Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#247
Sie baut auf gemeinsamen Werten und dem europäischen Menschenbild auf, das maßgeblich durch Christentum, Judentum, Antike und Aufklärung geprägt ist.
#248
Die Charta der Grundrechte ist ein Ausdruck dieser Werte.
#249
Wir werden uns für den Abschluss des Ratifizierungsprozesses und die Umsetzung des EU-Reformvertrags von Lissabon einsetzen.
#250
An dem langfristigen Ziel, eine Verfassung für die Europäische Union zu schaffen, halten wir fest.
#251
Wir setzen uns dafür ein, dass in die Präambel einer solchen Verfassung ein Gottesbezug aufgenommen wird.
#252
Der Vertrag von Lissabon stärkt die Demokratie in der Europäischen Union und das Europäische Parlament.
#253
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union wirken nach dem Vertrag von Lissabon nahezu gleichberechtigt an jeder europäischen Gesetzgebung im Sinne eines Zweikammersystems mit.
#254
Die nationalen Parlamente der Mitgliedstaaten müssen auch in Zukunft die Übertragung von Hoheitsbefugnissen der Mitgliedstaaten auf die Europäische Union legitimieren und jeder EU-Erweiterung zustimmen.
#255
Der neue Vertrag stärkt sie politisch und rechtlich und verhindert damit europäischen Zentralismus.
#256
Wir werden unsere Interessen nur dann wirkungsvoll vertreten und durchsetzen sowie Kompromisse auf europäischer Ebene erreichen können, wenn sich Deutschland weiterhin als Mittler zwischen den kleinen und größeren Mitgliedstaaten engagiert.
#257
Die deutschen Heimatvertriebenen und die deutschen Volksgruppen in Mittel- und Osteuropa haben eine wichtige Brückenfunktion bei der Zusammenarbeit mit Deutschlands östlichen Nachbarstaaten.
#258
Die in der Europäischen Union geltende Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit ist ein Schritt hin zur Verwirklichung des Rechts auf die Heimat auch der deutschen Vertriebenen – in einem Europa, in dem die Völker und Volksgruppen einträchtig und ohne rechtliche Diskriminierungen auch aus der Vergangenheit zusammenleben können.
#259
Das Recht auf die Heimat gilt.
#260
Vertreibungen jeder Art müssen international geächtet und verletzte Rechte anerkannt werden.
#261
Eine Konsolidierungsphase im EU-Erweiterungsprozess einleiten Die bisherigen Erweiterungsrunden der Europäischen Union haben die Zone der Stabilität ausgeweitet und Deutschland politischen und wirtschaftlichen Nutzen gebracht.
#262
Für viele Menschen auch auf dem westlichen Balkan und in Osteuropa ist die Europäische Union zum Leitbild einer offenen Gesellschaft, eines friedlichen Miteinanders der Völker und damit zum Hoffnungsträger für ihre politische und wirtschaftliche Zukunft geworden.
#263
Die Europäische Union muss ihrer Verantwortung gegenüber den Völkern in diesen europäischen Regionen gerecht werden.
#264
Die europäische Perspektive ist wichtig für den Reformprozess in diesen Ländern.
#265
Allerdings hat die Erweiterung der EU von 15 auf 27 Mitgliedstaaten innerhalb weniger Jahre großer Anstrengungen bedurft.
#266
Daher tritt die CDU für eine Phase der Konsolidierung ein, in der die Festigung der Identität und der Institutionen der Europäischen Union Vorrang vor weiteren EU-Beitritten haben.
#267
Eine Ausnahme von dieser Regel kann es nur für Kroatien geben.
#268
Die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union kann nicht in jedem Fall die einzige Antwort auf den Wunsch nach einer europäischen Perspektive sein.
#269
Für den Beitritt zur Europäischen Union ist die Erfüllung des Kriteriums der Aufnahmefähigkeit der Europäischen Union ebenso wichtig wie die vollständige Erfüllung aller politischen und wirtschaftlichen Kriterien durch die Bewerberländer, zu denen insbesondere die Meinungsfreiheit, die Gleichheit von Frau und Mann, der Minderheitenschutz oder die Religionsfreiheit zählen.
#270
Wir halten daher eine Privilegierte Partnerschaft der Europäischen Union mit der Türkei für die richtige Lösung.
#271
Der europäische Erweiterungsprozess muss zur Stärkung der europäischen Identität beitragen.
#272
Nur europäische Staaten dürfen einen Beitrittsantrag an die Europäische Union stellen.
#273
Dennoch sind für die Sicherheit und den Wohlstand der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten die Stabilität und der Wohlstand der nicht europäischen Staaten in der unmittelbaren Nachbarschaft Europas von zentraler Bedeutung.
#274
Wir treten daher für maßgeschneiderte Nachbarschaftsabkommen der Europäischen Union ein.
#275
Für die europäischen Nachbarn der Europäischen Union, die nicht oder noch nicht Vollmitglieder werden können, brauchen wir eigene Formen politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit, wie z.
#276
die „Union für das Mittelmeer“ oder die „östliche Partnerschaft“.
#277
Diese müssen mit Leben gefüllt werden und im Rahmen des gemeinsamen Ansatzes den jeweiligen Besonderheiten der Partnerländer Rechnung tragen.


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