Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1309
Solange dieser unmenschliche Zustand existiert, fordern wir die Einhaltung menschenrechtlicher Standards, keine Inhaftierung besonders Schutzbedürftiger und die Begrenzung der Abschiebehaft auf maximal sechs Monate.
#1310
Außerdem verwahren wir uns gegen eine Auslagerung der Asylbewerbungsstellen oder des Außengrenzenschutzes auf das Territorium von Drittstaaten.
#1311
Europäisches Antidiskriminierungsrecht weiterentwickeln Wir wollen in einem demokratischen Europa das Anti-Diskriminierungsrecht stärken.
#1312
Das Grundprinzip der Nichtdiskriminierung darf nicht nur für den Binnenmarkt gelten, sondern für alle gesellschaftlichen Bereiche.
#1313
Wenn Menschen aufgrund persönlicher Merkmale – sei es Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, einer Behinderung, der Religion oder Glaubensausrichtung oder der sexuellen Orientierung – gleiche Chancen verwehrt werden, dann brauchen sie wirksamen Schutz.
#1314
Dazu gehört eine faire Kostenregelung, die allen ermöglicht, ihre Rechte durchzusetzen.
#1315
Dieser Schutz muss auch gegenüber Kirchen und anderen weltanschaulich strukturierten Körperschaften des öffentlichen Rechts beziehungsweise entsprechenden Organisationen anderer europäischer Staaten gewährleistet werden.
#1316
GRÜNE stehen für diesen Schutz und unterstützen die Europäische Kommission in ihren Bemühungen, dieses Grundprinzip auch gegenüber Mitgliedstaaten wie der blockierenden Bundesregierung durchzusetzen – zum Beispiel bei der Richtlinie zum Diskriminierungsschutz auch außerhalb des Arbeitslebens.
#1317
Wir werden uns auch in Zukunft gegen Rückschritte in diesem Bereich stemmen, denn Deutschland und die EU brauchen nicht weniger, sondern einen besseren und effektiveren Diskriminierungsschutz.
#1318
Wir fordern außerdem die Ausweitung von Programmen, die diskriminierte Gruppen darin stärken, sich selbst gegen die Diskriminierung zur Wehr zu setzen (Empowerment).
#1319
konomischer Hinsicht darstellt.
#1320
Daher lehnen wir die bisherigen Vorschläge der EU-Kommission ab, da sie keine ausreichenden Möglichkeiten eines festen Aufenthalts in der EU beinhalten.
#1321
Darüber hinaus fordern GRÜNE nationale Modelle zur sogenannten Punktemigration, die auf europäischer Ebene koordiniert werden.
#1322
Es ist darauf zu achten, dass solche Einwanderungssysteme nicht Frauen beziehungsweise Menschen mit Familienpflichten oder Menschen mit Behinderungen benachteiligen.
#1323
Integration – Teilhabe fördern Wir wollen die Möglichkeiten zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben für die auf Dauer in der EU lebenden Migrantinnen und Migranten und Flüchtlinge erweitern.
#1324
Für den Erfolg einer aktiven Integrationspolitik hat die EU inzwischen wichtige Rechtsetzungskompetenz: zum Beispiel beim Familiennachzug, bei der Ausgestaltung des Aufenthaltsrechts, aber auch bei Regelungen zum Arbeitsmarktzugang.
#1325
Wir lehnen die Praxis in Deutschland und einiger anderen Mitgliedstaaten beim Ehegattennachzug bereits vor der Einreise Sprachkenntnisse zu verlangen, als integrations- und familienfeindlich ab.
#1326
Außerdem fordern wir ein dauerhaftes Rückkehrrecht für Frauen, die Opfer von Zwangsverheiratungen wurden.
#1327
Menschenwürdiges Leben auch für Illegalisierte Auch illegalisierten Menschen dürfen grundlegende Menschenrechte nicht vorenthalten werden.
#1328
Wir begrüßen Amnestien für Illegalisierte.
#1329
Legalisierungskampagnen müssen auch in Zukunft möglich sein.
#1330
Mittelfristig muss unser Ziel jedoch sein, nicht nur durch eine umfassende Amnestie sondern auch durch eine vernünftige, grüne Flüchtlingspolitik Illegalisierung zu überwinden.
#1331
Gesundheitsversorgung, Schulbesuch und Arbeitslohn dürfen ihnen nicht verweigert werden.
#1332
Die europaweiten Zustände in Abschiebehaftanstalten sind menschenunwürdig.
#1333
Auch in Deutschland sind Menschen in Abschiebehaft, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 122 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 123 Dach des Grundgesetzes die eigene Kultur zu leben, gegen die Protagonisten einer »Leitkultur«, die kulturelle Anpassung erzwingen und das kulturelle Leben in Europa vereinheitlichen möchten.
#1334
Ebenso unmissverständlich bekennen wir uns zur Religions- und Glaubensfreiheit.
#1335
Wir bekennen uns zum Menschenrecht, sich für oder gegen eine Religion zu entscheiden und diese religiöse und weltanschauliche Überzeugung auch öffentlich zu bekunden oder zu widerrufen.
#1336
Die Religions- und Glaubensfreiheit findet ihre Schranken dort, wo im Namen der Religion die Menschenrechte anderer eingeschränkt werden.
#1337
Wer unter dem Deckmantel der Religion die Freiheit und Selbstbestimmung der Frauen missachtet, wird unseren beharrlichen Widerstand erfahren.
#1338
Wir werden uns allen Bestrebungen widersetzen, Meinungsfreiheit und Menschenrechte Religionen und religiösen Symbolen unterzuordnen, wie es beispielsweise im UN-Menschenrechtsrat von Mitgliedstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz versucht wird.
#1339
Wir werden deshalb im Europäischen Parlament die Initiative für den Schutz und die Hilfe für die individuellen Opfer religiös motivierter Gewalt in Europa und die aktive Aufnahme für religiös Verfolgte ergreifen.


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