Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.09.2026 PDF
#899
Die Kosten, die Arbeit und der dafür nötige Verzicht werden aller67 Familienpolitik dings in den zunehmend individualistischen europäischen Gesellschaften nur von den Familien getragen.
#900
Durch diese Gerechtigkeitslücke entscheiden sich immer weniger Paare für (mehrere) Kinder.
#901
Der rapide Rückgang von Mehrkindfamilien in den Mittelschichten und die hohe Zahl der Kinderlosen unter den Leistungsträgern sind die Hauptgründe für die demografische Krise der westlichen Gesellschaften.
#902
Hauptursache hierfür sind wiederum das hohe Armutsrisiko bei Mehrkindfamilien (ab drei Kindern) sowie die dramatische Zunahme von – wiederum oft von Armut und Überlastung geplagten – Alleinerziehenden.
#903
Prekäre Arbeitsverhältnisse und befristete Arbeitsverträge verschärfen die Situation.
#904
Hinzu kommt die sehr geringe Wertschätzung von Eltern und ihrer Erziehungsarbeit durch Politik, Medien, Wirtschaft und Gesellschaft.
#905
Als einziger Lösungsansatz für das Armutsrisiko wird aktuell die Erwerbstätigkeit beider Elternteile gefordert und gefördert, was Eltern zu doppelter Berufstätigkeit und externer Betreuung nötigt.
#906
Dies führt zu einer Überforderung von Mehrkindfamilien, deren Kinder häufig weniger Entwicklungschancen haben.
#907
Gerade in den ersten drei Lebensjahren ist aus entwicklungspsychologischer Sicht eine externe Betreuung von Kleinkindern problematisch.
#908
Tragfähige Konzepte für eine echte Leistungsgerechtigkeit sind nicht erkennbar.
#909
Die AfD fordert daher die Umwidmung europäischer Forschungsmittel für nationale Forschungsprojekte zu einem wirksamen Familienlasten- und
#910
-leistungsausgleich im Kontext der jeweiligen nationalen Steuer- und sozialen Sicherungssysteme.
#911
Die Zusammenhänge zwischen einer gezielten Förderung von Mehrkindfamilien und der Geburtenrate sollen systematisch untersucht werden.
#912
Konzepte zur Überwindung realer Benachteiligungen von Familien gegenüber Kinderlosen und zur Verbesserung der Lebensqualität von Familien sind herauszuarbeiten.
#913
11.4 Abtreibung ist kein Menschenrecht
#914
Der Mensch ist ab der Befruchtung ein Mensch (EuGH-Urteil C-34/10).
#915
Das Lebensrecht des ungeborenen Kindes steht dem Wunsch auf Abtreibung diametral entgegen.
#916
Beim sorgfältigen Abwägen der Interessen muss Abtreibung die absolute Ausnahme bleiben, z.B.
#917
bei kriminologischer oder bei bestimmten medizinischen Indikationen.
#918
Bei jährlich etwa 100.000 gemeldeten Abtreibungen in Deutschland ist weder das Lebensrecht der Kinder ausreichend geschützt noch kann davon ausgegangen werden, dass die Schwangeren hinreichend über Abtreibungsfolgen wie das Post-Abortion-Syndrom (PAS) und über Hilfsangebote aufgeklärt wurden.
#919
68 Familienpolitik
#920
Dieser Zustand ist einer freiheitlichen und rechtsstaatlichen Gesellschaft unwürdig und zutiefst beschämend.
#921
Aktuell versuchen einflussreiche Gruppierungen in der EU, Abtreibung zur Normalität oder sogar zum „Menschenrecht“ zu erklären, einige bezeichnen gar das Fehlen von Abtreibungsmöglichkeiten als „Folter“.
#922
Dieser grotesken Bagatellisierung und Verharmlosung der Abtreibung wird die AfD im Europaparlament entschieden entgegentreten.
#923
Abtreibung ist kein Menschenrecht wie das Lebensrecht und das Recht auf körperliche Unversehrtheit!
#924
Die AfD lehnt daher jede EU-Förderung von Organisationen oder Maßnahmen ab, durch die, oft in Entwicklungsländern, Abtreibungen forciert werden.
#925
Wir werden uns dafür einsetzen, dass werdende Mütter alle erdenklichen Hilfen und jede nur mögliche Unterstützung in der Schwangerschaft und darüber hinaus erhalten.
#926
Im EU-Parlament will die AfD erreichen, dass die EU nur noch solche Stammzellforschung finanziert, bei der keine Embryonen getötet werden.
#927
11.5 Kinder sind keine Konsumgüter
#928
In unseren europäischen Gesellschaften ist die bedenkliche Tendenz zu beobachten, dass Kinder immer häufiger als Mittel zur Abrundung der individuellen Lebensgestaltung betrachtet werden, selbst wenn dies biologisch nicht möglich ist.
#929
Dabei wird zunehmend ein „Recht auf Kinder“ gefordert, das durch die Legalisierung von Leihmutterschaften und Adoptionsquoten für gleichgeschlechtliche Paare umgesetzt werden soll.


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