Dokument lesen
-
vom 03.09.2026 PDF
#929
Fenster schließen und zurück
Dabei wird zunehmend ein „Recht auf Kinder“ gefordert, das durch die Legalisierung von Leihmutterschaften und Adoptionsquoten für gleichgeschlechtliche Paare umgesetzt werden soll.
#930Für die AfD sind Kinder keine Objekte zur Bedürfnisbefriedigung, sondern eigenständige Persönlichkeiten mit individuellen Rechten, die wir gleichsam als Geschenk und Aufgabe betrachten.
#931Jede Form von Leihmutterschaft verletzt die Menschenwürde, denn Leihmutterschaft stellt eine Ausbeutung des weiblichen Körpers und seiner reproduktiven Organe dar.
#932Bezahlte Leihmutterschaft ist eine Form von Kinderhandel:
#933Daher lehnen wir ein „Recht aufs Kind“ und Leihmutterschaften ab.
#934Die AfD wendet sich ebenfalls gegen Versuche der EU, indirekt legale Möglichkeiten für Leihmutterschaft in Staaten zu schaffen, wo diese bisher nicht erlaubt ist.
#935Adoptionen – auch durch gleichgeschlechtliche Paare – sollen weiterhin auf nationaler Ebene geregelt werden.
#93669 Familienpolitik
#93711.6 Missbrauch von Kindergeld beenden
#938Allein im Jahr 2017 wurden knapp 345 Millionen Euro in Deutschland erwirtschaftete Steuern als Kindergeld ins Ausland gezahlt, wobei die Sätze der Empfängerländer fast ausnahmslos deutlich unter den deutschen lagen.
#939Das ist ungerecht und schafft erhebliche Anreize zur Sozialmigration.
#940Wir fordern, dass nur hier auch arbeitende Ausländer Kindergeld erhalten und dies nur in Höhe der Sätze der Länder, in denen ihre Kinder tatsächlich leben.
#941Diese Regelung sollte europaweit umgesetzt werden.
#942KAPITEL 12
#943Bildung und Kultur
#94471 Bildung und Kultur
#945BILDUNG
#946Ein leistungsorientiertes Bildungswesen, das sich an den unterschiedlichen Traditionen und Bedürfnissen der Nationalstaaten ausrichtet, ist die Grundlage unseres Wohlstands und wesentlicher Bestandteil unserer Kultur.
#947Bildungspolitik – Politik für Schule, Berufsausbildung und Hochschule – muss daher in nationaler Kompetenz verbleiben.
#948Den Einfluss von internationalen Organisationen, Konzernen und Lobbygruppen auf unser Bildungswesen lehnen wir entschieden ab.
#949Insgesamt müssen sich die Standards des Bildungswesens an den Anforderungen der jeweils weiterführenden nationalen Bildungseinrichtungen orientieren, damit der angestrebte Übergang erfolgreich gelingen kann.
#950Wir fordern die Abkehr von geschwätziger Kompetenzorientierung und die Rückkehr zur Vermittlung des Fachwissens als zentrales Anliegen von Bildungseinrichtungen.
#951An den Hochschulen in den Mitgliedsstaaten ist die jeweilige Landessprache als Lehrsprache zu erhalten.
#952Der Versuch, Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses EU-weit anzugleichen, ist gescheitert und hat zu einer Verschulung des Studiums, einer Absenkung des Niveaus, vermehrter Bürokratie und einem Verlust an akademischer Freiheit für Studenten und Dozenten geführt.
#953Die Vergleichbarkeit von Abschlüssen in der hohen Zahl von Studiengängen wurde durch den Zwang zur Profilierung sogar deutlich erschwert.
#954Die EU beabsichtigt, den Bologna-Prozess weiter auszubauen, Bildungsangebote an kurzlebigen ökonomischen und politischen Interessen auszurichten, den wissenschaftlichen Charakter eines Studiums auszuhöhlen und Einfluss auf die Gestaltung der Curricula zu nehmen.
#955Das Ziel der EU, die Bildungspolitik zu zentralisieren und einer länderübergreifenden Kontrolle zu unterwerfen, lehnen wir entschieden ab.
#956Die AfD fordert ausschließlich nationale Zuständigkeiten in der Bildungspolitik.
#957Ebenso muss die Entscheidung über die Anerkennung ausländischer Abschlüsse den Nationalstaaten vorbehalten bleiben.
#95812.1 Autonomie der Hochschulen stärken: Freiheit von Forschung
#959und Lehre wiederherstellen
Fenster schließen und zurück
Anzeige: