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vom 01.03.2026 PDF
#1523
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Außerdem muss der Zugang zu EU-Forschungsmitteln verbessert werden – durch einen gezielten Aufbau von Kapazitäten aber auch durch unbürokratische Ko-Finanzierungen von erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerbern um EU-Mittel.
#1524Gerade die Mitfinanzierung von Forschungsvorhaben soll durch Komplementärkredite der Europäischen Investitionsbank möglich gemacht werden.
#1525Eine faire Balance zwischen Innovationsschutz und Wissenszugang gewährleisten Wir wollen einen freien und kostenlosen Zugang zu mit öffentlichen Mitteln produziertem Wissen und unterstützen daher das Open-Access-Prinzip.
#1526In der modernen Wissens- und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 140 Informationsgesellschaft ist der ungehinderte Zugang zum jeweils neuesten Kenntnisstand die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Forschungsarbeit.
#1527Heutzutage wirken sich insbesondere Patente immer häufiger als wettbewerbsverzerrend aus und vergrößern globale Ungerechtigkeiten.
#1528Wir wollen Patentlaufzeiten dort verkürzen, wo dies zu mehr Innovationsdynamik führt.
#1529Der Schutz von Wissen muss immer im Einklang mit den Bedürfnissen der ganzen Gesellschaft und der internationalen Gerechtigkeit stehen.
#1530Wir fordern einen ausreichenden Schutz vor Wissensmonopolen.
#1531Patente dürfen nicht dazu missbraucht werden, Geschäfte zu Lasten der Schwächsten zu machen oder die Weiterentwicklung von Wissen, ökologischen Errungenschaften oder den Zugang zur gesundheitlichen Behandlung zu behindern.
#1532Dies gilt gerade auch für den Bereich der Suchmaschinen und Telekommunikationsdienstleistungen.
#1533Die Neutralität von Kommunikationsnetzen ist im Sinne der Informationsfreiheit zu gewährleisten.
#1534Wir treten vielmehr für neue flexiblere Modelle ein, die den Zugang zu Wissen ermöglichen und bei denen der Urheber selbst entscheiden kann, wie viel Schutz er benötigt.
#1535Kulturelle Vielfalt ist Reichtum – Europa eine Seele geben »You will not fall in love with the internal market.
#1536Die Menschen werden sich nicht in den Binnenmarkt verlieben.
#1537Zur Begeisterung für Europa gehört mehr als der gemeinsame Binnenmarkt.
#1538Die kulturelle Vielfalt ist als Quelle der Erneuerung und der Kreativität eine entscheidende Ressource für die Zukunft der Menschheit.
#1539Die europäische Kulturpolitik muss die Vielfalt der Kulturen anerkennen und ausbauen.
#1540Deswegen treten wir für eine Aufwertung europäischer Kulturpolitik ein, konzeptionell und finanziell.
#1541Mit der UNESCO-Konvention zum Schutz der kulturellen Vielfalt ist festgeschrieben, dass Kunst und Kultur einen Doppelcharakter haben.
#1542Sie sind mehr als wirtschaftliche Güter.
#1543Kunst und Kultur sind auch Träger von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 141 Sinn und Bedeutung.
#1544Deswegen dürfen sie nicht einfach den Regeln des Wettbewerbsrechts und der Handelslogik ausgeliefert werden.
#1545Wir wollen die UNESCO-Konvention mit Leben füllen und auch innerhalb der WTO durchsetzen.
#1546Dabei spielt die Lebens- und Arbeitssituation von Künstlerinnen und Künstlern für uns eine zentrale Rolle.
#1547Um deren Lebensgrundlage zu sichern und um direkten kulturellen Austausch und grenzüberschreitende Mobilität zu fördern, setzen wir uns für die Absicherung ihrer Sozialleistungen ein.
#1548Für kreative Städte und Regionen Wir wollen Brücken der Innovation bauen zwischen Schulen, Universitäten und sonstigen Forschungseinrichtungen, zwischen privaten und öffentlichen Institutionen – wohl wissend, dass die Zukunft der europäischen Städte und Regionen entscheidend an den Netzwerken der Kreativität und Innovation hängt, an einem weltoffenen, einbeziehenden, Toleranz fördernden Umgang mit menschlicher Kreativität.
#1549Vom »Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation« 2009 müssen Impulse ausgehen, die Kreativität und Innovationsfähigkeit nicht nur als Wirtschaftsressource, sondern als eine menschliche Eigenschaft begreifen, die auf vielen Feldern wirksam wird.
#1550Denn kreatives und innovatives Handeln ist nicht bloß eine Funktion im ökonomischen Verwertungsprozess, sie ist Teil des erfüllten und selbstbestimmten Lebens.
#1551Wir betonen die Autonomie künstlerischen Handelns.
#1552Wir streiten für Lern- und Ausbildungsformen, die Eigenständigkeit und Individualität fördern.
#1553Das Projekt Kulturhauptstadt Europas ist eine Erfolgsgeschichte und soll fortgesetzt werden.
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