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vom 01.03.2026 PDF
#724
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Ein immer größerer Teil des Lohns geht bei Vielen für das Wohnen drauf.
#725In vielen Ländern spitzt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu.
#726In Irland leben tausende Erwachsene und Kinder in Notunterkünften, weil sie ihre Wohnung verloren haben.
#727Gleichzeitig wächst die Wirtschaft.
#728In Spanien werden immer noch täglich Menschen zwangsgeräumt.
#729In Paris, London und Berlin steigen die Mieten ins Unendliche.
#730Allein 2017 gab es in Spanien über 25 000 Zwangsräumungen wegen unterlassener Mietzahlungen und mehr als 15 000 Zwangsräumungen wegen ausstehender Hypothekenzahlungen (Amnesty International).
#731Haus- und Wohnungsbesitzer*innen kommen unter Druck: Die meisten verschulden sich, um ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen und verlieren ihr Zuhause, wenn sie die Raten nicht mehr zahlen können.
#732Für viele Europäer*innen bedeutet das den Verlust ihrer Altersvorsorge.
#733Für Deutschland schätzte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, dass zum Ende des Jahres 2016 bundesweit etwa 860 000, bis 2018 schon etwa 1,2 Millionen Menschen über keine Wohnung verfügten.
#734Räumungen in die Obdachlosigkeit müssen verboten werden.
#735Für uns bedeutet Art.
#73634 (3) der Grundrechtecharta der EU die Verpflichtung, notfalls mit Mitteln der sozialen Sicherung Wohnungshypotheken von selbst genutztem Eigentum an Erstwohnungen als z.
#737B.
#738zinsloses Darlehen ohne Anrechnung auf weitere Leistungen zu übernehmen.
#739Dafür soll die europäische Union einen Fonds einrichten.
#740Verstärkte Beratung und Unterstützung von Menschen, denen ein Wohnungsverlust droht oder die bereits wohnungs- und obdachlos sind.
#741In Deutschland explodieren die Mieten besonders in den großen Städten, Ballungszentren und Universitätsstädten – und in den darum gelegenen ländlichen Einzugsgebieten.
#742Immer mehr Menschen können sich die Miete nicht leisten.
#743Die Bundesregierung stützt die Vermieter und bremst beim Bau von bezahlbarem Wohnraum.
#744Die Mietpreisbremse der Bundesregierung wirkt nicht.
#745In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Bestand an Sozialwohnungen um zwei Drittel verringert – es fehlen fünf Millionen Sozialwohnungen.
#746Währenddessen machen Immobilienkonzerne fette Profite.
#747Die Deutsche Wohnen hat 2017 Rekordgewinne von 1,8 Milliarden Euro gemacht.
#748Der deutschlandweit größte Konzern Vonovia verzeichnet ebenfalls hohe Gewinne – und will zukünftig stärker in anderen Ländern Europas tätig werden.
#749In den Metropolen treiben kommerzielle Betreiber von Ferienwohnungen die Mieten zusätzlich in die Höhe.
#750Konzerne wie Airbnb profitieren davon.
#751Aus vielen Stadtteilen werden Mieter*innen verdrängt.
#752Bei alldem gilt: Die Investoren verdienen, das Risiko tragen die Menschen.
#753Dass es anders geht, zeigt die Stadt Wien.
#754Dort gibt es moderne Sozialwohnungen mit attraktiven Wohnbedingungen zu erschwinglichen Mieten, und das für mehr als 60 Prozent der Einwohner*innen der Stadt Wien.
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