Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 02.03.2026 PDF
#779
Es braucht mehr Möglichkeiten, leerstehende Wohnungen zu beschlagnahmen und der Wohnnutzung zuzuführen.
#780
Und diese Möglichkeiten müssen konsequent genutzt werden.
#781
Investor*innen blockieren oft den Bau: Genehmigte Projekte bleiben Jahre liegen, weil die Investoren auf weiter steigende Preise hoffen.
#782
Das ist schlecht für den Wohnungsmarkt und schlecht für den Arbeitsmarkt.
#783
Der Markt versagt, wenn es darum geht, die notwendigen bezahlbaren Wohnungen bereitzustellen.
#784
Dann müssen die Kommunen selbst bauen.
#785
Wir wollen die Investoren aus den Bauentscheidungen zurückdrängen und die öffentlichen Akteure, Kommunen, Länder und Bund stärken.
#786
Wir setzen uns für ein europäisches Programm ein, durch das der ländliche Raum attraktiv gemacht wird.
#787
Durch infrastrukturelle Anbindung des ländlichen Raums soll der Druck von Städten im Hinblick auf bezahlbaren Wohnraum genommen werden.
#788
Für Deutschland wollen wir, dass alle Mietsteigerungen gestoppt werden, bis ein bundesweiter Mietspiegel erstellt wurde, der verbindlich Mietobergrenzen ermöglicht.
#789
Die Mietpreisbremse der Bundesregierung versagt.
#790
Wir wollen sie durch eine echte Mietpreisbremse ersetzen, die flächendeckend, bundesweit, unbefristet und ausnahmslos gilt.
#791
Wir setzen uns für die Wiedereinführung der Mietpreisbindung ein.
#792
Wir wollen Airbnb stärker regulieren und eine zusätzliche europaweite Unternehmenssteuer für das Geschäftsmodell der privaten Wohnungsvermietung über Internetplattformen einführen: Konzerne wie Airbnb profitieren von geringer Regulierung und treiben die Mietpreise in allen europäischen Städten in die Höhe.
#793
Die angebliche »Share economy« ist ein lukratives Geschäftsmodell für wenige auf Kosten vieler.
#794
Einige Städte und Länder (z.
#795
B.
#796
Barcelona, Berlin, Portugal) haben bereits Regularien eingeführt, um die ausufernde Zweckentfremdung von Wohnraum zu verhindern.
#797
Das braucht es europaweit.
#798
Aber das reicht nicht aus.
#799
Grundlegend dürfen Wohnungen nicht ausschließlich zum Zweck der Vermietung an Touristen verwendet werden.
#800
Wir wollen eine soziale Alternative: eine Plattform in öffentlicher oder genossenschaftlicher Hand (z.
#801
B.
#802
FairBnB) statt eines Konzerns, um freie Zimmer zu vergeben.
#803
5. Menschen vor Profite – der LINKE Plan für eine soziale und ökologische Wirtschaft Die Regeln und Verträge der Wirtschafts- und Währungsunion orientieren sich an der Förderung von »Wettbewerbsfähigkeit«.
#804
Die Europäische Union in ihrer derzeitigen Form als Wettbewerbsraum richtet sich vor allem an den Interessen von Konzernen, Banken und Besitzern großer Vermögen aus.
#805
Das heißt, dass die Profite von Wenigen über den Interessen der Mehrheit der Menschen in Europa stehen.
#806
Kürzungen bei Sozialausgaben, De-Regulierung der Arbeitswelt und Privatisierung führen zu wachsenden Profiten auf der einen Seite und zu sinkenden Löhnen, prekärer Arbeit und sozialer Ungerechtigkeit auf der anderen.
#807
Diese Entwicklung wird durch eine EU-Digitalisierungsstrategie verstärkt, die ausschließlich auf den europäischen Binnenmarkt fixiert ist.
#808
Der Investitionsbedarf und die Herausforderungen für eine politische Steuerung der Digitalisierung zum Wohle der Menschheit sind enorm.
#809
Die Eurokrise ist nicht vorbei.


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