Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1449
Sie sind somit von der Initiative der Kommission und des Rates abhängig.
#1450
Damit fehlt jenem Organ der EU mit der klarsten demokratischen Legitimität ein wichtiges und andernorts absolut übliches Recht.
#1451
Eine rationale Drogenpolitik in der Europäischen Union einleiten Wir wollen eine rationale Drogenpolitik für mehr Sicherheit, die auf den Dreiklang aus Prävention, Hilfe und Entkriminalisierung setzt.
#1452
Alle Drogen können auf eine für die Gesundheit schädliche Weise konsumiert werden.
#1453
Die Kriminalisierung der Konsumentinnen und Konsumenten ist jedoch der falsche Weg, wenn der verantwortungsvolle Umgang mit Drogen das Ziel ist.
#1454
Es ist nicht möglich, den Drogenkonsum durch Prohibition zum Erliegen zu bringen.
#1455
Im Gegenteil: Die Prohibition verschlechtert nur die Situation der Drogenkonsumentinnen und Konsumenten und erhöht zugleich die Profite der organisierten Kriminalität.
#1456
Der aufgrund des Catania-Reportes vom EU-Parlament bereits 2004 gefasste und von der EU-Kommission seitdem ignorierte Beschluss zu einer umfassenden Kosten/Nutzen-Analyse der gegenwärtigen Drogenprohibition muss deshalb endlich umgesetzt werden.
#1457
Um die Konsumenten durch niedrigschwellige Hilfs- und Beratungsangebote besser zu erreichen, sind daher bei bestimmten Drogen mit vergleichsweise geringen Risiken, wie Cannabis, unter Berücksichtigung des Kinder- und Jugendschutzes legale Abgabemöglichkeiten an Erwachsene einzurichten.
#1458
Fortschrittliche Ansätze in einzelnen EU-Staaten, wie BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 133 Inhaltsstoff-Analysen illegaler Drogen (sogenanntes Drug- Checking) zum gesundheitlichen Schutz der Konsumentinnen und Konsumenten, Programme zur Originalstoffabgabe an Schwerst-Abhängige bestimmter Drogen sowie insbesondere eine Verwendung von Cannabis als Medizin müssen zudem in allen EU-Mitgliedsländern ermöglicht werden.
#1459
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 134 Der grüne Weg in die Wissenschaftsgesellschaft Eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und in seiner Entfaltung fördert, ist ein wichtiges Anliegen und zentraler Bestandteil unserer Politik.
#1460
Es geht um gerechte Chancen der Bildung und des Wissenserwerbs, um die Entwicklung von kreativen Fähigkeiten, Selbstreflektion und den Umgang mit Vielfalt, um den Zugang zu den vielfältigsten kulturellen Betätigungsfeldern als Teil eines guten und selbstbestimmten Lebens und Zusammenlebens.
#1461
Wir begrüßen, dass die EU das Jahr 2009 als »Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation« begeht.
#1462
Die aktive Förderung von Bildung, Forschung, Wissen, Kultur und Sport ist für uns GRÜNE Ausdruck unserer Werteorientierung.
#1463
Im Übergang zur Wissensgesellschaft wird sie zu einem entscheidenden Baustein unserer Zukunftspolitik auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise.
#1464
Dafür ist ein umfassender und grenzüberschreitender Zugang zu Bildung und Ausbildung notwendig.
#1465
Die Entwicklung der EU wird wesentlich davon abhängen, ob gut ausgebildete, innovative und phantasievolle Menschen sich in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur engagieren.
#1466
Wir begrüßen deshalb, dass die EU das Jahr 2009 als »Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation« begeht.
#1467
Wir wollen die Wissensgesellschaft für alle Menschen ermöglichen.
#1468
Grenzüberschreitende Lebens- und Lernerfahrungen der Einzelnen und ihre Förderung durch EU-Programme sind ein wesentlicher Beitrag hierzu.
#1469
Sie machen Europa für jede einzelne Bürgerin und jeden einzelnen Bürger erlebbar und fördern die weitere Integration.
#1470
Europa ist geprägt von einer großen Vielfalt der Kulturen und Religionen.
#1471
Es kann kein Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen geben, ohne dass auch Differenzen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 135 entstehen, die friedlich ausgehandelt werden müssen.
#1472
Der Dialog setzt voraus, dass man über Kenntnisse und Wertschätzung der eigenen Kultur verfügt, um andere als gleichberechtigt gelten lassen zu können.
#1473
Die in Europa gelebte Sprachenvielfalt wird von uns als erstrangiges Kulturgut anerkannt.
#1474
Kulturelle Vielfalt ist lebendig und darf nicht auf reine Folklore oder den Namensschutz von Camembert, Feta und Halloumi reduziert werden.
#1475
Basis und Ausdruck der kulturellen Vielfalt sind die Sprachen Europas – nicht nur Sprachen der Mehrheitsgesellschaften, sondern auch der Minderheiten sowie Esperanto als internationale Sprache der Völkerverständigung.
#1476
Mehrsprachigkeit ist stark zu fördern.
#1477
Im Zeitalter des weltweiten Austauschs von Informationen und Kulturgütern spielen insbesondere digitale Medien eine zentrale Rolle.
#1478
Eine allen zugängliche, aber auch verantwortungsvolle Verbreitung und Gestaltung dieser Medien erfordert einige grundsätzliche Regeln, die Datenschutzbestimmungen ebenso wie geistiges Eigentum und ethische Grundsätze gewährleisten.
#1479
Auslandserfahrungen für alle fördern Wir wollen europaweite Mobilität zum Zwecke der Bildung und der Erlangung interkultureller Kompetenzen systematisch fördern.


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