Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 03.09.2026 PDF
#369
Damit sind auch die beiden derzeitigen internen Grundkonflikte in der Euro-Zone gelöst.
#370
Keinem Euro-Land müssen mehr (allzu) stringente Vorgaben gemacht werden, seine im Euro-Korsett verloren gegangene Wettbewerbsfähigkeit durch reale Abwertung seiner Einkommen, Renten und Sozialleistungen vorzunehmen.
#371
Die Euro-Länder können ihre Wettbewerbsfähigkeit dann wieder wie vor der Euro-Einführung durch ihre eigene souveräne Entscheidung über die Veränderung des Wechselkurses der nationalen Währung (z.B.
#372
durch Abwertung) wiederherstellen, wie es die moderne Wirtschaftswissenschaft schon seit Langem fordert.
#373
Für Deutschland würde die Wiedereinführung der Deutschen Mark parallel zum Euro die schrittweise Reduzierung der deutschen Haftung durch Ausstieg aus dem Target2-System und Wegfall der Euro-Rettungsmaßnahmen bedeuten.
#374
Die wiedereingeführte D-Mark würde ihre hohe Kaufkraft gegenüber den anderen Ländern (wie vor der Euro-Einführung) analog zur guten Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wiedergewinnen, das heißt aufwerten.
#375
Die mit dieser Kaufkrafterhöhung verbundene enorme Kostensenkung auf der Importseite würde erneut zu steigenden Realeinkommen führen, die in der gesamten deutschen Volkswirtschaft wieder allen zugutekämen und nicht nur, wie derzeit, einigen Exportfirmen.
#376
Der ehemalige Bundeswirtschafts- und Finanzminister Professor Karl Schiller hat dies einst so formuliert: „Jede Währungs-Aufwertung ist eine Sozial-Dividende für das deutsche Volk, denn ihr könnt danach im Supermarkt alles billiger kaufen“.
#377
Das Bundesverfassungsgericht hat 1993 in seinem Maastricht-Urteil konstatiert, dass einem Ausscheiden Deutschlands aus dem Euro-Verbund und damit der Wiedereinführung der DM keine institutionellen Vorkehrungen entgegenstehen, wenn das Ziel einer Stabilitätsgemeinschaft verfehlt wird.
#378
Der AfD ist bewusst, dass die Wiedereinführung der nationalen Währung für das jeweilige Euro Land nicht ohne zusätzliche einmalige finanzielle Belastungen umsetzbar ist.
#379
Diese werden aber durch einen national gestaltbaren Währungs-Wiedereinführungsprozess niedriger sein als bei einem weiteren Verbleib im Eurosystem.
#380
Das gilt für alle Euro-Länder - und auch konkret für Deutschland mit sonst im Eurosystem weiterhin unabsehbar steigenden „Euro-Rettungsverpflichtungen“ durch Fremdhaftung, Zinseinbußen und damit letztlich Einkommens- und Vermögensverlusten.
#381
Deutschland wird daher bei Wiedereinführung der DM sehr deutlich machen, dass dies nicht gegen die Partnerländer gerichtet ist, sondern dass es um die Korrektur der oben dargestellten katastrophalen Fehlentwicklung des Euro zum 32 Der Euro ist gescheitert: Geld- und Währungspolitik
#382
Wohle aller Länder der Euro-Zone und damit den Erhalt des sozialen Friedens in Europa geht.
#383
Die AfD tritt für die optionale Wiedereinführung nationaler Währungen ein, zunächst parallel zum Euro, um damit in Europa und Deutschland weiterhin den Wohlstand zu sichern, diesen in den heutigen Euro-Krisenländern wiederherzustellen und damit den sozialen Frieden in Europa zu wahren.
#384
5.4 Erhalt des Bargelds
#385
Unser Bargeld ist in Gefahr.
#386
Mit Unterstützung von Bundesregierung, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank wird seine schleichende Abschaffung vorbereitet.
#387
Mit der Abschaffung des Bargelds würde die Rolle des Geldes als unantastbarer und gebührenfreier Wertspeicher eingeschränkt.
#388
Eine Abschaffung des Bargelds macht für den Krisenfall die Enteignung von Kontoinhabern möglich.
#389
Bargeld ist ein natürliches Bollwerk gegen eine weitere Absenkung der Zinsen bis in den negativen Bereich.
#390
Ein Bargeldverbot würde bedeuten, dass Zahlungsvorgänge nur noch elektronisch stattfinden können.
#391
Dies eröffnet Staat und Banken die totale Kontrolle über alle Geldströme und Wirtschaftsaktivitäten, über jede finanzielle Handlung der Bürger, unter Umständen sogar über deren Aufenthaltsorte.
#392
Aus dem gläsernen Bankkunden würde der gläserne Mensch – Vollüberwachung bis hinein in private, ja intime Lebensbereiche.
#393
Mit einem freiheitlichen Rechtsstaat sind solche Kontrollmöglichkeiten nicht vereinbar.
#394
Darüber hinaus sind elektronische Systeme, wie viele Beispiele zeigen, nicht manipulationssicher.
#395
Die AfD fordert den dauerhaften Erhalt der uneingeschränkten Bargeldnutzung als wichtiges bürgerliches Freiheitsrecht.
#396
5.5 Keine Haftung für EU-Banken
#397
Die AfD verlangt, dass die Bundesregierung sich gegen jede Weiterverfolgung der sogenannten Europäischen Bankenunion und die von der EU-Kommission vorgeschlagene Europäische Einlagensicherung (EDIS) stellt.
#398
Mit der Europäischen Bankenunion würden auch die bisher nur kommunal verankerten deutschen Sparkassen, Genossenschaftsbanken und die deutsche private Bankenwirtschaft der EU-Umverteilung unterworfen.
#399
Die EDIS wäre mit mehreren Billionen Euro der größte gemeinschaftliche Haftungstopf der EU.


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