Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.09.2026 PDF
#972
Die AfD betrachtet eine berufspraktische Ausbildung als gesellschaftlich ebenso wertvoll wie ein Studium und fordert deshalb, dass die Bedeutung der Handwerksberufe in den Bildungseinrichtungen entsprechend gewürdigt wird.
#973
Die Definition von Qualitätsstandards in der beruflichen Ausbildung muss in der Hoheit der Nationalstaaten verbleiben.
#974
Dazu gehört auch eine Wiedereinführung der deutschen Meisterpflicht für zahlreiche Berufe, für die diese voreilig abgeschafft wurde.
#975
Das in Deutschland erfolgreiche System der dualen Ausbildung muss erhalten bleiben und kann den übrigen EU-Ländern als Vorbild dienen.
#976
Das duale Studium eröffnet qualitativ hochwertige, stark praxisorientierte und passgenaue Spezialisierungen und ist somit ein weiterer geeigneter Weg, dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen.
#977
12.3 Keine Inklusion um jeden Preis
#978
Die Forderung der Vereinten Nationen, behinderten Kindern Teilhabe am
#979
Bildungssystem zu garantieren, ist in Deutschland bereits erfüllt.
#980
Kinder mit besonderem Förderbedarf erhalten in der Förderschule eine umfassende Unterstützung, die die Regelschule nicht leisten kann.
#981
Eine Inklusion um jeden Preis geht zu Lasten der Bildungsqualität aller Beteiligten.
#982
Die AfD setzt sich deshalb für den Erhalt der Förder- und Sonderschulen und die Inklusion mit Augenmaß ein.
#983
Wir bekennen uns damit ganz klar zur Sicherstellung von größtmöglicher Chancengleichheit durch Förderschulen.
#984
73 Bildung und Kultur
#985
12.4 Keine ideologische Beeinflussung: Neutralität sämtlicher
#986
Bildungseinrichtungen wiederherstellen
#987
Bildungseinrichtungen dürfen kein Ort der politischen Indoktrination sein.
#988
An deutschen Schulen und Universitäten wird oft nicht die Bildung einer eigenen Meinung gefördert, sondern die unkritische Übernahme ideologischer Vorgaben.
#989
Leitbild der Bildung muss jedoch der selbstständig denkende Bürger sein.
#990
Wir lehnen die Ökonomisierung und Ideologisierung von Bildung strikt ab und fordern die Rückkehr zum humanistischen Bildungsideal.
#991
Wir bekennen uns zur umfassenden Bildung, die zur Entfaltung der Persönlichkeit sowie zur Wahrnehmung der demokratischen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten notwendig ist.
#992
12.5 Kinder sind keine Versuchskaninchen –
#993
weder analog noch digital!
#994
Da die Folgen eines komplett digitalisierten Unterrichts noch nicht abschließend erforscht sind, befürchten wir negative Folgen für das Kindeswohl.
#995
Einen mit der Digitalisierung verbundenen Einzug von Werbung in den Unterricht lehnen wir genauso ab wie die Ökonomisierung des Bildungsprozesses an sich oder eine Monopolisierung der Lehrmedien und deren Inhalte.
#996
Der Lehrer ist und bleibt die wichtigste Bezugsperson für alle Schüler, er muss deshalb die Verantwortung und Kontrolle für das Bildungsgeschehen im Klassenzimmer behalten.
#997
Digitalisierung betrifft nicht nur die Zukunft von Arbeit und Produktion.
#998
Sie greift tief in Kultur, Bildung und persönliche Verhältnisse ein.
#999
Deshalb ist es wichtig, dass in Schulen und Universitäten der Umgang mit digitalen Medien erlernt wird und diese sinnvoll genutzt werden.
#1000
Darüber hinaus sind digitale Medien in den Schulen und Universitäten unverzichtbare Hilfsmittel für die schnelle Informationsbeschaffung und -aufbereitung, für die Anschaulichkeit von Sachverhalten und für die Präsentation.
#1001
Abzulehnen sind alle Bestrebungen, den Unterricht selbst zu digitalisieren, die Erarbeitung von Wissen aus dem analogen Lernprozess herauszulösen, um die Lehrerpersönlichkeit durch das Medium zu ersetzen.
#1002
Die von der EU vorgestellten Konzepte zur Förderung der Digitalisierung dürfen nicht in die Bildungssouveränität der Mitgliedsstaaten eingreifen – auch nicht über finanzielle Förderungen.


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