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vom 01.03.2026 PDF
#1264
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Ein modernes migrationspolitisches Konzept, dass vor allem bei den Ursachen von Flucht und Migration ansetzt, muss eine Strategie zur Armutsbekämpfung und Konfliktverhütung beinhalten.
#1265Politische Teilhabe für alle ermöglichen Wir wollen alle Menschen, die in Europa leben, durch europäische Bürgerbegehren, Bürgerentscheide und EU-weite Referenden an der Europapolitik beteiligen.
#1266Sie sollen nicht nur alle fünf Jahre über die Zusammensetzung des Parlaments entscheiden, sondern tatsächlich politisch mitentscheiden können.
#1267Das Bürgerbegehren, wie es jetzt schon im Vertrag von Lissabon enthalten ist, wollen wir ausweiten: Wir wollen, dass die Kommission nicht nur nachdenkt, wenn eine Million Bürgerinnen und Bürger eine Regelung wünschen, sondern dass sie eine konkrete Regelung vorlegen muss.
#1268Mit dem europäischen Bürgerentscheid können Bürgerinnen und Bürger einen konkreten Regelungsvorschlag machen, über den die EU-Kommission eine EU-weite Abstimmung durchführen muss.
#1269Wahlrecht ausweiten Wir wollen allen Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern dort, wo sie leben, Wahlrecht geben.
#1270Auch dann, wenn dies nicht ihr Heimatland ist.
#1271Auf regionaler und nationaler Ebene sollen sie abstimmen dürfen, wenn sie seit mehr als fünf Jahren dort leben.
#1272Auch Nicht-EU-Staatsbürger, die ihren ständigen Wohnsitz in der EU haben, sollen entsprechend der für EU-Bürger geltenden Fristen ein Kommunalwahlrecht erhalten und nach maximal fünf Jahren das Recht erhalten, die Staatsangehörigkeit des jeweiligen EU-Staates annehmen zu können.
#1273Wir GRÜNE wollen auch die Jugend stärker an den politischen Entscheidungen in Europa beteiligen.
#1274Deshalb wollen wir eine europaweit einheitliche Absenkung des aktiven Wahlalters bei kommunalen, nationalen und europäischen Wahlen auf 16 Jahre erreichen.
#1275Grundrechte einklagbar machen Wir wollen endlich den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, ihre Grundrechte auch gegen Akte der Europäischen Union einklagen zu können.
#1276Die rechtsverbindliche Grundrechtscharta als Bestandteil des Vertrages von Lissabon ist ein wichtiger Schritt dahin.
#1277Unabhängig von der Charta müssen die Gemeinschaftsgrundrechte für alle europäischen Bürgerinnen und Bürger durch Individualbeschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof einklagbar gemacht werden.
#1278Wir wollen die Gleichbehandlung aller Unionsbürgerinnen und Unionsbürger auch in den kommunalen Verwaltungen.
#1279Menschenrechtsorientierte Flüchtlingspolitik vorantreiben Wir wollen, dass alle Menschen, die Schutz brauchen, ihn erhalten können.
#1280Deshalb fordern wir die konsequente Durchsetzung des Grundrechts auf Asyl auf europäischer Ebene.
#1281Die EU-Staaten sind in der Pflicht einen uneingeschränkten und allumfassenden Flüchtlingsschutz sicherzustellen.
#1282Schutzbedürftige müssen tatsächlich Einlass in die EU erhalten.
#1283Zudem setzen wir uns für ergänzende Instrumente bei der Flüchtlingsaufnahme ein.
#1284Hierzu zählt zum Beispiel die freiwillige Aufnahme von Menschen, die der UN-Flüchtlingskommissar in Drittstaaten bereits als Flüchtlinge anerkannt hat.
#1285Wir GRÜ- NE fordern zugleich eine gerechte und solidarische Teilung der Verantwortung bei der Flüchtlingsaufnahme innerhalb Europas, unter Beachtung humanitärer Grundsätze, wie etwa des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 118 BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 119 Schutzes Minderjähriger, der aufgrund ihrer sexuellen Identität verfolgter Menschen und der Berücksichtigung nichtstaatlicher Verfolgungsgründe, unter denen meist Frauen leiden.
#1286Wir wollen eine deutliche Aufstockung der Mittel des Europäischen Flüchtlingsfonds und eine Konzentration der Mittelvergabe auf die Bereiche der Flüchtlingsaufnahme und Integration.
#1287Wir fordern die Überarbeitung der EU-Abschiebehaftrichtlinie.
#1288Reformen bei Dublin II Die Dublin-II-Verordnung ist ein Instrument der von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN als inhuman erachteten Drittstaatenregelung.
#1289Wir wollen eine Reform der EU-Rückführungsrichtlinie und insbesondere Bestimmungen zur Abschiebehaft für Minderjährige und der Wiedereinreisesperre zurücknehmen.
#1290Diese Richtlinie wurde von den konservativen Regierungen gegen den vehementen Widerstand der GRÜNEN im Europäischen Parlament verabschiedet.
#1291Bei der anstehenden Überarbeitung der Dublin- II-Verordnung werden GRÜNE sich für eine verbindliche Regelung einsetzen, die garantiert, dass Asylsuchende nicht in einen Staat abgeschoben werden, in dem internationale Flüchtlingsund Menschenrechtsstandards nicht eingehalten werden.
#1292In diesen Fällen muss das sogenannte Selbsteintrittsrecht für die Durchführung von Asylverfahren großzügiger angewandt werden.
#1293Leben von Flüchtlingen retten Wir wollen keine Militarisierung der Außengrenzen oder eine Flüchtlingsabwehrpolitik, wie sie bisher durch die »Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen « (FRONTEX) vorangetrieben wird.
#1294Es ist auch nicht hinzunehmen, dass weder nationale Parlamente noch das Europaparlament über genaue Informationen zu den FRONTEXEinsätzen verfügen.
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