Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 01.03.2026 PDF
#731
Haus- und Wohnungsbesitzer*innen kommen unter Druck: Die meisten verschulden sich, um ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen und verlieren ihr Zuhause, wenn sie die Raten nicht mehr zahlen können.
#732
Für viele Europäer*innen bedeutet das den Verlust ihrer Altersvorsorge.
#733
Für Deutschland schätzte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, dass zum Ende des Jahres 2016 bundesweit etwa 860 000, bis 2018 schon etwa 1,2 Millionen Menschen über keine Wohnung verfügten.
#734
Räumungen in die Obdachlosigkeit müssen verboten werden.
#735
Für uns bedeutet Art.
#736
34 (3) der Grundrechtecharta der EU die Verpflichtung, notfalls mit Mitteln der sozialen Sicherung Wohnungshypotheken von selbst genutztem Eigentum an Erstwohnungen als z.
#737
B.
#738
zinsloses Darlehen ohne Anrechnung auf weitere Leistungen zu übernehmen.
#739
Dafür soll die europäische Union einen Fonds einrichten.
#740
Verstärkte Beratung und Unterstützung von Menschen, denen ein Wohnungsverlust droht oder die bereits wohnungs- und obdachlos sind.
#741
In Deutschland explodieren die Mieten besonders in den großen Städten, Ballungszentren und Universitätsstädten – und in den darum gelegenen ländlichen Einzugsgebieten.
#742
Immer mehr Menschen können sich die Miete nicht leisten.
#743
Die Bundesregierung stützt die Vermieter und bremst beim Bau von bezahlbarem Wohnraum.
#744
Die Mietpreisbremse der Bundesregierung wirkt nicht.
#745
In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Bestand an Sozialwohnungen um zwei Drittel verringert – es fehlen fünf Millionen Sozialwohnungen.
#746
Währenddessen machen Immobilienkonzerne fette Profite.
#747
Die Deutsche Wohnen hat 2017 Rekordgewinne von 1,8 Milliarden Euro gemacht.
#748
Der deutschlandweit größte Konzern Vonovia verzeichnet ebenfalls hohe Gewinne – und will zukünftig stärker in anderen Ländern Europas tätig werden.
#749
In den Metropolen treiben kommerzielle Betreiber von Ferienwohnungen die Mieten zusätzlich in die Höhe.
#750
Konzerne wie Airbnb profitieren davon.
#751
Aus vielen Stadtteilen werden Mieter*innen verdrängt.
#752
Bei alldem gilt: Die Investoren verdienen, das Risiko tragen die Menschen.
#753
Dass es anders geht, zeigt die Stadt Wien.
#754
Dort gibt es moderne Sozialwohnungen mit attraktiven Wohnbedingungen zu erschwinglichen Mieten, und das für mehr als 60 Prozent der Einwohner*innen der Stadt Wien.
#755
Die dort gewählte Form der Umsetzung kann schon unter derzeitigen Rah menbedingungen auch anderenorts vorangetrieben werden und ist somit Vorbild für viele Metropolen in Europa.
#756
Wir wollen uns die Städte zurückholen.
#757
DIE LINKE will, dass Wohnraum garantiert und bezahlbar gemacht wird.
#758
Wohnen ist Teil der Daseinsvorsorge und darf nicht dem Markt überlassen werden.
#759
Gemeinsam mit Mieteninitiativen und Bewegungen in Europa setzen wir uns dafür ein, dass alle eine bezahlbare Wohnung haben – und legen uns mit den Spekulanten an.
#760
Wir wollen die Mietenexplosion in ganz Europa stoppen.
#761
Dazu braucht es: Investitionen in den sozialen gemeinnützigen Wohnungsbau: Soziale Wohnungsfonds müssen erhalten werden.


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