss mit dem europäischen Agrardumping, der Abholzung der Wälder und dem nicht nachhaltigen Holzhandel sowie der Überfischung der Meere.
#1699
Doppelungen in der Entwicklungspolitik zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission müssen vermieden und die Hilfe muss effizient eingesetzt werden.
#1700
Im Mittelpunkt stehen dabei für uns GRÜNE Partnerschaften für ressourcenschonende und gerechte Entwicklung mit anderen Regionalakteurinnen und -akteuren, wie der Afrikanischen Union, und den Vereinten Nationen.
#1701
Dabei dürfen die UN nicht einfach nur ausführendes Organ und die EU Zahlmeisterin bleiben, sondern wir wollen gemeinsame Konzepte, Methoden und Instrumente entwickeln wie zum Beispiel bei der Wahlbegleitung oder der nachhaltigen, gerechten und friedlichen Regulierung des Zugangs und des Gebrauchs von Ressourcen (resource governance).
#1702
Millenniums-Entwicklungsziele erreichen Wir wollen eine gerechte Gestaltung der Globalisierung.
#1703
Die Vereinten Nationen haben mit den Millennium-Entwicklungszielen die wichtigsten sozialen Herausforderungen und Aufgaben für die globale Solidarität formuliert.
#1704
Wir GRÜNE halten an unserem Ziel fest, dass sich die Zahl der Menschen in absoluter Armut bis zum Jahr 2015 halbieren soll.
#1705
Eine solidarische EU muss die treibende Kraft bei der Umsetzung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sein.
#1706
Die EU-Mitgliedstaaten müssen ihre Versprechen einhalten und ihre Haushalte für die Entwicklungszusammenarbeit bis zum Jahr 2010 auf mindestens 0,51 Prozent und bis zum Jahr 2015 auf mindestens 0,7 Prozent ihres Bruttosozialprodukts aufstocken.
#1707
Angesichts aktueller Herausforderungen wie Hunger, Migration, durch Armut genährte gewalttätige Konflikte und der Notwendigkeit, Umweltzerstörung regional zu begegnen, ist es nicht nur eine historische Verantwortung, sondern im europäischen Interesse, Entwicklung wirksam und schnell zu fördern.
#1708
Deshalb müssen endlich zusätzlich die viel diskutierten innovativen Finanzierungsinstrumente wie internationale Steuern und Abgaben eingeführt werden.
#1709
Eine Flugticketabgabe oder eine Kerosinsteuer gehören genauso wie eine Abgeltungssteuer auf die internationale Agenda.
#1710
Außerdem müssen wir den effektiven Einsatz von Entwicklungsgeldern stärken und die oft zu bürokratische Vergabepraxis von EU-Geldern für Nichtregierungsorganisationen lockern.
#1711
Partnerschaft mit Afrika vertiefen Wir wollen die von den Staats- und Regierungschefs der EU und Afrikas auf ihrem Gipfeltreffen in Lissabon im Dezember 2007 vereinbarte Gemeinsame Strategie Afrika – EU erheblich vertiefen.
#1712
Deren Schwerpunkt lag in den letzten Jahren zu einseitig auf der Verhandlung der Europäischen Partnerschaftsabkommen (EPAs), die von vielen afrikanischen Staaten und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 156 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 157 enormen Kraftanstrengungen.
#1713
Die Zahl der bedrohlich chronisch unterernährten Menschen ist sprunghaft angestiegen.
#1714
Der weltweite Hunger hat mittlerweile eine Milliarde Menschen erfasst und bedroht sie an Leib und Leben.
#1715
Wir werden uns mit Nachdruck für mehr Geld und bessere Konzepte für die ländliche Entwicklung in den vom Hunger betroffenen Ländern einsetzen.
#1716
Besonders die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern müssen dabei unterstützt werden, auf klima- und ressourcenschonende Weise mehr Grundnahrungsmittel für lokale und regionale Märkte anbauen zu können.
#1717
Instrumente wie zum Beispiel Mikrokredite, die vor allem an Frauen vergeben werden, tragen dazu bei, unabhängige Lebensgrundlagen zu schaffen und die ökonomische und gesellschaftliche Partizipation besonders von Frauen zu stärken.
#1718
Ressourcennutzung zum Wohle aller gestalten Wir wollen den Zugang zu Ressourcen kooperativ sichern und transparent gestalten.
#1719
Der ökonomische Aufstieg neuer weltpolitischer Akteure erhöht dramatisch die Nachfrage nach materiellen Ressourcen.
#1720
Dies kommt zu der immensen Nachfrage der Industrieländer noch hinzu.


Fenster schließen und zurück

Anzeige: