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vom 01.03.2026 PDF
#1618
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Neue bedeutsame Risiken für den Frieden entstehen durch Klimawandel, Konkurrenz um knappe Rohstoffe, um Energie und Lebensmittel.
#1619Eine ungeregelte Globalisierung spaltet die Welt in Menschen in bitterer Armut und welche mit ungeheurem Reichtum.
#1620Zerfallende Staaten können zum Rückzugsgebiet von organisierter Kriminalität und Terrorismus werden.
#1621Bürgerkriege zerstören ganze Gesellschaften.
#1622Völkermord und andere Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind bittere Realität.
#1623Für uns ist die Europäische Außen- und Sicherheitspolitik global ausgerichtet.
#1624Eine positive Ausgestaltung der transatlantischen Gemeinschaft ist ein elementares Interesse deutscher und europäischer Politik.
#1625Diese Gemeinschaft gründet sich auf gemeinsame historische Erfahrungen und politische Werte, eine enge wirtschaftliche Verflechtung und auf einen intensiven kulturellen Austausch.
#1626Mit dem Ende der bipolaren BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 148 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 149 Weltordnung und dem Aufkommen neuer wirtschaftlicher und politischer Mächte wie China und Indien müssen sich internationale Allianzen im Allgemeinen, aber auch die transatlantische Partnerschaft im Speziellen neu definieren, mit dem Ziel einer globalen Wirtschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung soziale und ökologische Regeln zu geben.
#1627Wir wollen eine gerechte Gestaltung der Globalisierung.
#1628Außer Kontrolle geratende Finanzmärkte sind eine Gefahr für wirtschaftliche Stabilität, Arbeitsplätze, Entwicklung, und letztlich auch für die Demokratie.
#1629Es sind vor allem die Gesellschaften des Südens, die unter der Instabilität des Währungssystems, unter Steueroasen, organisierter Kapitalflucht ihrer Eliten und unter Steuerhinterziehung und Korruption transnationaler Firmen besonders leiden.
#1630Die EU muss ihre vielfältigen Instrumente besser aufeinander abstimmen.
#1631So dürfen entwicklungspolitische Anstrengungen nicht durch eine verfehlte europäische Handelspolitik konterkariert werden.
#1632In den kommenden Jahren wird sich entscheiden, ob es gelingt, zusammen mit den alten und den neuen weltpolitischen Akteuren eine kooperative internationale Ordnung im Rahmen der Vereinten Nationen zu schaffen und den zu beobachtenden Tendenzen eines Rückfalls in unilaterale und nationalistische Machtpolitik entgegenzutreten.
#1633BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für diesen kooperativen Multilateralismus – jenseits von nationalen und neoliberalen Scheinlösungen.
#1634Wir wollen die EU als eine Zivilmacht und ein Friedensprojekt profilieren, das bereit ist, Verantwortung im Rahmen der Vereinten Nationen zu übernehmen.
#1635Zentraler Bestandteil der europäischen Außenpolitik muss der Dialog auf Grundlage der Menschenrechte zwischen den Kulturen sein.
#1636Auch Menschen, die aufgrund zunehmender Umweltzerstörung ihrer Lebensgrundlagen beraubt wurden, brauchen die Unterstützung der EU.
#1637Hier muss Europa seiner Verantwortung als wesentlicher Mitverursacher des Klimawandels Rechnung tragen.
#1638Europa in guter Nachbarschaft Erweiterungspolitik fortentwickeln Wir bekennen uns zum Fortgang des Erweiterungsprozesses.
#1639Es ist aber auch an der Zeit, aus den Lehren der letzten Erweiterungen zu lernen und dort nachzubessern, wo es in den letzten Jahren gehapert hat.
#1640Das wollen wir GRÜNE in drei Schritten tun: Erstens, Erweiterung muss ehrlich stattfinden.
#1641Die »Kopenhagener Kriterien« der EU definieren Anforderungen an die beitrittswilligen Staaten.
#1642Erst wenn alle Kopenhagener Kriterien für den Beitritt erfüllt sind, wie demokratische und rechtsstaatliche Ordnung, die Wahrung der Menschenrechte und Schutz der Minderheiten, und erst wenn die Regelungen der EU übernommen sind, kann es konkrete Beitrittstermine geben.
#1643Zweitens muss Schluss sein mit einem »entweder-Beitritt-odernichts « Prozess.
#1644Die Beitrittskandidaten sollen stattdessen nach und nach in den Bereichen mitarbeiten dürfen, in denen sie ihre Gesetzgebung den EU-Regelungen angepasst haben.
#1645Nur wer bereit ist, an der Überwindung regionaler Konflikte mitzuwirken und effektiv mit den Nachbarn zusammenzuarbeiten, kann Mitglied der EU werden.
#1646Auf klaren Voraussetzungen für einen Beitritt zur EU zu bestehen, bedeutet nicht, einen Zaun um die jetzige Union zu ziehen.
#1647Verantwortung für den westlichen Balkan wahrnehmen Wir wollen eine EU, die der besonderen Verantwortung für den westlichen Balkan, also für Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien, Montenegro und das Kosovo, gerecht wird.
#1648Mit Kroatien werden bereits seit Oktober 2005 Beitrittsverhandlungen geführt, die zu einem baldigen Beitritt führen könnten, wenn die Kriterien erfüllt sind.
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