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vom 01.03.2026 PDF
#1506
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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 138 Deshalb treten wir für die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses innerhalb der EU ein.
#1507Forschung stärken Wir wollen Wissenschaft und Forschung in der EU stärken.
#1508Ein Ausbau und eine Bündelung der Forschungsbemühungen in Europa sind notwendig, damit wir in einer globalisierten Wirtschaft, die von Wissen und Innovationen angetrieben wird, eine sozial gerechte und wohlhabende Gesellschaft weiterentwickeln können.
#1509Wir streben die Schaffung eines echten europäischen Forschungsraumes an und wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und deren Vernetzung stärken, auch indem wir die Mobilitätsunterstützung von Forscherinnen und Forschern, von Technologie und Wissen in der EU steigern.
#1510Wir wollen, dass sich die EU-Forschungsförderung, zum Beispiel das EU-Forschungsrahmenprogramm, vermehrt an den drängenden Fragen unserer Zeit orientiert.
#1511Dazu gehören Fragen des Klimaschutzes und der Erhaltung der Artenvielfalt.
#1512Die meisten europäischen Staaten und auch Deutschland sind noch weit davon entfernt, ihr selbstgestecktes Ziel einzuhalten und drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die Forschung zu investieren.
#1513Die Vergabe der Mittel, aber auch die inhaltliche Ausrichtung der Forschungsprogramme müssen dabei auch die Richtlinien des Gender Mainstreamings berücksichtigen.
#1514GRÜNE setzen sich dafür ein, dass die Europäische Union ausreichende Mittel für Gender Studies an europäischen Universitäten zur Verfügung stellt und treten dafür ein, die Forschungsförderung in der EU unbürokratischer zu gestalten.
#1515Forschungsförderung demokratisch und transparent Die Ziele europäischer Wissenschaftsförderung müssen demokratisch diskutiert und kontrolliert werden.
#1516Für die kulturelle Selbstverständigung einer Gesellschaft über ihre Grundlagen, ihre Grundwerte und ihre zukünftige Entwicklung sind die BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 139 Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften unerlässlich.
#1517Wir GRÜNE werden uns daher weiter für die Unterstützung der geisteswissenschaftlichen Forschung in Europa einsetzen.
#1518In den demokratischen Diskurs über die Ausrichtung europäischer Wissenschaftsförderung bringen wir grüne Überzeugungen und Werte ein.
#1519Wir werden uns für eine verantwortungsvolle Handhabung und eine ethische Selbstbeschränkung der Forschung einsetzen, die sich um des Menschen willen mit Erkenntnisgrenzen bescheidet.
#1520Abzulehnen sind deshalb einzelne Bestrebungen in der Forschung, den vollkommenen, von Behinderungen freien und krankheitsresistenten Menschen zu garantieren.
#1521Forschungsförderungen unbürokratisch ausrichten – Mikroprogramme fördern Wir wollen die Antragsverfahren in der Forschungspolitik vereinfachen und den Zugang für kleine, flexible und insbesondere für innovative Hochschulen, Forschungsinstitute und Firmen verbessern.
#1522Auch differenzierte und regelmäßig ausschüttende Mikroprogramme sollten aufgelegt werden, um gerade kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen.
#1523Außerdem muss der Zugang zu EU-Forschungsmitteln verbessert werden – durch einen gezielten Aufbau von Kapazitäten aber auch durch unbürokratische Ko-Finanzierungen von erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerbern um EU-Mittel.
#1524Gerade die Mitfinanzierung von Forschungsvorhaben soll durch Komplementärkredite der Europäischen Investitionsbank möglich gemacht werden.
#1525Eine faire Balance zwischen Innovationsschutz und Wissenszugang gewährleisten Wir wollen einen freien und kostenlosen Zugang zu mit öffentlichen Mitteln produziertem Wissen und unterstützen daher das Open-Access-Prinzip.
#1526In der modernen Wissens- und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 140 Informationsgesellschaft ist der ungehinderte Zugang zum jeweils neuesten Kenntnisstand die Grundvoraussetzung für erfolgreiche Forschungsarbeit.
#1527Heutzutage wirken sich insbesondere Patente immer häufiger als wettbewerbsverzerrend aus und vergrößern globale Ungerechtigkeiten.
#1528Wir wollen Patentlaufzeiten dort verkürzen, wo dies zu mehr Innovationsdynamik führt.
#1529Der Schutz von Wissen muss immer im Einklang mit den Bedürfnissen der ganzen Gesellschaft und der internationalen Gerechtigkeit stehen.
#1530Wir fordern einen ausreichenden Schutz vor Wissensmonopolen.
#1531Patente dürfen nicht dazu missbraucht werden, Geschäfte zu Lasten der Schwächsten zu machen oder die Weiterentwicklung von Wissen, ökologischen Errungenschaften oder den Zugang zur gesundheitlichen Behandlung zu behindern.
#1532Dies gilt gerade auch für den Bereich der Suchmaschinen und Telekommunikationsdienstleistungen.
#1533Die Neutralität von Kommunikationsnetzen ist im Sinne der Informationsfreiheit zu gewährleisten.
#1534Wir treten vielmehr für neue flexiblere Modelle ein, die den Zugang zu Wissen ermöglichen und bei denen der Urheber selbst entscheiden kann, wie viel Schutz er benötigt.
#1535Kulturelle Vielfalt ist Reichtum – Europa eine Seele geben »You will not fall in love with the internal market.
#1536Die Menschen werden sich nicht in den Binnenmarkt verlieben.
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