Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#1137
Dass Rating-Agenturen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 106 komplizierter werdenden Markt von Finanzprodukten.
#1138
Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht darauf zu erfahren, was mit ihrem Geld passiert.
#1139
Zudem wollen wir, dass die Rechte für geschädigte Kunden von Banken und Versicherungen gestärkt werden.
#1140
Paradigmenwechsel in der Steuerpolitik Wir wollen einen Paradigmenwechsel in der europäischen Steuerpolitik: Was in der EU erwirtschaftet wird, das muss auch innerhalb der EU voll versteuert werden.
#1141
Es kann beispielsweise nicht sein, dass sich deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger durch Flucht in Steueroasen der Besteuerung entziehen.
#1142
Weil der steuerpolitische Fortschritt existenziell ist, um die Handlungsfähigkeit der Politik gegenüber wirtschaftlichen Prozessen zurückzugewinnen, sind wir auch bereit, in diesem wichtigen Bereich der Steuerpolitik im Rahmen einer so genannten flexiblen Zusammenarbeit voranzugehen.
#1143
Wettlauf der Steuersysteme beenden, gemeinsame Bemessungsgrundlage schaffen Wir wollen den Wettlauf der Steuersysteme beenden.
#1144
Kapital ist im Binnenmarkt mobil.
#1145
Das hat einerseits zur Folge, dass Standorte miteinander um Investitionsentscheidungen konkurrieren.
#1146
Andererseits können Unternehmen, die Standorte in verschiedenen Ländern der EU haben, ihre Geschäfte so bilanzieren, dass die Steuerzahlungen an den Orten mit den niedrigsten Sätzen fällig werden.
#1147
Wir wollen nicht, dass allein Vermögende und große Unternehmen vom Binnenmarkt profitieren, weil sie mit ausgeklügelten Systemen Steuervorteile und -schlupflöcher nutzen.
#1148
Das ist nicht nur gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ungerecht, sondern auch gegenüber den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der Wirtschaft und Beschäftigung bilden.
#1149
Eine gemeinsame, konsolidierte Bemessungsgrundlage für ausge- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 107 wählte Steuern ist eine wichtige Grundlage um den ruinösen Wettlauf der Steuersysteme um die geringsten Standards zu beenden.
#1150
Einen Mindestsatz für Unternehmensteuer einführen Wir wollen bei der Unternehmensteuer einen europäischen Mindestsatz festlegen.
#1151
Die Zinsrichtlinie muss mit ihrem Prinzip des automatischen Informationsaustausches auf alle Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums, alle Kapitaleinkommensarten und alle Rechtsformen angewendet werden.
#1152
One-stop-Shops« einrichten Wir wollen, dass in grenznahen Regionen – aber nicht nur da – zentrale Anlaufstellen (»One-stop-Shops«) eingerichtet werden, die Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen in Fragen grenzüberschreitender Besteuerung kostenlose und verbindliche Auskunft über konkrete Steuer- und Zollfragen bieten.
#1153
Haushaltspolitik reformieren – stabile Einnahmen sichern, mehr Ausgaben für Klimaschutz, Bildung und Forschung Wir wollen einen grundsätzlichen Wechsel in der EU-Haushaltspolitik.
#1154
Bisher hängt der Haushalt am Tropf der EU-Mitgliedstaaten, die Haushaltsverhandlungen verlaufen daher wie auf einem Basar, auf dem jedes Land versucht, möglichst große Teile vom Kuchen für sich herauszuschlagen.
#1155
Wir wollen den EU-Haushalt mittelfristig aus dem Aufkommen von europaweiten Steuern finanzieren.
#1156
So ist etwa bereits heute die Bemessungsgrundlage für die Mineralölbesteuerung EU-weit harmonisiert und den Mitgliedstaaten sind Mindeststeuersätze vorgeschrieben.
#1157
Von diesem Aufkommen soll ein Teil an die EU abgeführt werden.
#1158
Eine zweite Säule ist die Finanztransaktionssteuer, mit der wir die Finanzunternehmen, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 108 die besonders stark vom gemeinsamen europäischen Markt profitieren, zu einer direkten Finanzierung der EU heranziehen.
#1159
Hinzu käme eine europäische Kerosinbesteuerung.
#1160
Diese Einnahmen können den EU-Haushalt komplett finanzieren.
#1161
Damit wird er stabil und verlässlich.
#1162
Die Ausgaben wollen wir in den Klimaschutz, in die ländlichen Räume, in Forschung und in Bildung umlenken.
#1163
Jährlich fließen riesige Summen in die gemeinsame Agrarpolitik.
#1164
waren das 54 Milliarden Euro, die wir zugunsten des ländlichen Raums umschichten und an ökologische und soziale gesellschaftliche Leistungen binden wollen.
#1165
Fördern wollen wir Maßnahmen, die dem Klimaschutz zugute kommen, Arbeitsplätze sichern oder die Kulturlandschaft erhalten.
#1166
Insgesamt wollen wir alle Ausgaben auf ihre positiven ökologischen und sozialen Effekte ausrichten.
#1167
Dies betrifft in erster Linie die Agrar- und Strukturpolitik, die auch bis 2013 noch rund 80 Prozent der EU-Ausgaben ausmachen.


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