Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1321
Darüber hinaus fordern GRÜNE nationale Modelle zur sogenannten Punktemigration, die auf europäischer Ebene koordiniert werden.
#1322
Es ist darauf zu achten, dass solche Einwanderungssysteme nicht Frauen beziehungsweise Menschen mit Familienpflichten oder Menschen mit Behinderungen benachteiligen.
#1323
Integration – Teilhabe fördern Wir wollen die Möglichkeiten zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben für die auf Dauer in der EU lebenden Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge erweitern.
#1324
Für den Erfolg einer aktiven Integrationspolitik hat die EU inzwischen wichtige Rechtsetzungskompetenz: zum Beispiel beim Familiennachzug, bei der Ausgestaltung des Aufenthaltsrechts, aber auch bei Regelungen zum Arbeitsmarktzugang.
#1325
Wir lehnen die Praxis in Deutschland und einiger anderen Mitgliedstaaten beim Ehegattennachzug bereits vor der Einreise Sprachkenntnisse zu verlangen, als integrations- und familienfeindlich ab.
#1326
Außerdem fordern wir ein dauerhaftes Rückkehrrecht für Frauen, die Opfer von Zwangsverheiratungen wurden.
#1327
Menschenwürdiges Leben auch für Illegalisierte Auch illegalisierten Menschen dürfen grundlegende Menschenrechte nicht vorenthalten werden.
#1328
Wir begrüßen Amnestien für Illegalisierte.
#1329
Legalisierungskampagnen müssen auch in Zukunft möglich sein.
#1330
Mittelfristig muss unser Ziel jedoch sein, nicht nur durch eine umfassende Amnestie sondern auch durch eine vernünftige, grüne Flüchtlingspolitik Illegalisierung zu überwinden.
#1331
Gesundheitsversorgung, Schulbesuch und Arbeitslohn dürfen ihnen nicht verweigert werden.
#1332
Die europaweiten Zustände in Abschiebehaftanstalten sind menschenunwürdig.
#1333
Auch in Deutschland sind Menschen in Abschiebehaft, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 122 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 123 Dach des Grundgesetzes die eigene Kultur zu leben, gegen die Protagonisten einer »Leitkultur«, die kulturelle Anpassung erzwingen und das kulturelle Leben in Europa vereinheitlichen möchten.
#1334
Ebenso unmissverständlich bekennen wir uns zur Religions- und Glaubensfreiheit.
#1335
Wir bekennen uns zum Menschenrecht, sich für oder gegen eine Religion zu entscheiden und diese religiöse und weltanschauliche Überzeugung auch öffentlich zu bekunden oder zu widerrufen.
#1336
Die Religions- und Glaubensfreiheit findet ihre Schranken dort, wo im Namen der Religion die Menschenrechte anderer eingeschränkt werden.
#1337
Wer unter dem Deckmantel der Religion die Freiheit und Selbstbestimmung der Frauen missachtet, wird unseren beharrlichen Widerstand erfahren.
#1338
Wir werden uns allen Bestrebungen widersetzen, Meinungsfreiheit und Menschenrechte Religionen und religiösen Symbolen unterzuordnen, wie es beispielsweise im UN-Menschenrechtsrat von Mitgliedstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz versucht wird.
#1339
Wir werden deshalb im Europäischen Parlament die Initiative für den Schutz und die Hilfe für die individuellen Opfer religiös motivierter Gewalt in Europa und die aktive Aufnahme für religiös Verfolgte ergreifen.
#1340
Gleichberechtigung für alle Frauen in Europa herstellen Wir wollen gesetzliche Maßnahmen zur Lohngerechtigkeit von Frauen und Männern.
#1341
Das heißt gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit.
#1342
Im Europäischen Parlament haben wir uns erfolgreich für die Richtlinie zur Gleichstellung am Arbeitsplatz stark gemacht, nach der erstmals auch »positive« Maßnahmen zur Förderung des unterrepräsentierten Geschlechtes möglich sind.
#1343
Das ist aber nur ein erster Schritt: Durch effektive Quotenregelungen bei den Besetzungen von Ämtern und Gremien wollen wir Gleichberechtigung fördern, gerade dort, wo sich verbissen Männerriegen am Steuer halten.
#1344
Hier muss die EU als gutes Beispiel vorangehen.
#1345
Wir fordern eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Entscheidungspositionen innerhalb der EU-Gremien, also die Besetzung dieser Gremien mit mindestens 50 Prozent Diskriminierung von Roma in der EU beenden In Europa leben heute etwa zwölf Millionen Roma.
#1346
Viele Roma leben am Rande der Gesellschaft und sind von sozialer, ökonomischer und politischer Ausgrenzung betroffen, gesellschaftlich wie häufig auch staatlich.
#1347
Besonders erschreckend ist die Situation in Teilen Süd- und Osteuropas.
#1348
Berichte von pogromartigen Überfällen auf Wohnsiedlungen der Roma bilden nur die Spitze des Eisberges.
#1349
Männer werden von ihren Familien getrennt, Frauen werden ohne ihr Wissen sterilisiert, Kinder ihren Eltern weggenommen.
#1350
Wir GRÜNE fordern besseren Schutz der Roma vor Diskriminierung und Gewalt.
#1351
Europa muss handeln und die Mitgliedstaaten ernsthaft an ihre staatliche Schutzpflicht erinnern und den Druck auf all jene Staaten zu erhöhen, die den Schutz der Roma in innerhalb ihrer Grenzen immer noch vernachlässigen.


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