Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 04.09.2026 PDF
#1114
13.3 Planen, Bauen und Wohnen
#1115
Der EU fehlt zwar eine eigenständige Gesetzgebungskompetenz für die Bereiche Bauen und Wohnen, doch haben die bereits geltenden EU-Richtlinien zu Wohnimmobilienkrediten und zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erhebliche 82 Energie, Klima, Technik und Infrastruktur
#1116
Auswirkungen auf den nationalen Wohnungsmarkt und den Immobiliensektor.
#1117
Wohnimmobilienkreditrichtlinie
#1118
Die seit dem 21. März 2016 in Deutschland umgesetzte Wohnimmobilienkreditrichtlinie (Wokri) hat entgegen den Ankündigungen weder die grenzüberschreitende Vergabe von Wohnungsbaufinanzierungskrediten erleichtert noch Verbesserungen für die Kreditnehmer gebracht.
#1119
Stattdessen haben insbesondere die verschärften Anforderungen an die Kreditwürdigkeitsprüfung zu einer Einschränkung der Kreditvergabe an bestimmte Personengruppen wie Selbstständige, junge Familien oder ältere Kreditnehmer geführt.
#1120
Wir fordern daher die ersatzlose Aufhebung der europäischen Wohnimmobilienkreditrichtlinie.
#1121
Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden
#1122
Die erst im April 2018 nochmals verschärfte Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden sieht u.
#1123
a.
#1124
die Einführung eines „Niedrigst-Energiegebäudes“ als Standard für alle Neubauten ab 2021 und für behördliche Bauten ab 2019 vor.
#1125
Dies erfordert große Mengen Dämmmaterial (Sondermüll), birgt die Gefahr von Schimmelbildung in Gebäuden, führt zu erheblich höheren Baukosten und damit zu unnötig hohen Mieten, ohne den Nachweis zu erbringen, dass die Kosten/Nutzen Bilanz sowie die Energieeinsparungs- und CO2-Bilanz positiv nachgewiesen wurden.
#1126
Diese verordnete Energiepolitik führt zu massiven Eingriffen in die Planungsund Gestaltungsfreiheit der Mitgliedstaaten.
#1127
Dies widerspricht elementar dem Subsidiaritätsprinzip.
#1128
Es kann keine EU-Richtlinien für Gebäude und Städteplanung geben, die passend sind für Nordfinnland bis Sizilien und für Portugal bis Rumänien.
#1129
Wir befürworten alle Möglichkeiten zur Energie- und Kosteneinsparung, aber wir wollen eine technologieoffene Entscheidungsbefugnis.
#1130
Baurecht und zugehörige Verordnungen gehören ausschließlich in nationale Zuständigkeit.
#1131
Förderung des ländlichen Raumes
#1132
Wir fordern, die Förderprogramme für den ländlichen Raum zurückzuholen und die deutschen Mittel dazu auf nationaler und regionaler Ebene zielgerichtet und effizient einzusetzen.
#1133
Wasserwirtschaft nicht durch die EU privatisieren lassen
#1134
Die deutsche Wasserwirtschaft (BDEW) hat die von der EU verhandelten Handelsabkommen (JEFTA, CETA) kritisiert und stellt heraus, dass sich aus solchen Abkommen Nachteile beim Schutz der kommunalen Wasserwirtschaft ergeben.
#1135
83 Energie, Klima, Technik und Infrastruktur
#1136
Wasser ist keine gewöhnliche Handelsware, sondern ein öffentliches Gut.
#1137
Wir fordern daher, dass die Wasserwirtschaft nicht zwangsweise durch die EU-Vorgaben privatisiert werden darf.
#1138
13.4 Verkehr
#1139
Für die Alternative für Deutschland ist die individuelle Mobilität des Menschen ein sehr hohes Gut in unserem Leben, welches wir auf keinen Fall einschränken wollen.
#1140
Ideologisch begründete Verbotspolitik wird es mit uns nicht geben.
#1141
13.4.1 Rheinschiene, Nord-Ostsee-Kanal und feste
#1142
Fehmarnbelt-Querung forcieren
#1143
Wir werden die Rheinschiene von Basel bis Rotterdam für den zukunftsfähigen Gebrauch ausbauen und den Nord-Ostsee-Kanal schnellstens sanieren.
#1144
Dänemark und Deutschland planen den Bau einer festen Querung des Fehmarnbelts, die die deutsche Insel Fehmarn direkt mit der dänischen Insel Lolland verbindet.


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